Quo vadis gute alte Esskultur?
Hei,
Fake-Kaviar, geeistes Öl, feste Suppen, Nudeln aus der Spritze oder geeiste Fruchtzellen - hat sich jemand von euch schon einmal genauer mit Molekularer Gastronomie auseinandergesetzt?
Ich persönlich finde ja, dass es wirklich nicht notwendig ist Speisen mit Hilfe von Chemikalien optisch zu verändern!
(Das skurrilste was ich gehört hab: ein Luftballon (!!!!) mit Orangensaft-Geschmack)
Was denkt ihr über diesen neuen "Trend" in der Gastronomie??
Claudia
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Quo vadis gute alte Esskultur?
So weit ich das bisher verstanden hab, gehts bei der molekularen Küche nicht darum Speisen durch Beigabe von Chemikalien zu verändern sondern darum, es bewußt zu machen, daß Kochen an sich ein chemischer bzw. physikalischer Prozeß ist. Darüber findet sich auch Einiges im Netz. Mittlerweile gibts dazu auch Vorträge an VHS.
Quo vadis gute alte Esskultur?
Meinst du?? Das kann sein. Aus diesem Blickwinkel hab ich das noch nie gesehen!!
Hab mir eigentlich gedacht da gehts primär um Ästhetik, damit die Speisen spektakulär ausschauen!! Lg.
Quo vadis gute alte Esskultur?
Hi
mir kommt das ganze irgendwie vor als ob man das Rad neu erfinden will.
lg
Kathi
Quo vadis gute alte Esskultur?
Hallo Claudia, das Ganze ist natürlich spektakulär, soll dem Gast bewußt machen, daß hinterm Kochen mehr steckt als ein stures nachkochen von Rezepten ohne darüber nachzudenken was sich eigentlich abspielt.
Hab zufällig erst die letzten Tage ein kleines Beispiel molekularer Küche gesehn. Und zwar hat der Koch einen Rosmarinzweig in ein Glas gegeben, den Zweig angezündet und das Glas samt brennenden Zweig über einen Schinken am Teller gestülpt. Das Feuer erlischt und man sieht nur weißen Rauch. Sieht spektakulär aus, ergibt aber einen feinen Rosamaringeschmack, der sofort in den Schinken einzieht.
Das Ganze ist natürlich eine Spielerei. Köche welche damit experimentieren lassen sich das aber auch gut bezahlen.
Quo vadis gute alte Esskultur?
Hanner in Mayerling experimentiert zB auf diese Art und Weise.
www.hanner.cc