2008: Internationale Jahr des Erdapfels

Die FAO (Food and Agriculture Organization) der Vereinten Nationen rief 2008 zum „Internationalen Jahr des Erdapfels” aus, um die enorme Bedeutung dieser Erdfrucht im Kampf gegen Hunger, Armut und Umweltgefahren ins Bewusstsein der Weltbevölkerung zu rücken. In nahezu allen Ländern der Erde finden jeweils zur regionalen Erntezeit Aktivitäten rund um diese „tolle Knolle“ statt.

Schmackhafte Waffe gegen Armut und für mehr Natur Mag. Karin Silberbauer, AMA-Managerin für Obst&Gemüse, Erdäpfel, und Siegfried Kröpfel, Küchenchef - Hotel Imperial in Wien, bei der Erdäpfel-Verkostung im Hotel Imperial
Der Erdapfel ist bestens dafür geeignet, auf kleinen und kleinsten Flächen gezogen zu werden und auch dort einen Ertrag zu liefern, der im Stande ist, eine ganze Familie zu ernähren. Besonders in armen Ländern mit nur geringer Landausstattung der Kleinbauern ist dies ein wichtiges Argument.
Außerdem ist der Erdapfel ein sehr unkompliziertes Gewächs und gedeiht fast überall Bei richtigem Anbau ist er auch eine sehr Boden schonende Pflanze, die der Natur kaum Belastungen auferlegt. Der Erdapfel ist weltweit in einer Sortenvielfalt von mehreren Tausenden in unglaublichen Formen, Farben, Geschmacksnuancen und Zubereitungsmöglichkeiten vorhanden. Diese Vielfalt trägt auch maßgeblich zur Biodiversität und Stabilität unserer Umwelt bei.

Gegen Hunger und Übergewicht
Kalium, Magnesium, Vitamin C - das sind die Substanzen, die Erdäpfel so gesund machen. 2 bis 3 Erdäpfel decken bereits ein Viertel des Tagesbedarfs an Magnesium und die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin C, das die Abwehrkräfte stärkt. Beim Kaliumgehalt ist die Knolle überhaupt Spitzenreiter und übertrifft sogar die Banane.
Wegen des hohen Vitamin C - Gehaltes wird der Erdapfel auch „Zitrone des Nordens" genannt. Erdäpfel erhalten noch eine Fülle weiterer gesunder Stoffe, von wertvollen Kohlehydraten über Ballaststoffe bis hin zu wichtigen Vitaminen der B-Gruppe. Bereits vor 8.000 Jahren halfen sie den Inkas, in den rauen Höhen von 4.000 Metern zu überleben.

Dr. Stephan Mikinovic „Die nahrhaften und gesundheitsfördernden Eigenschaften der tollen Knolle werden jetzt im ‚Internationalen Jahr des Erdapfels’ von der FAO ins Rennen gegen den Hunger und die Kindersterblichkeit in den Entwicklungsländern geschickt.
Paradoxer Weise sind es genau die gleichen Eigenschaften des Erdapfels, die auch in der westlichen Überflussgesellschaft eingesetzt werden, dort aber gegen Übergewicht und zur Unterstützung einer ausgewogene Ernährung. Vorbei sind nämlich die Zeiten, in denen Erdäpfel als Dickmacher galten. Mit nur 70kcal/100g enthalten sie wenig Kalorien. Ihr hochwertiges Eiweiß versorgt den Körper mit Energie, ihr Gehalt an Stärke macht schnell satt. Damit eignen sie sich auch besonders gut dafür, um mit Genuss abzunehmen“, spannt Dr. Stephan Mikinovic, GF der AMA Marketing den weiten Bogen der fantastischen Erdapfel-Eigenschaften.

Österreich im Jahr des Erdapfels
Der Selbstversorgungsgrad mit Erdäpfeln liegt in Österreich bei 96%, der Jahres-Pro-Kopf-Verbrauch bei rund 54 kg. Auf cirka 13.500 Hektar wird diese Feldfrucht bei uns angebaut, rund 50 % von vermarktungsfähigen Erdäpfel tragen davon tragen das AMA-Gütesiegel.
„Erdäpfel sind Botschafter der österreichischen Esskultur und stehen für puren Genuss und Gesundheit. Gastronomen aus ganz Österreich sind dazu eingeladen, das Jahr des Erdapfels als Aufhänger zu nutzen, um diese Botschaft weiterzutragen“, ladet Mag. Karin Silberbauer, AMA-Managerin für Obst&Gemüse, Erdäpfel zum Mitmachen ein.