Alles Määähh am Hauser Kaibling

Im Zielhang des Hauser Kaiblings jubelten erst kürzlich mehr als 4.000 Gäste – im Sommer? Wohl nicht den Schifahrern zum Einkehrschwung, sondern 700 Schafen und Lämmern die unter dem Gläute ihrer Glocken und der Führung von Schäfer Simon Winterling und seinen Boarder Collies „Skip“ und „Lucke“ ins Festgelände des Almlammfestet einzogen.

Wollkönigin Bianca I mit Schäfer Simon Winterling Das Almlammfest bot vor allem auch kulinarische Höhepunkte. Die Bäuerinnen servierten Köstlichkeiten vom „Ennstaler Almlamm“ in allen Variationen: Besonders begehrt bei den Gästen waren das Ennstaler Almlammbratl, der Almlamm-Genuss-Teller sowie die gebratenen Lammwürstel. Und bei den süßen Köstlichkeiten fanden die typischen „Ennstaler Steirerkrapfen“ besonderen Anklang.

Star-Gastronom Heinz Reitbauer, selbst Schafbauer, der sehr gerne heimisches Lammfleisch auf die Speisekarte setzt, verriet den Festgästen Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Lammfleischküche. Reitbauer: „Lammfleisch ist ein naturbelassenes köstliches Lebensmittel.“

Ein weiterer Höhepunkt war das Treffen königlicher Hoheiten. Wollkönigin Bianca I. lud royale Hoheiten aus ganz Österreich zum Almlammfest.

Kulinarisch drehte sich alles um Lammfleisch-Köstlichkeiten Das Almlammfest findet anlässlich des Ennstaler Almlämmerprojektes statt, bei welchem mehr als 20 Schafbauern der Region rund 700 Schafe während des Sommers auf dem Hauser Kaibling weiden und von Schäfer Simon Winterling mit seinen beiden Hütehunden betreut werden. Wir wollen damit aufzeigen, wie wichtig eine gezielte Beweidung unserer Almflächen ist, welche zunehmend zuzuwachsen drohen und mit Schafen sehr gut zu bewirtschaften sind“, so Walter Schmiedhofer, Obmann des steirischen Schaf- und Ziegenzuchtverbandes.

Die Schafherde wird insgesamt mehr als eine Million Kilo wertvolles Gras, schmackhafte Almkräuter und Blätter von Sträuchern fressen. Damit leistet die Herde einen wesentlichen Beitrag zur Pflege unserer Kulturlandschaft. „Wir ersparen uns rund 50 Prozent der Pflegekosten im Sommer, es muss wesentlich seltener mit schweren Maschinen und Geräten gearbeitet werden – sogar weniger Dünger wird benötigt“, schildert Arthur Moser, Geschäftsführer der Hauser Kaibling Seilbahn die Vorteile der Beweidung durch Schafe.