Altaussee: Sommerfrische hat hier Tradition - Jagdhaus Seewiese

Schöne Plätzchen gibt’s im Ausseerland in großer Zahl, der Altausseer See ist eines davon.
Jagdhaus Seewiese Der See gehört wie ein Großteil der umliegenden Wälder den Bundesforsten, nicht aber die Fischereirechte, diese befinden sich seit Maria Theresias Zeiten im Besitz von neun Altausseer Familien. Der idyllische Ortskern von Altausee ist geprägt von seinen alten, wunderbar erhaltenen Häusern mit der für die Region so typischen Holzvertäfelung und den hübschen, verglasten Veranden. Der Weg rund um den See lockt Jogger ebenso wie Spaziergänger an, und die Altaussee-Schifffahrt macht auf ihrer Rundfahrt auch bei der Seewiese, unserem nächsten Ziel, Zwischenstopp.

Eine Jagdhütte mit Geschichte

Auf der Seewiese findet sich absolut idyllisch gelegen das ursprüngliche Jagdhaus der Familie Hohenlohe-Schillingsfürst. 1858 kam Fürst Chlodwig Hohenlohe-Schillingsfürst anlässlich einer Jagd erstmals nach Altaussee und war vom malerischen Ort und dem See begeistert, er erwarb daraufhin das Haus Altaussee Nr. 1 (ehemals „Schneiderwirt“), das großzügig ausgebaut wurde. Die Fürstenfamilie brachte zahlreiche Besucher aus den höchsten Kreisen des Adels und der Politik mit nach Altaussee, die dort Häuser und Villen errichteten, was für die damals in sehr bescheidenen Verhältnissen lebende Bevölkerung neben der Beschäftigung im Salzbergwerk Altaussee und den damit verbundenen Salinen neue Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten bedeutete. Kaiser Franz Joseph hatte ein gutes Verhältnis zu Fürst Hohenlohe-Schillingsfürst und schenkte ihm die Seewiese, auf der dann das Jagdhaus errichtet wurde. Nach Ende der Monarchie erwarb die Fürstenfamilie die Seewiese mit dem Jagdhaus und 14 ha des umliegenden Waldes, 1994 wurde dieser Besitz an die Bundesforste verkauft. Heute gehört ein Teil der Seewiese mit dem Jagdhaus der Gemeinde Altaussee, weitere Teile sind in Privatbesitz. Paul König ist seit 1996 Pächter des Jagdhauses. Seewiese mit Anlegestelle

Die romantische Seewiese mit ihrem Jagdhaus am Fuße der Trisselwand zieht zahlreiche Besucher an, die mit Jausenspezialitäten von heimischen Produzenten, den weithin bekannten süßen und pikanten Strudelvariationen oder einem Tagesmenü verwöhnt werden. Jeden Mittwoch und Sonntag gibt’s frische gebratene oder geräucherte Seesaiblinge aus dem Altausseer See (um Vorreservierung wird gebeten!).

Das Museum im Jagdhaus

Im ersten Stock gibt ein kleines Naturmuseum einen Einblick in die Geologie, die Flora und die Fauna der Region. Zu besichtigen sind geologische Fundstücke (Fossilien von Ammoniten, Korallen, Seeigel usw. aus dem Dachsteinmassiv, hauptsächlich aus Trias und Jura), präparierte Tiere, der Schädelknochen eines Höhlenbären aus dem Pleistozän, Haifischzähne u. v. m. Auch die Fotogalerie der ursprünglichen Besitzer lädt zu einer Reise in die Vergangenheit.

 

Jagdhaus Seewiese (ca. 650 m)

Paul König
8992 Altaussee 136
Tel.: 0664/33 87 622
E-Mail: info [at] jagdhaus-seewiese [dot] com
www.jagdhaus-seewiese.com

Paul König Öffnungszeiten: April bis Ende Oktober täglich ab 11 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen ab 10 Uhr; auch Dezember bis März geöffnet, wenn es das Wetter zulässt (am besten vorher anrufen!)

Speis & Trank: Jause, Suppen, frisches Tagesmenü, Strudelvariationen pikant & süß, fangfrischer Fisch auf Reservierung, Kuchen u.v. m.

Veranstaltungen: Reservierungen und Anfragen für private Feiern oder Veranstaltungen telefonisch erbeten Erreichbarkeit: Zu Fuß über den Wanderweg am Ufer des Sees entlang (von der Kirche in Altaussee bis zur Hütte: 30 Minuten), mit dem Rad über die Forststraße oder mit der Altausseer Schifffahrt (auch Sonderfahrten möglich)

Wander- und Klettermöglichkeiten: Wanderung rund um den See, Trisselwand, Wanderroute vom Jagdhaus über das Tote Gebirge nach Ebensee, vom Jagdhaus nach Grundlsee; Höhenwanderweg von Hinterstoder bis Bad Ischl …

Weitere Wanderungen von Altaussee aus: www.altaussee.at 

 

 

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Weitere Infos: