Aronia – die Gesundheitsbeere

Die Aronia (lat.: Aronia melanocarpa), auch kahle/schwarze Apfelbeere, schwarze Eberesche oder große Baumheidelbeere, zählt botanisch zur Familie der Rosengewächse und ist eine relativ anspruchslose, aber ertragssichere Pflanze. Ursprünglich wuchs sie im östlichen Nordamerika auf verschiedensten Böden und wurde bereits von den Indianern genutzt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts kam die Aronia nach Europa. Heute wird sie größtenteils in Osteuropa kultiviert.

 

Herkunft und Aussehen
 Die Aroniabeere gibt es in vielen Wild- und Kulturformen. Sie wächst auf bis zu 15 m hohen Bäumen, in Plantagen wird sie als 1–2 m hoher Strauch gezogen. Der sommergrüne Strauch trägt 2–8 cm lange, meist kurz zugespitzte Laubblätter und im Winter spitze, weinrote Knospen. Die zarten Blüten, die optisch an Apfelblüten oder Vogelbeeren erinnern, zeigen sich erst im Mai, weshalb die Pflanze Fröste im Frühjahr meist gut übersteht. Die erbsengroßen, schwarzen, häufig wachsartig überzogenen Früchte können von Mitte/ Ende August bis Oktober geerntet werden.


Anbau
Die Aronia gedeiht problemlos im eigenen Garten. Sie mag lediglich keine zu sandigen oder lehmhaltigen Böden und bevorzugt einen sonnigen Platz. Der mehrstämmige Strauch bildet im Laufe der Wachstumsperiode Ausläufer, Blüten und Früchte trägt er nach 2–3 Jahren. Durch die Inhaltsstoffe in der Schale schützt sich die Frucht vor Schädlingen und muss daher nicht behandelt werden.


Inhaltsstoffe und Verwendung
Die Aroniabeere ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Zudem weist sie einen hohen Gehalt an Pflanzenbegleitstoffen – vor allem an Anthocyanen (wasserlösliche, optisch auffallende Farbstoffe in Blüten und Früchten) auf. Die Pflanzenbegleitstoffe (z. B. Farb- und Duftstoffe, pflanzliche Hormone), früher als sekundäre Pflanzenstoffe bezeichnet, sind für den Bau- und Energiestoffwechsel der Pflanzen nur zweitrangig, spielen jedoch eine wichtige Rolle in unserer Ernährung. Anthocyane senken Blutdruck, Fett- und Cholesterinspiegel, wirken ausgleichend auf den Blutzuckerspiegel, stärken das Immunsystem und fördern die Entschlackung. Da Pflanzenbegleitstoffe über hervorragende Radikalfänger-Eigenschaften verfügen, sorgen sie bei regelmäßiger Einnahme für mehr Vitalität und schützen vor (Infektions-)Krankheiten und möglicherweise sogar vor Krebs. Weiters enthält die Aroniabeere auch noch eine Vorstufe der Anthocyane (Oligomere Proanthocyanidine, OPC), die die Wirkung des in der Aronia enthaltenen Vitamin C vermutlich bis zu 20-fach verlängern, die Durchblutung anregen und entgiftend wirken.

Der Geschmack der festfleischigen Aroniabeeren ist süß-säuerlich-herb und stark adstringierend, weshalb sie selten roh, sondern meist als Saft, in getrockneter oder gekochter Form (Gelees, Saucen) konsumiert werden. Aroniasaft als direkter Muttersaft (Direktsaft, Saft aus der ersten Pressung, enthält sämtliche Trubstoffe = sekundäre Pflanzenstoffe) kann durch die Pflanzenbegleitstoffe zum Gleichgewicht der Darmflora beitragen, denn dunkle Farbstoffe beleben den Darm am effektivsten. Wegen der kräftigen Farbe wird sie häufig als Ersatz für Lebensmittelfarben verwendet. Aber Vorsicht: Die intensive Farbe hinterlässt hartnäckige Flecken!


Die Königin der Beeren
Die Aroniabeere ist eine Schatzkammer an Biovitalstoffen mit einem urig-herben Geschmack. Die dunklen Farbstoffe (Pflanzenbegleitstoffe) dienen der Beere als Schutzmantel gegen Krankheiten und Schädlinge.

Österreichische Aronia-Produkte
Die in Osttirol beheimatete Firma „Aronialand“ bietet ein umfangreiches Sortiment an österreichischen Aroniaprodukten – vom Direktsaft über Premiumliköre bis hin zum Aronia Cremehonig.


Kontakt/Bestellung

Josef Gomig
Alkus 15
9951 Ainet
Tel.: 0660/1222622
www.aronialand.at

Franz Josef
Schützenhofer
8093 Wiesdorf 11
Tel.: 0664/4934347
www.derfranzjosef.at

Buchtipp: „Aronia, die Powerbeere aus der Eiszeit“
(Bestellung über Internet: www.aronialand.at)