Beeren – Gesunde Fruchtzuckerln aus der Natur

Süß, säuerlich oder herb und in welcher Form und Farbe auch immer genossen – Beeren sind der Beweis dafür, dass Naschen sehr gesund sein kann!

Foto: AMA MarketingBeeren schmecken nicht nur köstlich, sie sind auch sehr gesund und sollten daher oft genug am Speiseplan stehen. Die kleinen Früchtchen enthalten viele Vitamine und reichlich wertvolle Mineral- und Ballaststoffe. Auffallend ist ihr hoher Gehalt an Mangan, Kalium und Eisen. Zusätzlich enthalten Beeren viel Vitamin C, das hilft, Infektionen vorzubeugen und das Immunsystem stärkt. Die enthaltenen Pektine (wasserlösliche Ballaststoffe) sind in Verbindung mit den Fruchtsäuren sehr gesund für den Darm und wirken cholesterinsenkend. Da Beeren durch die Pektine besonders leicht gelieren, eignen sie sich auch besonders gut zum Einkochen. Das wertvollste, was Beeren zu bieten haben, sind jedoch ihre sekundären Pflanzenstoffe. Diese Stoffe bilden Pflanzen zu ihrem eigenen Schutz, sie schützen aber gleichermaßen auch den Menschen vor Viren, Entzündungen und sogar vor Krebs! Und da man Beeren nicht schält, ist der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen besonders hoch! Außerdem sind Beeren kalorienarm weshalb sie als Diätkost, aber auch um die schlanke Linie zu halten empfehlenswert sind.   

 

Heidelbeeren – kugelrund, tiefblau und gesund

Von Mitte Juni bis Ende August freuen sich die Gaumen der Genießer über wunderbar aromatische Heidelbeeren. Mit ihrem süßsäuerlichen Aroma sind sie für Süßspeisen aller Art bestens geeignet.

Doch die schmackhaften Früchte aus Wald und Wiese sind auch sehr gesund. Die natürlichen Antioxidantien wirken gegen schädliche freie Radikale und schützen vor Entzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Augenleiden.

 

Allgemeines

Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus L.) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Im deutschen Sprachgebrauch werden sie allgemein als Heidel- oder Blaubeeren bezeichnet. Botanisch gesehen ist die Heidelbeere eine so genannte Schein- oder Halbfrucht, da sie nicht nur durch den Fruchtknoten, sondern auch durch andere Organe gebildet wird.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Kultur- oder Waldheidelbeeren. Das kräftige Aroma erreichen beide nur, wenn sie vollreif geerntet werden.

Kulturheidelbeeren, die heute in Plantagen angebaut werden, sind überwiegend Kreuzungen aus den in Nordamerika beheimateten Naturheidelbeeren (Vaccinium angustifolium) und den Strauch- oder Kultur-Heidelbeeren (Vaccinium corymbosum). Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden 75 bis 100 neue Sorten kultiviert. Als Kulturobst erreichen Heidelbeeren beinahe die Größe von Kirschen, haben kaum Kerne und einen farblosen Saft während die Waldheidelbeere den Mund blau einfärbt. Waldheidelbeeren wachsen sehr gut auf nährstoffarmen und sauren Böden, vorwiegend in Heide- und Moorlandschaften oder in lichten Wäldern. In den Alpen findet man sie in der subalpinen und alpinen Stufe. Im Unterschied zu den Kulturheidelbeeren erreichen Waldheidelbeeren nur etwa die Größe einer Erbse. Kulturheidelbeeren gedeihen auch im eigenen Garten. Auf lockerem, saurem Boden bei reichlicher Düngung an einem sonnigen Standort bilden sie bis zu zwei Meter hohe Sträucher, die pro Saison drei bis fünf Kilogramm Beeren abwerfen. Auch wilde Heidelbeeren können im Garten kultiviert werden. Sie geben allerdings weniger Ertrag. Kulturheidelbeeren sind zudem größer und weißfleischig und wegen ihrer dickeren Schale länger haltbar als Waldheidelbeeren, die jedoch ein einzigartigeres Aroma aufweisen.

 

Inhaltsstoffe

Frische Heidelbeeren liefern dem Körper viele Vitamine, Mineralstoffe und erfrischenden Fruchtsäuren. Sie enthalten viel wertvolles Mangan, das beim Aufbau des Bindegewebes unterstützt. Zusätzlich sind Heidelbeeren reich an Vitamin E. Für die gesundheitsfördernde Wirkung der Heidelbeere ist der hohe Gehalt an Pflanzenfarbstoffen besonders interessant. Anthocyane wirken als Antioxidantien. Damit sind sie in der Lage schädliche freie Radikale im Körper zu neutralisieren und unschädlich zu machen. Deshalb gelten die Radikalfänger als Schutzfaktoren vor Herz-Kreislauferkrankungen und entzündlichen Darmerkrankungen, die unter anderem durch einen Überschuss an freien Radikalen ausgelöst werden. Die blauen Pigmente sollen aber auch gegen Viren, Bakterien, Krebs und Diabetes wirken und die Nervenzellen schützen.

Wer den ganzen Tag vor dem Computer sitzt, kann seine Augen durch den Genuss von Heidelbeeren schützen. Denn Anthocyane fördern die Blutversorgung der Augennetzhaut und verbessern das Sehvermögen. Der sekundäre Pflanzeninhaltsstoff Resveratrol, der in Heidelbeeren enthalten ist, hilft bei der Regulation des Cholesterinspiegels.

 

Verwendung in der Küche

In der Küche können die frischen und getrockneten Früchte sowie die Laubblätter verwendet werden. Frische Heidelbeeren sind ein optimaler Vitalspender für zwischendurch. Sie können sofort nach dem Waschen genossen oder mit Joghurt, Topfen oder Buttermilch zu einem schnellen Frucht-Shake vermischt werden. Aber auch als Mus, Marmelade oder Saft schmecken Heidelbeeren ausgezeichnet. Die getrockneten Früchte wirken durch den Gerbstoffgehalt stopfend. Daher können sie bei akuten oder unspezifischen Durchfallerkrankungen angewendet werden. Bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut können sie auch zur lokalen Behandlung eingesetzt werden. Frische Früchte wirken allerdings leicht abführend. Heidelbeerblätter werden als Tee bei Durchfall, Magenbeschwerden und äußerlich zu Waschungen und Umschlägen bei Entzündungen verwendet. Bei ca. 0 °C sind sie bis zu 5 Tage lagerfähig, am besten auf einem Teller oder in einer flachen Dose ausgebreitet, denn sie sind äußerst druckempfindlich.

 

Lagerung

Beeren sind äußerst empfindlich gegen Druck und sind auch im Kühlschrank nur bis zu drei Tage haltbar. Aus diesem Grund sollten sie möglichst reif gekauft und rasch verspeist werden. Sollte das nicht möglich sein, ist es ratsam die Beeren einzufrieren. So halten sie sich 6-10 Monate. Zum Einfrieren die Beeren zuersdt auf einem Tablett einzeln auflegen und schockgefrieren. Danach in Gefrierbeutel abfüllen oder als Mus in kleinen Behältern. Beim Auftauen verlieren Beeren ihre Konsistenz, daher am besten im gefrorenen Zustand für Aufläufe oder Kuchen verwenden.

Beim Einkauf sollten nur möglichst pralle Früchte im Einkaufskorb landen. Zum Reinigen die Früchte mit Stielen nur kurz in stehendes Wasser tauchen und anschließend auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. 

 

Himbeeren – einfach himmlisch

Die zarten Früchte mit dem unvergleichlichen Aroma zergehen förmlich auf der Zunge. Doch auch an Inhaltsstoffen können Himbeeren einiges bieten. Sie enthalten das Flavonoid Rutin, das die Blutgefäße stärkt und bei Krampfadern hilft. Die enthaltene Salicylsäure wirkt entzündungshemmend, die Ellagsäure ist wirksam gegen freie Radikale und kann so Krebserkrankungen vorbeugen.

Himbeeren reagieren höchst sensibel gegen Druck. Mit Kelch halten sie länger. Beim Einkauf sollte auf unversehrte Früchte geachtet werden, die keinen Schimmelbefall aufweisen. Himbeeren vorsichtig im stehenden Wasser säubern und sofort verspeisen oder einfrieren.

 

Brombeeren – ein herb-süßer Genuss

Süß und gleichzeitig herb, aber auch fruchtig und manchmal säuerlich – Brombeeren sind einfach einzigartig im Geschmack. Die schwarz-violetten Beeren sind ein Spätstarter, denn ihre Saison dauert von Mitte Juli bis Mitte Oktober.

Brombeeren zählen zu den wichtigsten Vitamin A-Lieferanten, das gut für unser Sehvermögen ist. Zudem enthalten sie die Mineralstoffe Kalzium und Magnesium, die Brombeersaft zu einem beliebten Mittel gegen Heiserkeit und Halsschmerzen machen.

Brombeeren reifen nicht nach und müssen daher unbedingt vollreif geerntet bzw. gekauft werden. Reife Früchte lassen sich leicht von den Stielen lösen. Da Brombeeren sehr empfindlich gegen Druck, Wärme und Sonnenlicht sind, sollten sie nicht lange aufgehoben werden. Sie eignen sich jedoch sehr gut zum Einfrieren.

 

Johannisbeeren – sauer macht lustig

Aromatisch säuerlich erfrischen Johannisbeeren den ganzen Körper. Die kleinen „Perlen“ sind jedoch nicht nur köstlich im Geschmack, sondern auch für die Gesundheit sehr wertvoll. Das gilt für die schwarzen Johannisbeeren in noch höherem Maße als für die roten.

Johannisbeeren sind wahre Vitaminbomben! Bereits 50 g  schwarze Johannisbeeren decken den Tagesbedarf an Vitamin C. Außerdem wirken sie appetitanregend und stärken das Immunsystem. Durch ihren hohen Gehalt an Kalium, Eisen und Kalzium schützen sie den Körper vor Infektionen.

Frische Johannisbeeren hängen beim Kauf noch an den Stielen. Sie sollten auch mit Stielen gewaschen werden, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen. Danach die Ribiseln mit einer Gabel von den Stielen streifen und möglichst rasch verbrauchen! Sie halten sich nur 2-3 Tage!

 

Stachelbeeren – rote und grüne Vitaminspender

Je nach Reife und Sorte können Stachelbeeren von gelblich-grün bis dunkelrot alle Farben annehmen. Nur wirklich reife Beeren schmecken süß und können roh gegessen werden. Unreife Früchte eignen sich zum Backen und zum Kochen, da ihre Schale nicht so leicht platzt.

Stachelbeeren enthalten viel Silizium für starke Blutgefäße, weshalb sie für Menschen mit Venenschwäche besonders wertvoll sind. Zudem enthalten Stachelbeeren die Mineralstoffe Kalzium und Kalium und viel appetit- und verdauungsanregende Fruchtsäure.

Beim Einkauf kann man meist wählen zwischen vollreifen und grünreifen Beeren. Vollreife Beeren müssen ganz frisch eingekauft werden und halten sich im Kühlschrank auch nur höchstens 3-4 Tage. Grünreife Beeren kann man länger lagern. Außerdem sind sie nicht so druckempfindlich. 

 

 

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