CO2-Rucksack als Pickerl von Lebensmitteln

Lange Transportwege mit dem Flugzeug oder mit dem LKW belasten die Umwelt. Zukünftig sollen die Produkte je nach Länge des Transportweges gekennzeichnet werden.

Dr. Stephan Mikinovic (GF AMA Marketing), Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll und Dr. Stefan Giljum (Sustainable Europe Research Institute) prässentieren die neue Studie Für die Regionalität und Saisonalität von Lebensmitteln gibt es viele gute Gründe. Durch die Klima-Debatte ist ein wichtiger Grund dazugekommen: Der CO2-Rucksack von Lebensmitteln ist ein Problembereich, weil er massiv zum Klimawandel beiträgt. Wichtig ist aber auch zu wissen, dass jede Konsumentin und jeder Konsument durch bewusstes Einkaufen zum Klimaschutz beitragen kann. Die Agrar Markt Austria (AMA) hat exemplarisch einige Produkte auf die Transportbelastung durchrechnen lassen. Dabei geht es nicht um einen absoluten Verzicht auf ausländische Lebensmittel, sondern darum, Bewusstsein zu schaffen für mehr Regionalität und mehr Saisonalität und damit für einen verbesserten Klimaschutz, erklärte Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll.

10 Prozent mehr regionale Lebensmittel sind minus 116.000 Tonnen CO2
Der Einkauf von regionalen und saisonalen Produkten trägt wesentlich zur Verringerung von CO2-Emissionen bei. So werden beispielsweise durch den Kauf von 10 Prozent mehr regionalen Lebensmitteln diese Waren statt durchschnittlich 1.700 Kilometer nur mehr 150 Kilometer weit transportiert. Das bedeutet eine Reduzierung der gefahrenen LKW-Kilometer um 166 Millionen pro Jahr. Das entspricht einer Reduktion von 116.000 Tonnen CO2.

Äpfel aus der Steiermark belasten kaum die kaum die Umwelt
Äpfel sind hinsichtlich des CO2-Ausstoßes nicht gleich Äpfel. Aufgrund enormer Transportwege und wenig umweltfreundlicher Transportmittel wie LKW sind die CO2-Belastungen, die der Transport eines Apfels aus Kapstadt nach Wien im Vergleich zu einem Apfel aus der Steiermark nach Wien verursacht, 12 Mal höher.