Das duftet & schmeckt - Mit Blüten kochen und backen

Blüten sind in der Küche vielseitig verwendbar. So kann man z. B. Blütendolden in Tropfteig herausbacken und viele andere Blüten als Zutaten für unterschiedlichste Gerichte verwenden. Aus verschiedensten Blüten macht man Sirup oder Honig, die sich hervorragend zum Aromatisieren von Desserts, Mehlspeisen und Getränken eignen. Durch das Einlegen von Blüten kann man auch Essig, Wein oder Milch aromatisieren. Und schließlich kann man Blüten für Teemischungen oder zur Herstellung von Blütenzucker oder Blütensalz trocknen.

 

Beim Sammeln, Verarbeiten oder Trocknen von Blüten sind großteils dieselben Punkte zu beachten wie bei Kräutern. Am wichtigsten ist es, nur solche Blüten zu sammeln, von denen man sich absolut
sicher ist, dass sie zum Verzehr geeignet sind. Die Blüten am besten an trockenen Tagen am späten Vormittag ernten (nachdem der Morgentau verschwunden ist und die Blüten aufgegangen sind; die Pflanzen besitzen dann die stärkste Würzkraft). Nach einer Regenperiode sollte man einige schöne Tage abwarten, da die Blüten erst wieder Aromastoffe entwickeln und die Restfeuchtigkeit abgeben müssen.

 

 

Sammeln
Der Standort, an dem Blüten gesammelt werden, darf nicht umweltbelastet sein. Unbedingt darauf achten, dass die Blüten frei von Ungeziefer sind, weil man sie vor der Verwendung oder vor dem Trocknen nicht waschen soll. Die Blüten sollen voll erblüht sein, aber am Blühbeginn stehen und werden am besten luftig in einen Korb oder in ein Leinensäckchen gesammelt. Vor dem Verarbeiten oder Trocknen noch einmal gründlich nach Verschmutzung oder Ungeziefer durchsehen.

 

Trocknen
Wichtig ist, den Trocknungsprozess möglichst kurz zu halten, damit wenig Inhalts- und Aromastoffe verloren gehen. Blüten niemals in der Sonne oder in der Küche trocknen, da sich ihre Wirkstoffe und ihr Duft durch Sonneneinstrahlung, Kochdunst und Wasserdampf vermindern. Ein gut durchlüfteter, nicht zu heller Dachboden ist zum Trocknen ideal. Alternativ kann man Blüten auch auf der Heizung oder im Backofen bei leicht geöffneter Tür bei 50 °C trocknen. Einzelne Blüten (z. B. Lindenblüten) oder Blütenblätter (z. B. Rosenblütenblätter) auf Baumwolltücher zum Trocknen auflegen und zwischendurch immer wieder durchmischen. Blütendolden (z. B. Holunderblüten) am besten einzeln auf eine Wäscheleine hängen (natürlich ebenfalls nicht in der Sonne!), damit sie von allen Seiten genügend Luft bekommen, ihre Blütenfarbe behalten und sich nicht unappetitlich braun verfärben.

 

Lagern
Zum Lagern sollte man die Blütendolden, -blätter oder Einzelblüten möglichst ganz lassen. Je feiner die Blüten zerkrümelt werden, desto schneller verlieren sie ihr Aroma. Zum Aufbewahren eignen sich große Glasbehälter mit Schraubverschluss oder Papiersäcke gut, diese immer trocken und lichtgeschützt lagern!

 

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