Die Steiermark hat neue Mosthoheiten

Cornelia I. ist neue Most- und Fruchtsaftkönigin, Prinzessin Melanie steht ihr zur Seite. Am 22. März beim 125-Jahr-Jubiläum des Landes-Obst-, Wein- und Gartenbauvereins werden die neuen Hoheiten gekrönt.

Mit Cornelia übernimmt eine hochkompetente Regentin für zwei Jahre das Zepter für die öffentlich wirksame Präsentation von Obstverarbeitungsprodukten. Die neue Most- und Fruchtsaftkönigin stammt aus Lembach bei Breitenfeld an der Rittschein und hat die Höhere Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg mit Matura abgeschlossen. Außerdem hat sie die Obst- und Weinproduktion auf dem elterlichen Betrieb mitaufgebaut. Weiters hat die Klarinettistin die Kosterprüfung erfolgreich absolviert und auf renommierten Betrieben in Österreich und Südtirol praktische Erfahrungen in der Obstverarbeitung gesammelt. Derzeit ist die neue Most- und Fruchtsaftkönigin Angestellte bei den Obst-Partnern-Steiermark (Opst).

Cornelia zu ihrer neuen Aufgabe: „Ich freue mich auf viele Auftritte, bei denen ich die Vorzüge für heimische Obstprodukte wie Most, Fruchtsäfte, Brände, Marmeladen und Apfelchips bis hin zu Dörrobst präsentieren darf.“

Die Werbetrommel für heimische Obstverarbeitungsprodukte rührt auch Prinzessin Melanie: „Ich arbeite gerne auf dem elterlichen Obst- und Weinbaubetrieb in Auersbach bei Feldbach mit. Ich bin von der steirischen Vielfalt der Obstprodukte begeistert“.

Die bisher regierende Most- und Fruchtsaftkönigin Anna I. dankt am 22. März nach vierjähriger Regentschaft ab. Die Krönung der neuen Hoheiten wird am 22. März um 16 Uhr in der Kirschenhalle in Hitzendorf anlässlich des 125. Bestandsjubiläums des Landes-Obst-, Wein- und Gartenbauverbandes Steiermark stattfinden. Die Regentschaft von Königin Cornelia I. und Prinzessin Melanie wird zwei Jahre dauern. Voraussetzungen für dieses mäjestätische Amt sind eine entsprechende fachbezogene Ausbildung sowie die Herkunft von einem Obstverarbeitungsbetrieb, die beide Hoheiten mitbringen.

Die Produktpalette der bäuerlichen Obstverarbeitungsbetriebe ist vielfältig. Die klassischen steirischen Obstverarbeitungsprodukte sind Most, Fruchtsäfte und Edelbände. Immer größere Bedeutung gewinnen auch Essige, Marmeladen, Gelees, Chutneys, Dörrobst beziehungsweise Apfelchips. Für die Obstverarbeitung werden nur Früchte erstklassiger und sortenreiner Qualität verwendet. Die seit 29. Jänner 2014 in Kraft gesetzte Qualitätsmostverordnung ermöglicht den Obstverarbeitern – ähnlich wie im Weinbau – eine staatliche Prüfnummer für die Obstweine (Moste) zu beantragen. Sie garantiert den Konsumenten höchste Qualität, die sensorisch und analytisch geprüft ist.

Zahlen und Fakten: In der Steiermark gibt es 500 bäuerliche Obstverarbeiter. Rund 4.000 Tonnen Äpfel und Birnen werden jährlich zu rund drei Millionen Liter Säften und Mosten verarbeitet. Aus rund 400 bis 600 Tonnen Äpfel werden etwa 13.000 Liter Edelbrände hergestellt. Eine untergeordnete Rolle spielen Marmeladen, Gelees, Chutneys und Dörrobst. Stark im Kommen sind Essige und Apfelchips.