Es ist wieder Spargelzeit!

Was wären die Monate Mai und Juni ohne Spargel! Der Frühjahrs-Klassiker hat wieder Hochsaison und wir haben die besten Tipps und Rezepte dazu!

Geschichtliches

Spargel ist als Gemüse und Heilpflanze seit mehr als 4.000 Jahren bekannt. Bereits  die Ägypter genossen Spargel und auch im alten Griechenland und Rom schätzte man ihn als Heil- und Genusspflanze. Bis ins 16. Jahrhundert wurde Spargel in Mitteleuropa hauptsächlich in Klöstern und Apothekengärten angebaut, bis er im 17. Jahrhundert als Luxusspeise seinen Einzug in die europäischen Fürstenhäuser feierte. Im 18./19. Jahrhundert entdeckte man, dass Spargel die weiße Farbe behält, wenn er keinem Sonnenlicht ausgesetzt wird.

Grün, weiß oder rot – gesund sind sie alle

Nicht nur der grüne, auch der weiße und der Purpur-Spargel sind kulinarische Markenzeichen der Monate Mai und Juni.Der König unter den Spargel-Sorten ist der weiße Spargel. Die dicken Stangen haben festes Fleisch und einen feinen mild-würzigen Geschmack. Er wächst in Erdwällen und darf nicht an die Sonne gelangen, da er sonst seine weiße Farbe nicht behält. Bei der Ernte muss er mühsam aus den Wällen herausgestochen werden, vor der Zubereitung ist das sorgfältige Schälen wichtig, da die Schale zäh und faserig ist. Grüner Spargel wächst oberirdisch. Durch die Sonnenstrahlung bildet er Chlorophyll, das ihm die grüne Farbe und den würzigeren Geschmack verleiht. Er ist preiswerter als der weiße Spargel, weil er leichter zu züchten und leichter zu ernten ist. Außerdem muss er kaum geschält werden und hat eine kürzere Garzeit. Purpurspargel ist eine besondere Form des grünen Spargels und zeichnet sich durch seine rot-violette Farbe und seinen nussigen Geschmack aus.

Spargel ist kalorienarm, enthält Eiweiß, Ballaststoffe, viele Vitamine und Mineralstoffe. Er reinigt das Blut, regt den Stoffwechsel an, schwemmt Giftstoffe aus dem Körper, unterstützt Leber-, Nieren- und Lungenfunktion und verhilft zu reiner Haut. Menschen mit schweren Nierenleiden oder Gicht sollten wegen der Purine im Spargel, die im menschlichen Körper zu Harnsäure umgewandelt werden, beim Genuss von Spargel vorsichtig sein und erst nach Absprache mit dem Arzt Spargel konsumieren.

Einkauf und Lagerung

Spargel sollte möglichst frisch gekauft und sofort verarbeitet werden, da er mit zunehmender Lagerung faseriger und holziger wird. Frischen Spargel erkennt man an den geschlossenen Köpfen, an saftigen und frisch aussehenden Schnittflächen und am quietschenden Geräusch, wenn man die Stangen aneinanderreibt. Kaufen Sie Spargel wenn möglich ab Hof und verzichten Sie auf Importware. Frischer Spargel kann im Kühlschrank – in ein feuchtes Tuch gewickelt – bis zu drei Tage aufbewahrt werden.

Spargel richtig essen

Früher wurde Spargel mit den Fingern gegessen, da die Bestecke aus Silber oder nicht-rostfreiem Stahl durch die schwefelhaltigen Verbindungen im Spargel anliefen. Das Essen mit den Fingern stellt keine Verletzung des Anstandes und der Etikette dar, und auch heute schwören Feinschmecker darauf, den Spargel mit dem Daumen und dem Zeigefinger am Ende zu halten und das Köpfchen in die Sauce zu tauchen. Selbstverständlich können Sie aber heute auch Messer und Gabel benutzen!

 

So, jetzt aber genug der Theorie! Starten Sie ins Spargel-Vergnügen! Hier finden Sie die besten Rezepte und Tipps zum Thema:

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