Es wird scharf im Steirerland

Steirischer Kren macht die heimische Küche noch schärfer und gesünder. 30 steirische Hauben- und Meisterköchinnen starten in ihren Restaurants „Scharfe Wochen“ und servieren neukreierte Krenköstlichkeiten. Die Haubenköche Hans Peter Fink (2 Hauben) und Didi Dorner (3 Hauben) sind die Promotoren dieser Initiative.

Von 30. März bis 13. April werden die scharfen Wochen von stattfinden, dabei unterstützen 30 steirische Hauben- und Meisterköchinnen diese Initiative mit eigens kreierten Krenrezepten und Neuinterpretationen bestehender Rezepte. Empfehlenswert sind beispielsweise „Spargel mit Serranoschinken und Lachs-Kren-Sauce“, „Tafelspitz vom Almo mit Semmelkren, Erdäpfelschmarrn und Apfelkren“, „Fischsuppe mit Krennockerl“ oder „Geeiste Krennockerl auf Bratapfelröster“. „Diese scharfen Wochen sollen Startschuss dafür sein, dass Kren in der heimischen Küche künftig einen fixen Platz einnehmen soll“, so Vizepräsidentin Maria Pein.

„Steirischer Kren will täglich seinen Herrn sehen und braucht eine sehr umsichtige Pflege“, betont Martin Kern, Obmann der steirischen Krenbauern. Das unterscheidet steirischen Kren g.g.A. von namlosen Produkten. Und weiter: „Für einen Hektar Kren wenden wir rund 1.000 Stunden pro Jahr auf, heben ihn im Frühjahr sogar aus der Erde und entfernen Seitenwurzeln, damit die Krenwurze kräftig und der Krenkopf dick werden können.“

Gewürdigt wurden diese Bemühungen durch die geschützte Herkunftsbezeichnung durch die EU. Steirischer Kren ist wurde 2009 mit dem Herkunftsschutz g.g.A. (geschützte geografische Angabe) versehen. Dieses Gütesiegel darf nur verwendet werden, wenn steirischer Kren drinnen ist und er in der Steiermark auch verarbeitet wurde.

Steirischer Kren ist ein Wurzelgemüse, welches sich vor allem durch den würzigen Geschmack und die einzigartige Schärfe auszeichnet. Das Illyrische Klima und beste Bodenverhältnisse in der Steiermark machen den Steirischen Kren zu einer Besonderheit, der kulinarisch seinen Siegeszug durch die heimischen Küchen längst angetreten hat. Weniger bekannt ist hingegen, dass er auch die natürliche Widerstandskraft aktiviert, vor Erkältungen schützt, die Verdauung fördert und stabilisiert, Herz und Kreislauf stimuliert und durch seinen natürlichen Reichtum an schwefelhaltigen ätherischen Ölen bakterienhemmend wirkt.

Diese wertvollen Wirkstoffe nutze auch die Gleisdorfer Apothekerin Mag. Ulli Mayr und kreierte eine Krenwurzensalbe. Äußerlich angewendet wirkt er wohltuend und durchblutungsfördernd.