Filmtage „Hunger.Macht.Profite“

Im April touren die Filmtage zum Recht auf Nahrung zum fünften Mal durch Österreich. In Vorarlberg, Oberösterreich, Steiermark und Wien werden seltene Dokumentation, darunter drei Österreich-Premieren, gezeigt.

Ziel des Veranstaltungsteams (FIAN, ÖBV-Via Campesina Austria, AgrarAttac und normale.at) ist es, ein Forum zu schaffen, um mit dem Publikum über gewinndominierte Agrarindustrie, spekulationsbedingte Hungerkrisen, ökologischen Raubbau und Alternativen zu diskutieren. Fast eine Milliarde der Weltbevölkerung hungert, der Großteil davon Frauen und das, obwohl Nahrung für zwölf Milliarden Menschen produziert wird. Hunger ist eine Verletzung des Menschenrechts auf Nahrung und seine Ursachen strukturell ökonomisch, einige davon stellen die diesjährigen Filmtage vor.

 

 Allein in Afrika wurde in den letzten fünf Jahren Agrarland in der Größe Westeuropas verkauft. Verschiedene Beispiele für Land Grabbing zeigt der Film "Planet zu verkaufen" (Foto links). In Äthiopien wurden der lokalen Bevölkerung bereits riesige Flächen für den Blumenanbau entrissen, damit es in Europa auch im Winter Rosen zu kaufen gibt.

 

Der Hunger im globalen Süden und der westliche Lebens- und Konsumstil sind untrennbar miteinander verknüpft; es führt zu dem Paradox, dass die Einen satt macht, was andere hungern lässt. "Der Preis für unser Gemüse…" berichtet über die ausgebeutete wie gesundheitsgefährdende Lage der ErntearbeiterInnen in der spanischen Gemüseregion Almería.

Die Gegensätze zwischen Genuss und Gewinn treten beim Fleischkonsum am stärksten hervor. Damit und mit der Tierleid verursachenden Massenhaltung beschäftigt sich "LoveMEATender".

Die preisgekrönte Doku "Raising Resistance" behandelt die Auswirkungen des wichtigsten Futtermittels industrieller Tierhaltung: Soja.

Der Schweizer Film "Frische Wege" stellt neue Vertriebswege vor und sensibilisiert für ein nachhaltiges Veränderungspotenzial.

Alle Filme, Termine und Informationen unter: www.hungermachtprofite.at