Fruchtige Herbstschätze: Hagebutten und Preiselbeeren

 

Leuchtend rot blitzen uns Hagebutten und Preiselbeeren aus dem Wald entgegen. Dass sich aus den kleinen Wildfrüchten mehr machen lässt als Kompott und Tee, beweisen die folgenden Rezepte.

 

 

Grüß Gott, Frau Kompott! Freut mich sehr, Preiselbeer!

Hagebutten und Preiselbeeren gehören zum Herbst wie bunte Blätter und Herbstnebel! Es wurde von der Natur gut eingerichtet, dass diese Früchtchen vor dem langen, grauen Winter reifen, denn sie enthalten viel Vitamin C, das der Körper jetzt braucht, um sich für die kalte Jahreszeit zu rüsten.

Hagebutten …

Hagebutten … sind die Früchte verschiedener Rosenarten, im Besonderen die der Hundsrose (Rosa canina), und werden hierzulande auch als „Hetschebetsch“ bezeichnet. Sie werden sogar in einem Kinderlied besungen („Ein Männlein steht im Walde...“). Wild wachsende Rosen sind wertvolle Nähr- und Schutzgehölze für viele Tierarten. Hat man keinen eigenen Rosenstrauch im Garten stehen, sind frische Hagebutten in der Stadt nur schwer zu bekommen. Aber wenn man hinaus in die Natur geht und sich die Mühe macht, sie am Waldrand oder an einer Lichtung frisch vom Strauch zu pflücken, wird man mit einem feinherben Aroma belohnt. Das Wildobst ist dann reif, wenn die Schale auf Druck nachgibt und sich die Früchte leicht vom Strauch pflücken lassen. Je später im Herbst man es pflückt, desto süßer ist es. 
Hagebutten sind Sammelnussfrüchte, die man auch roh essen kann. Allerdings muss man vorher die Nüsschen im Inneren entfernen, denn sie haben Härchen, die bei Hautkontakt zu Juckreiz führen können (werden von Kindern auch gerne zu „Juckpulver“ verarbeitet). Wer es sich im Herbst nicht zeitlich einrichten konnte, Hagebutten zu sammeln, kann dies problemlos im Winter machen, wenn die Früchte auf dem Strauch bleiben. Das Durchfrieren schadet ihnen nicht.
Wenn man sie nach dem ersten Frost erntet, werden sie weicher und schmackhafter, so können die Früchte sogar roh genascht
werden.
Hagebutten sind reich an Vitamin C und A, aber auch an Vitamin B1 und B2, Fruchtsäuren, Pektinen und Lykopin. Lykopin gehört zu den Carotinoiden und ist vor allem in Paradeisern und eben in Hagebutten zu finden, soll vor Herzinfarkt schützen und Krebs vorbeugen.

 

Preiselbeeren …

Preiselbeeren … werden in Österreich auch „Granten“ genannt und dürfen als Kompott oder Marmelade vor allem bei keinem Wildgericht fehlen.
Auch neben einem Wiener Schnitzel oder gebackenem Käse machen sie sich gut und sorgen für eine interessante Geschmackskombination. Die kleinen roten Beeren können aber mehr!
Botanisch gesehen sind Preiselbeeren mit der Heidelbeere verwandt, wachsen am Waldrand, im lichten Hochwald und sogar bis in gebirgige Lagen, weil sie auch Temperaturen bis -20 °C noch aushalten. Der immergrüne Zwergstrauch wird meistens bis 20 cm hoch und trägt bereits Ende August die zuerst weißen, dann roten Beeren. Roh schmecken Preiselbeeren säuerlich oder vielleicht sogar ein wenig bitter, was am hohen Gehalt an Fruchtsäuren wie z. B. Ascorbinsäure (besser bekannt als Vitamin C) liegt. Preiselbeeren sind außerdem reich an B-Vitaminen und Provitamin A, an Mineralstoffen, vor allem an Kalium, Kalzium und Magnesium. Bekannt ist die Wirkung von Preiselbeersaft und -tee bei Nieren- und Blasenleiden. Auch bei Rheuma und einem zu hohen Cholesterinspiegel können Preiselbeeren helfen. Früher fand man das immergrüne Kraut in Brautsträußen als Symbol für die Ewigkeit.

 

Die Rezepte

Kaninchenrücken mit Hagebuttensauce und Erdäpfelkroketten

 

Kaninchenrücken mit Hagebuttensauce und Erdäpfelkroketten


Palatschinken mit Preiselbeeren

 

Palatschinken mit Preiselbeeren

 

Preiselbeerauflauf

 

Preiselbeerauflauf

 

Kareesteak mit Kürbis und Ingwer-Preiselbeeren

 

Kareesteak mit Kürbis und Ingwer-Preiselbeeren

 

Topfen-Blätterteigkronen mit Hagebuttenmarmelade

 

Topfen-Blätterteigkronen mit Hagebuttenmarmelade

 


Weitere Infos:

 

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Kochen & Küche Oktober 2017