Gen-Soja in Tofu: Entwarnung

Die Zeitschrift "Konsument" hat für seine August-Ausgabe 12 Tofu-Proben aus Lebensmittelgeschäften und Restaurants auf gentechnisch verändertes Soja getestet.

Für die einen ist Tofu lediglich eine geschmacklose Masse, für die anderen ein unerlässlicher Bestandteil der kulinarischen Genüsse der asiatischen Küche. Auch wenn sich geschmacklich die Geister scheiden, besteht in Österreich große Einigkeit in der Ablehnung gentechnisch veränderter Lebensmittel - und damit auch von Gen-Soja. Die Zeitschrift "Konsument" hat für seine August-Ausgabe 12 Tofu-Proben aus Lebensmittelgeschäften und Restaurants auf gentechnisch verändertes Soja getestet. Kein Tofu war mit der Deklaration "aus genetisch veränderten Sojabohnen" versehen.

Das Ergebnis: Zwei Produkte waren gänzlich frei von Gen-Soja, in den restlichen konnten lediglich Spuren von gentechnisch verändertem Soja festgestellt werden. Weltweit stammen inzwischen etwa 60 Prozent der Soja-Produktion aus gentechnisch veränderten Pflanzen. Zwar ist in EU-Ländern Gen-Soja für den kommerziellen Anbau nicht zugelassen, der Verkauf von Lebensmitteln aus Gen-Soja ist aber erlaubt - wenn auch in Österreich derzeit nicht üblich. Derartige Lebensmittel müssen aber grundsätzlich entsprechend gekennzeichnet sein, auch in Restaurants oder Kantinen.

Für den "Konsument"-Test wurde Tofu der Sorte "natur" in Supermärkten, Bio-Supermärkten und am Marktstand gekauft. Aus Restaurant-Ketten wurde gebratener Tofu bzw. Tofu mit Nudeln und Gemüse untersucht. In zwei Tofu-Proben war überhaupt kein genverändertes Soja nachweisbar. In den meisten anderen Proben waren die Spuren von Gen-Soja gering (jeweils unter 0,1 Prozent), lediglich in einem Produkt wurde ein etwas höherer Anteil gefunden (Tofu von "Blue Dragon"; 0,16 Prozent). Sämtliche Proben bewegen sich aber noch im Rahmen des Zulässigen. Denn "zufällig und technisch nicht zu vermeidende Verunreinigungen" von Lebensmitteln durch gentechnisch veränderte Organismen müssen erst ab bestimmten Schwellenwerten deklariert werden.

Selbst in Bio-Produkten, bei denen der Einsatz von Gentechnik untersagt ist, können Verunreinigungen gefunden werden, zum Beispiel durch Pollenflug. "Sobald gentechnisch veränderte Pflanzen in der Landwirtschaft zur Lebensmittelproduktion genutzt werden, sind solche Verunreinigungen kaum vermeidbar", weiß "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Nina Zellhofer. Weitere Informationen und Tipps zu diesem Thema finden Leser abdem 24. Juli im "Konsument" und ab sofort online auf www.konsument.at.

 

Tofu richtig zubereiten