Greenpeace Schoko-Nikolo Test

Auch in diesem Jahr hat das Team des Greenpeace Online-Einkaufsratgebers marktcheck.at Nikolaus-Schokoladen unter die Lupe genommen. Fazit: Mehr als 80 Prozent der Produkte schneiden nach wie vor bei Ökologie, Tierschutz und/oder sozialen Aspekten schlecht ab.

Insgesamt wurden 23 Nikolaus-Schokoladen überprüft. Lediglich vier Produkte können bedenkenlos empfohlen werden. „Wer mit gutem Gewissen Schokolade genießen möchte, sollte zu Bioprodukten mit Fairtrade-Gütesiegel greifen. Diese sind uneingeschränkt empfehlenswert“, sagt Claudia Sprinz, Greenpeace Konsumentensprecherin.

 

Die Schokoladen von Zotter gehören zu den vier Produkten, die bedenkenlos empfohlen werden können!

 

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Das marktcheck.at-Team hat bereits beim ersten Nikolo-Check im Jahr 2005 kritisiert, dass die Hersteller konventioneller Schokolade Trockenmilchpulver verwenden, das von Kühen stammt, die Gentech-Futter gefressen haben – hier hat sich wenig geändert. „Es ist nicht nachvollziehbar, wieso Ferrero, Hauswirth, Heindl, Manner, Nestlé, Lidl, Lindt, Riegelein, Rübezahl, Spar und Storck zur Produktion ihrer Nikolo-Schokolade weiterhin Milch aus Gentech-Fütterung verarbeiten, wo nahezu die gesamte österreichische Trinkmilch gentechnikfrei ist und 90 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen Gentechnik im Essen ablehnen“, kritisiert Claudia Sprinz, Greenpeace Konsumentensprecherin.  Solche Produkte erzielen beim Tierschutz nur "Ungenügend".

Nur noch beim Ferrero Kinder Weihnachtsmann besteht der Verdacht, dass sich hinter der Zutaten-Bezeichnung „pflanzliches Fett“ Palmöl oder Palmfett aus Indonesien verbirgt. Der mehrfach kritisierte Emulgator E 476 Polyglycerin-Polyrhizinoleat, der im Tierversuch bei größeren Mengen Nieren- und Lebervergrößerungen verursacht, ist nur noch in zwei Nikolos von Hauswirth und einem von Spar enthalten.

Die Arbeitsbedingungen bei der Kakaoproduktion haben sich zwar verbessert, die neuen Standards reichen jedoch nicht an die Kriterien von Fairtrade heran.

„Niemand braucht Produkte mit ökologisch problematischen Zutaten, Produkte, die unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden oder solche, für deren Herstellung Tiere leiden mussten. Es ist daher allerhöchste Zeit, dass die Hersteller unsere Kritik ernst nehmen, auf die Wünsche der Verbraucher und Verbraucherinnen reagieren und ihre Produkte umstellen“, fordert Claudia Sprinz abschließend.