Greenpeace testet Kartoffelchips

Anlässlich der Fußball-WM in Südafrika testete der Greenpeace-Einkaufsratgeber marktcheck.at Chips und Kartoffelsnacks in Bezug auf Ökologie (Inhaltsstoffe, Transport, Gentechnik, Verpackung, Palmöl) und Tierschutz. Das Ergebnis war nicht sehr zufriedenstellend.


Kartoffelchips - nicht immer ein unbedenkliches Vergnügen!Viele Hersteller verwenden anstelle heimischer Öle das günstigere Palmöl aus Indonesien. Dort fallen jedoch den Ölpalmen-Plantagen wertvolle Regenwaldflächen zum Opfer. Nachdem es keine Verpflichtung zur Deklaration von Palmöl gibt, muss auf den Produkten auch nur "pflanzliches Öl" oder "pflanzliches Fett" angeführt werden. Greenpeace hat die entsprechenden Hersteller nach der Art der Fette befragt. Verweigerte ein Unternehmen die Auskunft, wurde die ökologische Bewertung der betroffenen Produkte verschlechtert. Auch die Herkunft der Erdäpfel deklarieren viele Hersteller nicht. Reagierte das Unternehmen nicht auf die diesbezüglichen Anfragen, brachte das eine Abwertung in der Kategorie „Transport“. Auskunftsfreudig zeigte sich lediglich der heimische Marktführer Kelly: Das Unternehmen will ab Herbst 2010 auf Geschmacksverstärker völlig verzichten und Palm- durch Sonnenblumenöl ersetzen. Auch kennzeichnet Kelly bei den meisten seiner Produkte bereits die Herkunft der enthaltenen Erdäpfel.


In Bezug auf problematische Zusatzstoffe sind gesalzene Chips unbedenklich, während bei Geschmacksnoten wie Paprika oder Chili Vorsicht geboten ist. Einige Produkte enthalten (Mono-) Natriumglutamat (E 621) als Geschmacksverstärker. Glutamate fördern den Appetit und können bei empfindlichen Menschen krankheitsauslösend wirken. Nachdem Glutamate vielen Lebensmitteln zugesetzt werden, kann die festgelegte akzeptable Menge pro Tag auch leicht überschritten werden.


Zur Orientierung beim Einkauf gibt es auf www.marktcheck.at eine Produktliste.