Greenpeace: Verbesserung bei Muttertagspralinen

Anfang Februar wurden bei einer Untersuchung des Greenpeace-Einkaufsratgebers marktcheck.at problematische Zusatzstoffe in österreichischen Pralinen entdeckt. Anlässlich des bevorstehenden Muttertages wurde das Sortiment nun erneut unter die Lupe genommen.

Bei der aktuellen Analyse, bei der die Pralinen wieder nach Umweltfreundlichkeit,  artgerechter Tierhaltung und sozialen Aspekten bewertet wurden, konnte festgestellt werden, dass bei mehreren Produkten die problematischen Zusatzstoffe entweder weggelassen oder durch natürliche Substanzen ersetzt wurden. So wurden die gefährlichen Farbstoffe Chinolingelb und Cochenillerot in „Manner Feine Pralinés“ und „Heindl Alles Gute“ mittlerweile durch die unbedenklichen Farbstoffe Karmin und Kurkumin ersetzt. Da sich von den Manner-Pralinen jedoch noch Restbestände mit „alten“ Zusatzstoffen im Handel befinden, empfiehlt sich ein Blick auf das Kleingedruckte.
Der Lebensmittelzusatzstoff Polyglycerin-Polyricinoleat, der als Emulgator eingesetzt wird und der in höheren Dosen zu Nieren- und Lebervergrößerungen führen und sogar die Durchlässigkeit der Darmwand beeinträchtigen kann, wird in „Suchard  Desirs“ und „Nestlé After Eight“ mittlerweile weggelassen. Drei „I love Milka“-Produkte (Klassische Pralinen, Nuss-Nougat und Erdbeer-Rahm), „Palace Melanie“ (bei Lidl), „Mauxion Coeur de Rose“ von Ludwig, „Mister Choc Sweet Mix“ und „Storck Chocolat Pavot“ enthalten ihn aber immer noch.
Vorbildlich auf allen Linien - die Produkte der Firma Zotter. (Foto: Greenpeace)Trotz der Verbesserungen sind insgesamt von den 52 getesteten Erzeugnissen nur fünf fair, umweltschonend und tiergerecht hergestellt worden. Einmal mehr schneiden die Süßigkeiten der Firma Zotter „Hervorragend“ oder „Gut“ ab.
Vielfach wird für die Schokoladen-Produktion außerdem Trockenmilchpulver von Kühen verwendet, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden. Neunzig Prozent der heimischen Bevölkerung lehnen Gentechnik in Lebensmitteln jedoch laut Greenpeace-Konsumentensprecherin Claudia Sprinz ab. Und auch an den aufwändigen Verpackungen hat sich nichts geändert. Die Produkte konventioneller Schokoproduzenten schneiden daher im Bereich Ökologie nur mit „Kritisch“ oder „Ungenügend“ ab, weshalb den Konsumenten der Konsum von Pralinen aus Bioschokolade nahe gelegt wird.

 Weitere Informationen: www.marktcheck.at