Heumilch-Bauern arbeiten nach strengen Regeln

Heumilch aus Österreich ist die weltweit einzige, die nach einem strengen Regulativ hergestellt wird. Gärfutter ist ebenso verboten wie die Verfütterung von bedenklichen, industriellen Nebenprodukten.

400 Millionen Kilogramm Heumilch werden in Österreich jährlich produziert. Bei der Heumilchwirtschaft handelt es sich um die ursprünglichste Form der Milcherzeugung. Die natürliche Fütterung im Jahreslauf liefert die Grundlage für hochqualitative Heumilch: Im Sommer sind bis zu 50 verschiedene Arten von Gräsern und Kräutern auf den heimischen Wiesen bzw. Almen Nahrungsquelle der österreichischen Heumilchkühe. Im Winter werden die Kühe mit Heu und mineralstoffreichem Getreideschrot versorgt.

 „Damit die Konsumenten auch wirklich die reinste Milch im Kühlregal finden, arbeiten die rund 8.000 österreichischen Heumilchbauern als einzige weltweit nach einem strengen Regulativ, das bereits im Jahr 2004 von den Mitgliedern der ARGE Heumilch Österreich beschlossen wurde und dessen Einhaltung von unabhängigen, staatlich zertifizierten Stellen kontrolliert wird“, erläutert Andreas Geisler von der ARGE Heumilch Österreich. „Nur Produkte mit dem Heumilch-Logo „Die reinste Milch“ erfüllen diese strengen Bestimmungen.“
Heumilch-Bauern aus Österreich verpflichten sich außerdem, strenge Umwelt- und Tierschutzrichtlinien einzuhalten. Im Regulativ wird ganz klar aufgelistet, welche Futtermittel in der Heumilch-Wirtschaft erlaubt und welche verboten sind: So darf weder Silofutter noch Feuchtheu oder Gärheu verfüttert werden. Geisler: „Auch die Verfütterung von Futtermitteln tierischen Ursprungs sowie von bedenklichen, industriellen Nebenprodukten ist tabu. Die jüngste Dioxin-Problematik in der deutschen Landwirtschaft untermauert den hohen Stellenwert dieser Vorschrift.“
Groß geschrieben wird auch das Thema Umweltschutz. Es gibt klar festgelegte Düngebegrenzungen. Weiters darf weder Klärschlamm noch Kompost aus kommunalen Aufbereitungsanlagen auf die Felder und Wiesen gebracht werden.

Ein weiterer Eckpfeiler des Regulativs ist die Gentechnikfreiheit: Sämtliche Produkte der ARGE Heumilch-Betriebe werden kontrolliert gentechnikfrei hergestellt.

Andreas Geisler ARGE Heumilch
Unter dem Dach der ARGE Heumilch Österreich haben sich rund 8.000 Heumilchbauern sowie mehr als 60 Molkereien und Käsereien vereinigt. Hauptproduktionsgebiete sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich sowie die Steiermark. Die Mitglieder der ARGE liefern jährlich 400 Millionen Kilogramm Heumilch – und damit 15 Prozent der gesamten in Österreich angelieferten Milchmenge. Europaweit liegt der Heumilch-Anteil bei nur drei Prozent.

Weitere Infos: www.heumilch.at