Im Trend der Zeit - Verwerten statt wegwerfen!

Immer wieder bleibt was übrig. Nach Feiertagen weiß man nicht, wohin mit den Resten des Festtagsbratens, und die restlichen Kekse kann schon keiner mehr sehen. Beim Grillen werden zu viele Koteletts oder Würstel gebrutzelt, aber auch im Alltag werden die Mengen – vor allem von Beilagen – oft überschätzt. Leider werden diese Reste viel zu oft weggeworfen: So landen in Österreich pro Person und Jahr Lebensmittel im Wert von € 300,– im Müll. Doch das ist absolut nicht nötig!

Nach zahlreichen Kampagnen von verschiedenen Organisationen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln sind im letzten Jahr einige Bücher zum Thema erschienen. Helene Brandstätter hat bereits 2013 das Buch „Kochen mit Brotresten“ verfasst und legt nun gemeinsam mit ihrer Tochter Dagmar Leitner auch ihre Sammlung an weiteren Resterezepten vor.

Realistische Restemengen & Symbole
Ihr Buch „Kochen mit Resten“ weist zwei ganz wesentliche Pluspunkte auf: Erstens werden in den Rezepten realistische Restemengen angegeben. Da es sich ja wie gesagt um Reste handelt, sind die vorhandenen Mengen meist niedrig – wann bleiben schon 500 g oder noch mehr von einem Braten, einer Beilage oder anderen Lebensmitteln übrig? Während in anderen Büchern Rezepte mit solch utopischen Restemengen an Faschiertem, Erdäpfeln oder gar Wildfleisch gang und gäbe sind, sind im vorliegenden Buch viele Gerichte aufgrund der geringen Restemengen für eine oder zwei Portionen ausgelegt.
Zweitens ist hier im Gegensatz zu anderen Restekochbüchern auf einen Blick ersichtlich, welche Restezutaten man für das betreffende Gericht verwenden kann, weil den verschiedenen Resten Symbole zugeordnet wurden. Jedes einzelne Rezept ist mit diesen Symbolen versehen. Denn abgesehen von den Resten des betreffenden Kapitels (z. B. Gemüsereste) sind zusätzlich oft weitere Reste (z. B. Milchprodukte, Wurstreste …) in den Zutaten zu finden. Die Restezutaten sind zusätzlich farblich gekennzeichnet und heben sich so von den „normalen“ Zutaten ab. Sehr hilfreich ist auch das Resteregister gleich am Anfang des Buches (unten sehen Sie einen Auszug aus dem Reste-Register).

 

Übersichtlich und informativ
Das Buch „Kochen mit Resten“ ist gegliedert in die Kapitel Fleisch & Fisch, Wurst, Schinken & Speck, Gemüse & Erdäpfel, Nudeln, Reis, Getreide & Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Käsereste & Eier, Obst sowie süße Reste (z. B. Biskuit oder Schokolade). Schließlich gibt es im Kapitel Einkochen noch ein paar Tipps, wie man den Überfluss an Obst und Gemüse im Sommer und im Herbst haltbar machen kann und so vermeidet, dass die großen Mengen, die gleichzeitig anfallen, verderben. Als Einleitung zu jedem Kapitel haben die Autorinnen Informationen über die jeweiligen Lebensmittel, Tipps, Tricks und persönliche Erfahrungen zusammengetragen.
Aus allen Lebensmittelresten – ob gekocht oder ungekocht – lassen sich ganz einfach, schnell und unkompliziert verschiedenste Gerichte zaubern. Die Kombination von Resten mit frischen Zutaten und Kräutern macht die Gerichte schmackhaft und bunt. Außerdem laden die Rezepte geradezu zum Experimentieren und Variieren ein! Verschiedenste Restezutaten können je nach Verfügbarkeit und persönlichem Geschmack verwendet werden.

 

Weitere Infos: Kochen mit Resten

 

Noch mehr Rezepte finden Sie in folgendem Buch:

Helene Brandstätter / Dagmar Leitner
KOCHEN MIT RESTEN
Schmackhaft. Sparsam. Nachhaltig.
ISBN 978-3-7020-1473-5, 144 Seiten, 65 Fotos,
Hc. € 14,95