Käsekrainer bleibt Käsekrainer

Nach intensiven bilateralen Verhandlungen konnte ein Kompromiss zwischen Österreich und Slowenien in der Käsekrainer-Frage erzielt werden.

 Slowenien erklärt sich demnach bereit, seine landestypische Bezeichnung „Kranjska Klobasa“ als geografisch geschützte Angabe eintragen zu lassen. Es wird jedoch akzeptiert, dass Österreich die deutschsprachige Bezeichnung „Krainer bzw. Käsekrainer“ dennoch beibehält. „Für uns ist das wichtig, da die Käsekrainer eine österreichische Erfindung ist, eine lange Tradition hat und auch ein relevanter Wirtschaftsfaktor ist. Mit dem jetzigen Kompromiss ist allen geholfen“, so Landwirtschaftsminister Berlakovich. Slowenien hatte beim europäischen Patentamt einen Antrag auf Schutz der Bezeichnung „Kranjska Klobasa“ gestellt. Dieser Schutz hätte zur Folge, dass die österreichische Käsekrainer nicht mehr so bezeichnet hätte werden können.

Im Rahmen der Verhandlungen konnte auch die Diskussion um das seit längerem laufende Registrierungsverfahren des „Steirischen Kürbiskernöl“ gelöst werden. Slowenisches Kürbiskernöl darf ausschließlich als „stajersko“ aber nicht in der deutschsprachigen Übersetzung „steirisches“ vermarktet werden und das Ursprungsland muss deutlich sichtbar angegeben werden.