Köstliche Kunstwerke für den schönsten Tag im Leben

Seit der Antike symbolisiert die Hochzeitstorte Glück, Fruchtbarkeit und Wohlstand für das junge Paar. Je höher sie ausfällt, desto reicher ist angeblich der Kindersegen.

Sie gehört zur Hochzeit wie das Amen im Gebet – die Hochzeitstorte. Meist ist diese mehrstöckig, reichlich mit Marzipan, Schokolade oder Zuckergussfiguren dekoriert und manchmal sogar mit einem aufgesetzten Brautpaar verziert.

Der Brauch, sich das Hochzeitsfest mit einer besonders kunstvollen Hochzeitstorte zu versüßen, ist viele tausend Jahre alt. Auch damals schon feierte man die Eheschließung als herausragendes Ereignis und hob den Ehrentag mit dem Genuss einer Hochzeitstorte vom Alltag hervor.
Doch obwohl der Brauch schon sehr weit zurückgeht, entwickelte sich die Hochzeitstorte, wie wir sie heute kennen, erst im 16. Jahrhundert. Durch den billiger gewordenen Rohzucker wurden in reicheren Kreisen Hochzeitstorten mit verschwenderisch viel Zucker kreiert. Da man immer besser mit dem „neuen Material“ umgehen konnte, entstanden immer schönere und feinere Verzierungen. Auch Marzipan ließ sich nun herstellen und die Torten wurden von mal zu mal prunkvoller und farbenprächtiger. In der Barockzeit überschlug man sich mit opulenten Verzierungen und figürlichen Aufsätzen und so erregte die Hochzeitstorte stets Aufmerksamkeit bei den Gästen.

Die Hochzeitstorte als mehrstöckiger Genuss entstand um die Wende 18./19. Jahrhundert und geht auf eine alte englische Tradition zurück. Dort brachten Gäste und Familienangehörige selbstgebackene Kuchen mit, die übereinander gestapelt wurden. Über diesen Kuchenberg hinweg musste sich das Brautpaar küssen, ohne ihn zum Einsturz zu bringen. Das Zusammenbrechen des Turms hätte Unglück für das junge Paar bedeutet.

War es früher der Brauch, dass das Brautpaar als erstes etwas vom Zuckerguss der Hochzeitstorte abknabbern durfte, so ist es heute üblich, dass die Eheleute die Torte gemeinsam anschneiden. Man sagt, wer dabei die Hand oben hat, hat auch in der Ehe das Sagen!

Neben wahren Prachtwerken gab es bis in unser Jahrhundert aber auch einfachere Kuchen als Hochzeitskuchen. In der Steiermark galt beispielsweise der Gugelhupf mit einer Kerze in der Mitte als traditionelles Hochzeitsbackwerk.

Auch wenn heute schon einige Elemente der Hochzeitstorten im Handel fertig erhältlich sind, ist es nicht einfach eine Hochzeitstorte zu machen. Am besten überlässt man die Herstellung den Konditoren, denn die Hochzeitstorte soll bekanntlich nicht nur gut schmecken, sondern sie soll auch ein Augenschmaus für jedes Hochzeitsfest sein.

Weitere Infos: www.hochzeit24.com

 

Tortenrezepte