Lebensmittelkennzeichnung: Was ist drin, was steht drauf?

Bei der Veranstaltung „Lebensmittelkennzeichnung – Was ist drin, was steht drauf?“ im Rahmen des Netzwerks ErnährungsBildung NÖ informierten Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen über die Kennzeichnungsvorschriften bei Lebensmitteln.

Mag. Josef Ritt (Austria Bio Garantie GmbH), Mag. Natascha Prey (Seit den Listerien im Hartberger Quargel überschlagen sich die Medienberichte zum Thema Lebensmittelkennzeichnung und der Ruf nach einer für alle verständlichen Kennzeichnung wird immer lauter.

Mag. Sonja Reiselhuber-Schmölzer von ernährung e3 informierte über die rechtlichen Bestimmungen der nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben. Nährwertbezogene Angaben wie ‚fettarm’ sind laut EU-Verordnung erlaubt, Angaben, die den Eindruck erwecken, der Verzicht auf das Lebensmittel könnte die Gesundheit beeinträchtigen sowie krankheitsbezogene Angaben sind jedoch verboten.

Weiters gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen den Kennzeichnungselementen Verbrauchsfrist und Mindesthaltbarkeitsdatum. „Während Waren, deren Verbrauchsfrist („Zu verbrauchen bis TT/MM“) abgelaufen ist, nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen, kann Ware nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch verkauft werden, wenn diese in Ordnung und mit einem deutlichen Hinweis auf das abgelaufene Mindesthaltbarkeitsdatum versehen ist“, so DI Adelheid Gerl von der Landwirtschaftskammer NÖ.

Und wie genau werden ausländische Bio-Produkte kontrolliert? Mag. Josef Ritt von der agroVet Certification und Austria Bio Garantie: „Produkte aus dem Ausland müssen immer mindestens die EU-Standards erfüllen. Von den jeweiligen nationalen Behörden wird genau kontrolliert, ob alle Bestimmungen des biologischen Landbaus eingehalten werden.“

Mehr Informationen: www.umweltberatung.at