Limonade selbst machen

Beim Selbermachen von Limonade ist es für Anfänger wichtig, eine gewisse Anzahl von Rezepten durchzuprobieren, um ein Gefühl für die notwendigen Gerätschaften zu bekommen. Noch wichtiger ist es, zu verstehen, welche ausgefallenen Extras und Spielereien man nicht braucht; so spart man sich das Geld für deren Anschaffung. Für einfache Limonadenrezepte benötigt man nur etwas zum Mischen und ein Glas zum Trinken. 

Die Verbreitung selbstgemachter Limonaden hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen, was in Zusammenhang mit einem erhöhten Interesse an allem, was mit Heimwerken zu tun hat, steht und auch eine Gegenreaktion auf fragwürdige Zutaten in handelsüblichen Limonaden ist. Diese Tendenz wird durch die stark beworbenen Wassersprudler (Soda Stream), die im Handel erhältlich sind, weiter verstärkt. Obwohl diese Geräte wie die neuesten Produkte moderner Technologie erscheinen, sind sie dem einfachen Soda-Siphon sehr ähnlich, den es bereits seit gut einem Jahrhundert gibt. Das Wissen darüber hat sich anscheinend nicht verändert, sondern einzig die Vermarktung und die Verfügbarkeit. Der Vorteil dieser Wassersprudler besteht darin, dass sie ein kompaktes, schlankes Design haben und einfach zu bedienen sind. Obwohl sie als preiswerte Alternative beworben werden, sind sie langfristig gesehen wahrscheinlich nicht die günstigste Variante.

 

Aufbrühen

Abgießen

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Süßen

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Gärung

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Abfüllung

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Fertigstellung überprüfen

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Die drei Hauptbestandteile einer Limonade
Hauptbestandteile Limonade in ihrer einfachsten Form ist eine Mischung aus drei Hauptzutaten: kohlensäurehaltigem Wasser, Süßstoff und Aroma. Alles andere, wie zum Beispiel die Zugabe von Fruchtstücken, Koffein oder Vitaminen, ist nur Beigabe.
Wasser wird kohlensäurehaltig, wenn es mit Kohlendioxid [CO2] eine Verbindung eingeht. Diesen Vorgang nennt man Karbonisierung. Das kann langsam geschehen, durch Hefe oder schnell durch CO2-Gas, das unter Druck steht. Jede der beiden Methoden hat ihre Vor- und Nachteile.
Der Süßstoff kann alles sein: von Zucker bis Acesulfam. Welcher der passende Süßstoff für ein Rezept ist, hängt wesentlich von einer Anzahl von Faktoren ab; so von der Art der Karbonisierung, dem gewünschten Endaroma, den zur Verfügung stehenden Gerätschaften, dem Budget, von kalorienbezogenen Erwägungen und der Verfügbarkeit des Süßstoffs.
Das Aroma kann alles Mögliche sein. Es kann in Form von Extrakten, Säften, Kräutern, Sirup, Gewürzen oder allem anderen, das verfügbar ist, beigemischt werden. Alles, was Geschmack hat, kann zu Limonade gemacht werden. In traditionellen Rezepten findet sich alles von Baumrinde bis hin zu Sellerie. Die wichtigste Frage bei diesem Hobby lautet: „Kann ich das mit Kohlensäure versetzen?“ 

 

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