Mehrwegflaschen: Maßnahmenpaket der Sozialpartner als wichtiger Schritt

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace bewertet das von den Sozialpartnern präsentierte Maßnahmenpaket für Mehrweg als längst notwendiges Signal in Richtung Umweltministerium.

 „Dass nun auch die Wirtschaft konkrete Maßnahmen für Erhalt und Ausbau von Mehrwegsystemen fordert, ist, laut Greenpeace Konsumentensprecherin Claudia Sprinz, längst überfällig.“ Sie fordert Umweltminister Berlakovich auf, aktiv zu werden. „Umweltminister Berlakovich muss die Einigung der Sozialpartner als Anlass nehmen, endlich konkrete Mehrwegquoten gesetzlich zu verankern“, so die Konsumentensprecherin. 


 Der im Juli veröffentlichte Umsetzungsbericht zur Nachhaltigkeitsagenda der Österreichischen Getränkewirtschaft zeigt, dass angesichts des noch weiter sinkenden Anteils von Mehrweggebinden dringender Handlungsbedarf besteht. „Der Mehrweganteil für Wasser, Bier, Limonade, Fruchtsaft und Milch befindet sich seit Jahren auf ungebremster Talfahrt“, erklärt Sprinz und appelliert an Umweltminister Berlakovich, der Forderung nach verbindlichen Rahmenbedingungen für Erhalt und Ausbau von Mehrwegsystemen inklusive konkreter, sanktionierbarer Ziele nachzukommen.
Im Juli 2011 hat Greenpeace, gemeinsam mit anderen Umweltschutzorganisationen Berlakovich in einem offenen Brief aufgefordert, das in seinem Auftrag erarbeitete Öko-Bonus-Modell oder vergleichbare rechtlich verbindliche Maßnahmen mit konkreten und sanktionierbaren Zielen zur Sicherung von Mehrweggebinden in Österreich umzusetzen.


Weitere Informationen: www.marktcheck.at