Neues Virus bei Zwiebeln

Die neue Zwiebelkrankheit wird durch das Iris Yellow Spot Virus (IYSV) verursacht und durch den Zwiebel-Thrips, einen häufigenSchädling an zahlreichen Kulturpflanzen und Unkräutern, übertragen. Im Jahr 2009 konnte dieses Virus in Bundzwiebeln im Burgenland und an Speisezwiebeln in Niederösterreich vom Institut für Pflanzengesundheit der AGES nachgewiesen werden. Ein österreichweites Monitoring über das Auftreten dieser Krankheit wird derzeit durchgeführt.

 

Krankheitsbild

Am Laub der mit IYSV befallenen Zwiebeln findet man meist länglich-ovale, nekrotische Flecken, die eher unspezifisch sind und nicht sofort an einen Virusbefall denken lassen. Vor allem der Anfangsbefall kann leicht mit Schäden durch einen reinen Thrips-Befall, Hagelschlag, einer Herbizid-Unverträglichkeit oder frühen Stadien von Pilzerkrankungen verwechselt werden.

Wesentlich eindeutiger sind Läsionen (Flecken), die eine Inselgrünen Blattgewebes in der Mitte aufweisen. Treten mehrere Läsionen an einem Blatt auf, kann es zum Absterben der Blattspitzen oder des gesamten Blattes kommen. Dies führt vor allem bei der Produktion von Bundzwiebeln zu Qualitätsverlusten. Auch bei der Speisezwiebelproduktion kann es durch eine Reduktion der Zwiebelgröße zu Ertragseinbußen kommen.

Da das Wirtspflanzenspektrum von IYSV auch andere Zwiebelgewächse umfasst, wie z. B. Porree, Knoblauch, Schnittlauch oder Schalotten, ist ein Übergreifen auf diese Gemüsearten zu erwarten. Ferner sind auch zahlreiche Unkräuter wie der Zurückgebogene Amaranth, Löwenzahn, Stechapfel oder die grüne Borstenhirse als Wirtspflanzen für IYSV bekannt.

Gegen das Virus selbst kann nichts unternommen werden, sämtliche Bekämpfungsmaßnahmen richten sich daher gegen den Überträger, den Zwiebel-Thrips.

 

Weitere Infos: www.ages.at