Österreichische Bauern lehnen Gentechnik ab

Anders als in der Medizin, wo Gentechnik inzwischen alltäglich ist, sehen Österreichs Bauern keinerlei Vorteile oder Nutzen darin und wollen daher weiterhin auf diese Technologie verzichten.

LK-Präsident Wlodkowski: "Wir brauchen keine Gentechnik auf unseren Äckern!"Solange Landwirtschaftsminister Berlakovich auf EU-Ebene mit gleichgesinnten Partnern aus anderen EU-Ländern versucht die Anbauverbote für gentechnisch veränderten (GV-) Mais beizubehalten, werden die Bauern auch weiterhin hinter ihm stehen. "Doch wir verurteilen jeden Missbrauch des Themas für einen aktionistischen und billigen Anti-EU-Wahlkampf im Vorfeld der heurigen Europawahl", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich.

Da der Anbau von Pflanzen, auch wenn sie gentechnisch verändert sind, in die Kompetenz der Länder fällt, haben alle Bundesländer eigene Gentechnik-Vorsorgegesetze beschlossen. Diese bezwecken präventive und flankierende Maßnahmen bei der Ausbringung von gentechnisch veränderten Pflanzen zum Schutz der Natur und der Koexistenz zwischen konventionellen bzw. Bio-Landwirten und GVO-Anbauern.

Dass sich für Österreich der Verzicht auf Gentechnik lohnt, sieht man, laut Wlodkowski, auch in der verstärkten internationalen Nachfrage nach österreichischem Saatgut. Obwohl die heimische Saatgutwirtschaft klein ist, verzeichnet sie große Erfolge, da das Saatgut mit Sicherheit GVO-frei ist.

Zudem kann die Versorgungssicherheit durch die Produktion garantiert gentechnikfreier Eiweißfuttermittel erhöht werden. Derzeit können bereits 170.000 der 670.000 Tonnen Sojaschrot, die jährlich als Futtermittel nach Österreich importiert werden, durch die neue Bioethanol-Produktion im niederösterreichischen Pischelsdorf ersetzt werden.

Mehr Infos: www.lk-oe.at