Olivenöl – Kein Verlass auf den Preis

Das teuerste getestete Olivenöl aus dem Fachhandel floppte – Diskonterprodukt ist Testsieger.

 Die Bilanz, die der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nach dem Olivenöltest in KONSUMENT 11/2011 ziehen mussten, war bitter: Von 15 getesteten extra nativen Ölen fielen vier durch. Bei zwei weiteren bestand der Verdacht auf verbotene Wärmebehandlung um eine bessere Qualität vorzutäuschen. Auf Anfrage von Konsumentinnen und Konsumenten testete der VKI jetzt fünf weitere nativ extra Olivenöle. Die Testergebnisse fielen etwas besser aus als bei der letzten Untersuchung: Bei keinem der getesteten Öle bestand der Verdacht auf unerlaubte Wärmebehandlung und lediglich im Trasimeno s.p.a. Natives Olivenöl extra wurden Weichmacher gefunden. Beim Test auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) wurden zwar auch diesmal keine Grenzwerte überschritten, dennoch enthielten die Öle vier bis sechs verschiedene PAK. Das vergleichsweise beste Öl stammt auch diesmal vom Diskonter: Kloster Toplou, erhältlich bei Hofer um rund acht Euro/Liter. Ein in einem Wiener Fachgeschäft um 24 Euro pro Liter gekauftes spanisches Öl, Don Carlos, fiel bei der Expertenverkostung hingegen aufgrund fehlerhafter Qualität durch. Fazit: Der Preis ist auch bei Olivenöl nicht unbedingt ein Garant für Qualität.


Alle Details zum Test: www.konsument.at und in der Februar-Ausgabe des KONSUMENT


Olivenöl-Tipps der VKI-Ernährungswissenschafterinnen
Lagerung: Olivenöl vor Hitze, Licht und Sauerstoff schützen. Am besten kühl, dunkel und gut verschlossen lagern.
Kochen: Olivenöl eignet sich auch zum Braten und Dünsten. Es sollte aber nicht über 170 °C erhitzt werden.
Es ist ratsam, Olivenöl abwechselnd zu anderen hochwertigen Pflanzenölen wie Rapsöl, Lein - und Walnussöl zu verwenden. Diese sind reich an Omega-3-Fettsäuren.