Peace Food – vegan essen für inneren Frieden

Das Kochbuch zum Bestseller „Peace Food“ des deutschen Arztes Ruediger Dahlke dient als Leitfaden zur praktischen Umsetzung der in „Peace Food“ vorgestellten Theorien.

Die äußerst umfangreiche Einführung in das Thema Pflanzenkost liest sich wie ein Plädoyer für eine rein pflanzliche Ernährung, wobei nicht alle tierischen Produkte als von Grund auf schädlich für den Körper betrachtet werden. Tierisches Eiweiß und Fett sind die „Übeltäter“, die Gefäße und Herz schädigen und Krebs sowie Zivilisationssymptome fördern. Gegen Honig hingegen ist nichts einzuwenden, solange er auf respektvolle Weise erzeugt wird.

Vom Nutzen einer rein pflanzlichen Ernährung
Pflanzliche Nahrung als Lebenselixier führt zu einer besseren Gesundheit und Lebensqualität und hilft den Darm zu sanieren.  Zudem spricht sich Ruediger Dahlke für eine vollwertige Ernährung, gutes Kauen und einfache, möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel aus.  Mindestens 12 Stunden soll über Nacht gefastet werden. Gekeimter Nahrung sowie grünen Smoothies aus Blattgemüse und Obst kommt aufgrund der vielen Ballaststoffe und  Antioxidantien, die als Radikalfänger im Körper wirken, besondere Bedeutung zu. Wird dann auch noch auf eine ausreichende Wasserzufuhr geachtet, macht Pflanzenkost aktiver, weil die Vitalität und die Lust auf Bewegung dadurch gesteigert werden kann. Körperliches und seelisches Gleichgewicht und innerer Frieden sind die angenehmen Folgen.

Rezeptteil
Verantwortlich für die Rezepte in Peace Food sind die Köchinnen Dorothea Neumayr, Gabriele Lendle, Hildegard Biller und Sabine Roots sowie Koch Chris Sternik. Der Rezeptteil zeichnet sich durch innovative Gerichte aus, die Fleisch, Fisch und tierische Produkte nicht eine Sekunde vermissen lassen. Illustriert werden die Rezepte durch wunderschöne, farbkräftige Speisenfotos, die optisch jene Vitalität und Lebensfreude widerspiegeln, die Pflanzenkost mit sich bringen soll.
Den Anfang machen kalte und warme vegane Kleinigkeiten für Unterwegs, Jause und Frühstück (Drinks, pikante und süße Aufstriche und vegane Fast-Food-Interpretationen  wie Tortillas, Falafel, Burger, Wraps), die den Appetit auf pflanzliche Kost wecken.


Bei den Hauptgerichten reicht die Bandbreite von Nudeln, Pizza (mit Vollkornmehl oder Polenta) über abwechslungsreiche Getreide- und Hülsenfrüchte-Variationen bis zu Klassikern der Hausmannskost wie Semmelknödel, Spätzle oder Krautrouladen. Warum bei dieser  Fülle an interessanten Gerichten  Sojaschnitzel und Gerichte mit Fleischersatz überhaupt notwendig sind, bleibt fraglich. Vielleicht, um veganes Essen für überzeugte Fleischesser ansprechender erscheinen zu lassen?
Im Kapitel „Kochen für Freunde“ findet sich Hübsches und Besonderes, das Herz & Gaumen auch nicht veganer Gäste erfreuen wird. Vegane Süßspeisen von Kuchen, Cremes und Konfekt bis zu süßen Hauptspeisen runden das vielseitige Rezept-Repertoire von „Peace Food“ ab.

Fazit: Wer schon einer rein pflanzlichen Ernährung zugetan ist, wird sich durch Peace Food bestätigt fühlen und viel Freude beim Ausprobieren der Rezepte haben. (Noch) Nicht-Veganer könnte die Einleitung zumindest zum kritischen Überdenken des eigenen Essverhaltens anregen. Die endgültige Entscheidung, wie man sich ernähren möchte, liegt immer noch bei jedem selbst.

Ruediger Dahlke
Peace Food – Das vegane Kochbuch
192 Seiten, Hardcover
ISBN: 9783833833045
Preis: 20,50 €

 

Weitere Infos:

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weitere Infos
www.gu.de
www.peacefood.org