Rinds- oder Sojaburger?

Die Sensorikum Fokusgruppe wurde zu ihrem Fleischkonsum befragt und liegt mit ihren Antworten im österreichischen Durchschnitt. Auf die Frage „Essen Sie tierische Lebensmittel?“ outeten sich 4% als Vegetarier, 3% als Veganer und 13% als Flexitarier.

Österreich bleibt seinem Schnitzel treu - vorerst! Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts KeyQuest gehört die Zunahme von Vegetariern und Veganern zu den wichtigsten Ernährungstrends bis 2024. Der Anteil der Vegetarier liegt derzeit bei 3,5%, bis 2024 wird ein Anstieg auf 5,9% erwartet. Die aktuelle Umfrage der Sensorikum Fokusgruppe bestätigt dieses Ergebnis. 80% der Sensorikum Fokusgruppe haben sich als Fleischesser geoutet. 13% sind Flexitarier und verzichten an mindestens einem Tag pro Woche auf Fleisch. 3% der Sensorikum Fokusgruppe leben vegan, 4% leben vegetarisch.

Das Plädoyer von Ernährungswissenschaften und Umweltorganisationen für eine Reduktion des Fleischkonsums hat sich zu einem spannenden Trend Richtung vegetarisch und vegan entwickelt. Daraus entstand die Konsumentengruppe der Flexitarier Bei einer Studie der Wageningen UR gaben drei Viertel der Befragten an, dass sie mindestens einen “fleischfreien” Tag pro Woche leben und 40% verzichten sogar an drei Tagen in der Woche auf Fleischprodukte. Es gibt also nicht nur einen Anstieg an Vegetariern, sondern parallel dazu auch eine Reduktion des Fleischkonsums.

Aus sensorischer Sicht ist es sehr spannend, wie sich der Markt für Fleischersatzprodukte entwickelt. Das Angebot an Fleischersatzprodukten wird immer größer und übertrifft die bekannten Produkte auf Sojabasis – doch nicht alle Produkte werden aufgrund ihrer sensorischen Eigenschaften vom Verbraucher akzeptiert. Die niederländischen Vegetarian Butcher haben eine Produktlinie auf pflanzlicher Basis entwickelt, die von Burgern über Hackfleisch bis hin zu fischfreiem Thunfisch reicht. Neue Lebensmittel auf Basis von pflanzlichen Proteinen wurden im Projekt LikeMeat entwickelt. Die entwickelte hühnerfleisch-ähnliche Produktcharakteristik mit einer faserigen, muskelfleisch-ähnlichen Struktur ist verblüffend nahe am echten Fleisch.

Elisabeth Buchinger, Leitung Fachbereich Sensorik: „Der Bedarf an Alternativen zu herkömmlichen Fleischprodukten ist durchaus gegeben und auch die Konsumentengruppen, die immer öfter auf Fleischprodukte verzichten werden größer. Die große Herausforderung besteht darin, nicht nur „gesündere“, sondern auch geschmacklich ansprechende Produkte zu entwickeln. Besonders die Konsistenz ist sehr wichtig für die Verbraucher.“

Die Sensorikum Fokusgruppe besteht aus 170 Personen aus der Lebensmittelindustrie, dem Handel, der Landwirtschaft, von Behörden und von Hochschulen. Die Fokusgruppe wird von Sensorikum alle zwei Monate per E-Mail zu aktuellen Themen befragt.

 

Weitere Informationen unter: www.sensorikum.at oder www.facebook.com/sensorikum

 

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