Steinobst und Beerenobst - die Früchte des Spätsommers

Im Spätsommer strahlen die Märkte in den herrlichsten Gelb-, Grün-, Orange-, Rot- und Blauschattierungen.Bald jedoch werden Pfirsiche, Brombeeren, Ringlotten & Co wieder von der Bildfläche verschwinden. Grund genug, im September in der Küche noch einmal alle Farben und Aromen spielen zu lassen.

 

PFLAUMEN sind runde bis ovale, weichfleischige, schlecht steinlösliche Vertreter der Gattung Prunus. Die 3 bis 6 cm großen Früchte weisen meist eine deutliche Kernnaht auf. Ihre Schale ist glatt und kann von gelb-rötlich über blau bis violett gefärbt sein, das Fruchtfleisch ist gelb bis bräunlich orange.
ZWETSCHKE, MIRABELLE, RINGLOTTE und KRIECHERL sind Unterarten der Pflaume.
MIRABELLEN sind 3 bis 5 cm große, kugelige Früchte mit einer orange- bis rötlich-gelben Schale, oft mit roten Wangen oder Pünktchen. Das Fruchtfleisch ist fest und sehr süß bis süß-säuerlich im Geschmack.
RINGLOTTEN sind rundlich, meist grün-gelb, manchmal auch rot-orange oder blau gefärbt. Die 3 bis 7 cm großen Früchte haben ein grünlich-weißes, aromatisches und meist süßes Fruchtfleisch.
KRIECHERLN gehören zu den ältesten Kulturpflanzen mitteleuropäischen Ursprungs, sind 1,5 bis 3 cm lang, kugelig bis tropfenförmig und können grün, gelb, aber auch rot und blau sein.
ZWETSCHKEN (in Deutschland Zwetschgen) werden in vielen Teilen der Erde als Obstbaum angebaut. Reife Früchte sind rötlich-violett, blau bis blauschwarz, bereift, 4 bis 8 cm lang, länglich- eiförmig und verjüngen sich zu den Enden hin. Das grüngelbe bis rötlich-braune Fruchtfleisch ist saftig und süß-säuerlich im Geschmack.

Alle Vertreter der Pflaumenfamilie sind reich an Kalium, das entwässernd wirkt. Außerdem enthalten sie darmregulierende und verdauungsfördernde Ballaststoffe sowie Kalzium, Eisen und Vitamine.

HIMBEEREN gehören zur Familie der Rosengewächse. Botanisch gesehen sind sie keine Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte. Auf einem zapfenförmigen Fruchtboden sitzen viele kleine, runde, behaarte Steinfrüchte. Die 1–2 cm großen, roten Früchte reifen an Halbsträuchern, die bis zu zwei Meter hoch werden. Ihr Geschmack ist aromatisch und fein süß. Himbeeren bestehen zu 85 Prozent aus Wasser. Durch den hohen Ballaststoffanteil und die enthaltenen Fruchtsäuren wirken sie verdauungsfördernd. Sie enthalten die Vitamine B1 und B2, Mineralstoffe, Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe.

Rezept: Himbeer-Knödel

Die BROMBEERE ist eng mit der Himbeere verwandt. Sie gehört ebenfalls zu den Sammelsteinfrüchten, jedoch sind die Steinfrüchtchen mit dem zapfenförmigen Fruchtboden im Vergleich zur Himbeere fest verbunden. Die 1,5 bis 2 Meter hohen Halbsträucher tragen meist Stacheln, es gibt jedoch bereits stachellose Züchtungen. Die glänzenden, rund 2 Zentimeter großen, dunkelrot, violett bis schwarz gefärbten Früchte sind sehr saftig und schmecken süßsäuerlich. Unter den Beerenfrüchten liefern sie am meisten Beta-Carotin, das vor Zellschäden schützt. Außerdem enthalten Brombeeren Vitamin C und E, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Mangan.

Rezept: Beeren-Schnitten mit Vanillecreme

 

WEINTRAUBEN wurden bereits vor fünf Jahrtausenden von den alten Ägyptern kultiviert und gehören damit zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschen. Heute gibt es eine unüberschaubar große Sortenvielfalt, die in allen Erdteilen angebaut werden. Weinreben sind Klettersträucher. Die Früchte (Weinbeeren) sind in Rispen (Trauben) angeordnet. Grüne bis gelblich-grüne Beeren werden zu den weißen Sorten gezählt, rote, blaue oder schwarzblaue zu den dunklen Sorten. Das Fruchtfleisch umschließt bis zu fünf harte Samenkerne. Tafeltrauben sind oft völlig kernlos. Weintrauben sind reich an schnell verwertbaren Kohlenhydraten (z. B. Traubenzucker) und wirken durch das enthaltene Kalium entwässernd. Außerdem liefern sie Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Fruchtsäuren, die verdauungsanregend wirken.
 
Bei PFIRSICHEN unterscheidet man behaarte, echte Pfirsiche (im Bild rechts oben) und unbehaarte Glatt- oder Nacktpfirsiche (Nektarinen). Echte Pfirsiche weisen eine samtartige Behaarung der Fruchthaut auf, während die Schale der NEKTARINEN (im Bild rechts unten) glatt ist. Der Pfirsich liebt warme, helle Plätze und wird heute besonders in den USA und in den Mittelmeerländern angebaut. In Österreich gedeiht er nur in Gegenden mit Weinbauklima, wie im Burgenland, in Niederösterreich und in der Steiermark. 

Die Früchte sind rund, manchmal am Blütenende leicht zugespitzt, grünlich-gelb oder kräftig gelb bis rot. Das Fruchtfleisch kann weiß, gelb, aber auch rot sein. Pfirsiche schmecken erfrischend saftig, aromatisch und süß. Sie enthalten wertvolle Mineralstoffe sowie die Vitamine C, B1 und B2.

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