Strenger Grenzwert für Transfette noch vor dem Sommer

Künstliche Transfette haben in Lebensmitteln keine notwendige Funktion, sind aber für den menschlichen Körper schädlich, da sie unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern. Gesundheitsminister Alois Stöger möchte möglichst bald einen strengeren Grenzwert für Transfette in Lebensmitteln einführen.

Gefährliche Versuchung - Backwaren enthalten oft zu viele Transfettsäuren.Die "Österreichische Trans-Fettsäuren Verordnung", die für Juni erwartet wird, soll in Österreich ein Inverkehrbringen von Fetten und Ölen mit mehr als zwei Prozent Transfettsäuren (TFS) verbieten. Zusammengesetzte Lebensmittel mit einem Fettgehalt von weniger als 20 Prozent dürfen einen Transfettsäuregehalt von bis zu vier Prozent aufweisen.

Europäischer Vorreiter auf diesem Gebiet ist Dänemark, wo es durch die Begrenzung der TFS in Lebensmitteln nicht mehr möglich ist, eine gesundheitsgefährdende Menge künstlicher Transfettsäuren zu konsumieren. Nicht mehr als ein Prozent der Tagesenergie soll aus künstlichen Transfettsäuren stammen. Diese kritische Menge ist bei der Wahl der "falschen" Produkte (Backwaren, Knabbereien, Fast Food), die besonders für Kinder interessant sind, aber leicht überschritten. Dänemark beweist außerdem, dass die Verordnung weder zu einer Verteuerung der Lebensmittel noch zu einer Verengung des Angebots führt.

Transfettsäuren entstehen bei der künstlichen Härtung pflanzlicher Öle, die erfolgt, damit diese besser in der Lebensmittelherstellung eingesetzt werden können. Durch neue Verfahren der Härtung bzw. durch Rezepturänderungen ist es möglich, den Fettgehalt in den als "kritisch" erkannten Lebensmittelkategorien auf ein nicht gesundheitsgefährdendes Maß abzusenken. Der reine Austausch der verwendeten Fette durch Palmöl wäre nicht sinnvoll, da Palmöl zwar transfettsäurenfrei ist, aber einen hohen Gehalt an ebenfalls unerwünschten gesättigten Fettsäuren aufweist.

Mehr Informationen: www.bmg.gv.at