Sushi im Test – Verbesserungen bei der Hygiene

Ob abgepackt aus dem Supermarkt oder offen als Take-Away: Sushi ist ein schnell verderbliches Produkt und stellt besonders hohe Anforderungen an Lagerung und Hygiene.

Beim letzten Sushi-Test des VKI 2007 waren die Resultate wenig erfreulich. Jede zweite Probe war verkeimt – zwei der zehn getesteten Sushi-Sets sogar verdorben und daher nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet. Nun hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) erneut sechs verpackte und fünf offene Sushi-Sets untersucht und mikrobiologisch überprüft. Das Ergebnis: Nur eine Probe wurde hygienisch beanstandet und als „weniger zufriedenstellend“ beurteilt. Mängel wurden bei den verpackten Produkten vor allem bei der Kennzeichnung festgestellt.

Keime, Keime, Keime

Roher Fisch verdirbt rasch und liefert – ohne ausreichende Kühlung – einen idealen Nährboden für Keime aller Art. Im aktuellen Test fiel hier das offen verkaufte Sushi von Mr. Lee auf: Die Probe war zwar nicht verdorben, wurde aber aufgrund eines erhöhten Keimgehaltes als „weniger zufriedenstellend“ eingestuft. Alle anderen Proben, sowohl offene als auch verpackte, waren im Großen und Ganzen in Ordnung, wobei zwischen einzelnen Produkten durchaus Unterschiede festgestellt wurden. So zeigten etwa die Sushi-Sets von Nordsee und Tekaway im Vergleich ebenfalls etwas höhere Keimzahlen.

Kren statt Wasabi

Während die mikrobiologische Untersuchung mehrheitlich positiv ausfiel, zeigten fünf der sechs verpackten Produkte Mängel bei der Kennzeichnung. So werben etwa die beiden Hersteller Akakiko und Yaoyao – in irreführender Weise – mit dem japanischen Meerrettich Wasabi, obwohl ihre Produkte lediglich Kren mit zugesetztem Farbstoff enthalten. Große Unterschiede gab es darüber hinaus auch bei der Zusammensetzung: Wer Sushi-Sets kauft, bekommt meist auch Maki. Deren Anteil bewegte sich zwischen 14 Prozent (Tekaway Sushi) und 64 Prozent (Sunakku). Der ermittelte Fischanteil bei den getesteten Sushi lag wiederum zwischen 19 (Sunakku) und 51 Prozent (Yaoyao).

Sämtliche Ergebnisse im Detail gibt es in der Dezemberausgabe des VKI-Testmagazins KONSUMENT und online unter www.konsument.at.

Wer dem entgehen will, der macht sich sein Sushi einfach selbst, zum Beispiel die Kochen & Küche Maki am Spieß.