Wie neugeboren – unser Fasten-Blog

Zu Ostern ist es ja wieder in aller Munde, das Heilfasten. Ob nach Dr. Buchinger, F. X. Mayer oder wie sie alle heißen, jeder möchte jetzt leichter, beschwingter und besser leben und die Wirtschaft freut sich, denn der Verkauf von Fasten-Büchern und Fasten-Programmen boomt.

Und wie das oft so ist: wenn alle davon reden, wird man neugierig. Daher haben auch wir uns heuer vorgenommen, diesem Trend zu folgen und die spannende Erfahrung des Heilfastens zu machen. In diesem Blog werden wir regelmäßig von unseren Erlebnissen berichten.

Mein Startschuss fiel am letzten Mittwoch, den 9. März, als ich mit einigen anderen fastenbegeisterten oder einfach neugierigen Damen und einem (!) Herren einen Informationsabend besucht habe, unverbindlich. In der Pfarre gibt es jedes Jahr eine Fastengruppe. Ich finde die Idee in der Gruppe zu fasten gut, denn so fällt es leichter, und Ausreden gibt es dann auch keine.

 

Donnerstag, 07. April 2011

Erstes Fazit

Seit zwei Wochen esse ich jetzt wieder. Und wie steht es mit meinen Vorhaben? Ich würde sagen einerseits bin ich zufrieden. In meinem Kopf scheint sich echt was getan zu haben. Ich versuche mir fürs Essen mehr Zeit zu nehmen, bewusster und abwechslungsreicher einzukaufen und zu essen und wirklich nur dann etwas zu mir zu nehmen, wenn ich hungrig bin. Auch das Cola am Arbeitsplatz wurde gänzlich durch Tee mit schön viel Zitronen- oder Grapefruitsaft ersetzt. Andererseits gibt es natürlich noch genug Dinge, an denen ich arbeiten muss. Wie das bei persönlichen Veränderungen oft der Fall ist – man selbst hat sich nämlich weiterentwickelt, nicht jedoch die Umgebung, in der man lebt – habe ich plötzlich das Gefühl mit meinem neuen Bewusstsein nicht mehr 100 % in mein altes Leben hineinzupassen. Stress, Zeitnot, Verpflichtungen, Einladungen, Freunde, Familie…all das sorgt dafür, dass dann doch hin und wieder zu schnell, zu viel, zu hastig oder zu spät gegessen wird.

 

Gemeinsam ist alles leichter 

Aber ich bin ja Gott sei Dank nicht alleine. Gestern war das erste Gruppentreffen nach dem Fasten und es geht uns eigentlich allen gleich. Die Grundstimmung ist total positiv (einige haben sogar schon gesagt, sie sind nächstes Jahr wieder mit von der Partie!), aber jeder hat so seine kleinen Schwächen oder seine Vorsätze, die er noch nicht so richtig verinnerlicht hat. Wichtig ist, dass wir unsere Ziele nicht aus den Augen verlieren. Zwei Wochen haben wir ja noch Zeit uns zu besinnen, ehe zu den Osterfeiertagen einmal der Genuss im Mittelpunkt steht!

 

Donnerstag, 24. März 2011, 14:15 Uhr

Es ist vollbracht

Ich bin wieder unter den Essenden! Feierlich am schön gedeckten Tisch haben wir in der Gruppe das Fasten gebrochen. Der erste Apfel war ein total tolles Gefühl, bewusst schmecken, langsam kauen und genießen, wieder feste Nahrung im Mund zu haben!

Mein Fazit: Fasten befreit den Geist und die Seele. Einige Tage bewusst auf Nahrung zu verzichten schafft Raum, die alten Gewohnheiten zu überdenken und sich zu überlegen, was man in Zukunft ändern möchte. Dass das nicht von einem Tag zum anderen geht, sollte einem bewusst sein, aber man ist zumindest schon ein kleines Stückchen weiter! Ich jedenfalls werde die Woche in sehr schöner Erinnerung behalten und kann so ein „Selbstexperiment“ nur jedem empfehlen. Am 6. April trifft sich die Gruppe wieder und ich werde bis Ostern von Zeit zu Zeit berichten, inwiefern mich diese Erfahrung nachhaltig verändert hat!

 

Donnerstag, 24. März 2011, 8:30 Uhr

Der Countdown läuft

Jetzt hab ich‘s wirklich gleich geschafft. JA, ICH HABE ES GESCHAFFT. Und ich bin nicht verhungert, ich habe sogar nicht einmal besonders gelitten. Die gestrige Hochstimmung hat angehalten, und so habe ich in der Mittagspause bei einem kleinen „Ausflug“ mit dem Rad die Sonne genossen. Anstrengender war das Radfahren wegen der Fastenkur nicht. Danach war ich noch ein bisschen einkaufen. Wenn ich nicht daran denke, dass ich faste, vergesse ich es zeitweise schon vollkommen, weil ich mich schon so sehr daran gewöhnt habe und weil ich mich nicht anders fühle als sonst.

 

Das letzte Treffen

Gestern Abend fand dann dass letzte Gruppentreffen vor dem Fastenbrechen statt. Jeder hatte seine kleinen Geschichten parat und allen ist es eigentlich gut gegangen. Hin und Wieder ein bisschen Kopfweh, Magenweh, Müdigkeit oder labiler Kreislauf sind normal. Dann gab’s schon ein paar erste Infos in Hinblick auf die Aufbauphase nach dem Fasten, schließlich gilt es den Körper langsam wieder an feste Nahrung heranzuführen. Ehrlich gesagt habe ich ein bisschen ein komisches, ungewisses Gefühl, wenn ich daran denke, dass ich bald wieder selbst entscheiden kann, wann ich etwas essen will. Ich habe Angst, in alte Muster zurückzufallen, dass ich wieder bis zum Anschlag esse und diese neu gewonnene Wertschätzung und das Bewusstsein dafür, was eigentlich alles nicht notwendig wäre, verliere.

 

Nur noch vier Stunden

 Vier Stunden dauert es jetzt noch, bis ich den heiß ersehnten Apfel essen darf. Eine Zusammenkunft der Gruppe, die ich schon lange herbeisehne und obwohl es mir heute eigentlich von allen Tagen am besten geht und ich auch beim Laufen voller Energie (die Kraft ist eine andere Geschichte!!) war , bin ich froh, dass das Fasten vorbei ist und stolz, dass ich es so gut geschafft habe. Für die Zeit nach dem Fasten wünsche ich mir, dass ich bewusster esse und wirklich versuche, besser auf meinen Körper zu hören. Auf Chemiekeulen wie Cola, Süßstoff & Co werde ich versuchen bis Ostern, also bis die reguläre Fastenzeit vorbei ist, zu verzichten. Definitiv nicht vermissen werde ich die Einläufe, denn meiner Meinung nach, hatte ich die in den letzten drei Tagen schon nicht mehr nötig. Da war nichts Abgestorbenes mehr im Darm! Und so gut tut das dann auch nicht, wie alle immer sagen. Wasser rein, Wasser raus und danach leichte Bauchschmerzen, das wird echt nervig mit der Zeit.

Trotz allem war das wahrscheinlich nicht meine letzte Fastenkur.     

 

Mittwoch, 23. März 2011, 9:00 Uhr

Auf der Zielgerade

Jetzt liegt eindeutig schon der Großteil der Fastentage hinter mir. Nach wie vor geht es mir sehr gut, meine einzigen kleinen „Sünden“ bisher waren ein Kräuter-Grüntee und ein paar Kräuter-Früchtetees. Und obwohl der gestrige Fruchtsaft (da keine Küchenmaschine im Haus ist, gab’s einen selbst gepressten Orange-Grapefruit-Mandarinen-Saft) sehr „fruchtfleischreich“ ausgefallen ist (gemäß dem Motto der Mönche, die früher in der Fastenzeit angeblich ein Schwein in den Brunnen geworfen haben, um es zu einem „erlaubten“ Seetier zu machen, habe ich das Fruchtfleisch nicht offiziell gegessen, sondern zurück in den Saft gelöffelt und mit dem Strohhalm aufgesogen) bin ich stolz auf mich. Kein Kaugummi, kein Cola, das durch die viele Kohlensäure ungut in meinem Bauch rumort und außer am Montag auch nicht einmal schlechte Laune. Und ist man einmal bis zum fünften Fastentag gekommen, macht der Rest wahrscheinlich auch keine Schwierigkeiten mehr!

 

Die Erkenntnis

Obwohl durchs nicht Essen der Tag leider auch nicht länger wird, bin ich ein bisschen zum Nachdenken gekommen. Ich glaube, das kommt einfach durch die neue Situation, ob man will oder nicht. Erstaunt bin ich immer noch über den stabilen Kreislauf, der sogar gestern Abend eine volle Einheit Pilates zugelassen hat, nur die Kraft hat ein bisschen gefehlt, wie beim Laufen heute in der Früh. Bei der Arbeit habe ich eigentlich das Gefühl, mich sehr gut konzentrieren zu können. Wenn ich auch vielleicht etwas langsamer arbeite als sonst, so arbeite ich sicher nicht weniger produktiv. Das Vorankommen hat mich gemäß der Situation und der Erwartungen eher zufrieden gemacht. Die allgemeine Hochstimmung (gibt es sowas wie Fasten-Endorphine?) bringe ich aber nur teilweise mit der Entgiftung in Verbindung, zu einem großen Teil ist bei mir auch die Vorfreude aufs Wieder-Essen-Dürfen dafür verantwortlich!

 

Bewusste Wahrnehmung

Gestern Mittag habe ich mich auf Grund des schönen Wetters für einen kleinen Marktbummel entschieden, schließlich durfte ich ja zumindest Gemüse für die Suppe einkaufen. Das Herumspazieren von Stand zu Stand war sehr entspannend, weil die Gier nach den Äpfeln, Birnen…usw. weggefallen ist, die ich sonst in solchen Situationen gerne entwickle. Ich habe einfach all das Gemüse gekauft, das mich angesprochen hat. Zur Abwechslung war ich am Ende einmal nicht mit schweren Säcken beladen, aber trotzdem sehr zufrieden. Vielleicht hält das Gefühl, mit weniger auch zufrieden zu sein, noch etwas an, auch wenn die Kur offiziell morgen vorbei ist. Ein letztes Gruppentreffen gibt es heute Abend noch bevor wir morgen Mittag alle zusammen feierlich die Fastentage beenden.  

 

Dienstag, 22. März, 2011, 11:30 Uhr

Der Countdown läuft

Gleich vorweg: ich bin noch „clean“. Kein Obst, kein gekochtes Gemüse aus der Gemüsebrühe und auch kein Kaugummi! Noch konnte ich mich zurückhalten. Obwohl ich, glaube ich, gestern schon sowas wie ein kleines moralisches Tief hatte. Beim Einkaufen in der Mittagspause an wunderschönen dunkelgelben Äpfeln, Südfrüchten, frischem Gemüse und…Cola vorbeigehen zu müssen, mit zwei Netzen Zitronen in der Hand, die auch nur (obwohl das bei Zitronen relativ ist!!) ausgepresst werden dürfen war schon hart. Zudem hatte ich zum ersten Mal während der Fastenwoche Schmerzen, so einen Druck auf der linken Seite der Rippen bis zum Rücken – wahrscheinlich eine Nebenerscheinung der Entgiftung! Ich hab dann eine Flasche stilles Mineralwasser mit hineingepressten Zitronen getrunken und ein paar Zitronenspalten ausgelutscht (ich soll ja nicht einmal kauen!! sonst hätt ich eh schon längst einen Kaugummi im Mund!) woraufhin es mir auch gleich besser gegangen ist. Die Müdigkeit kam dann erst wieder pünktlich zu Feierabend und das Radfahren schien mir endlos.

 

Alles bestens

Bei einem kurzen Fastengruppen-Treffen in recht dezimierter Runde (was aber nicht daran lag, dass sich die Hälfte bereits ausgeknockt hatte, sondern es waren einige verhindert!) stellte sich heraus, dass es den meisten wirklich gut geht. Und auch ich beschloss für die restlichen zwei Tage noch einmal all meine Energie zu sammeln. Ich möchte mir nicht vor der Gruppe die Blöße geben, es als einzige nicht durchgehalten zu haben, zumal es mir ja körperlich keine Probleme macht. Da packt mich jetzt schon ein bisschen der Ehrgeiz, wo schon so viel geschafft ist. Und nach dem Treffen war sogar die Energie fürs Radfahren wieder da. Schließlich gab es am Abend noch einen köstlichen Multifrucht-Saft, der mich bis zum Schlafengehen zufrieden gemacht hat.

 

Fasten-Hochstimmung

Auch wenn ich es mir im Vorhinein schlecht vorstellen konnte: es wird wirklich, so wie Fastenerfahrene immer sagen, mit jedem Tag leichter. Die letzte Nacht habe ich noch besser geschlafen (kann mich über schlechten Schlaf ja generell überhaupt nicht beklagen, aber die Nacht davor hatte ich das Gefühl ich bekomm Hunger!), heute in der Früh war ich voll motiviert zum Laufen (einzig die Kraft geht ein bisschen aus und die sehne ich mir auch wieder herbei, denn Sport ist über die Jahre für mich doch von einer lästigen Qual zu einem essentiellen Fixpunkt geworden) und auch das Tief nach dem Suppen-Frühstück ist ausgeblieben. Ich spüre so etwas wie eine allgemeine Entspannung, da ich mir über meinen Speiseplan und über meine Einkäufe keine Gedanken machen muss, ich produziere weniger Bio-Müll, meine Einkäufe sind nicht schwer zu tragen (das ewige Leid derer, die gerne und viel Obst und Gemüse essen!) und die Küche bleibt fast gänzlich sauber. Heute in der Früh hat der Grill-Geruch, den ich auf dem Weg in die Arbeit an der Straßenecke wahrgenommen habe, sogar richtig gute Laune in mir ausgelöst, denn er erinnerte mich an Sommerurlaub am Meer. Im Moment bin ich wunschlos glücklich und hoffe, dass es bis Donnerstag zu Mittag, wenn das Fastenbrechen stattfindet, so bleibt.

 

Montag, 21. März 2011, 12:00 Uhr

Wir haben Halbzeit!

Zweieinhalb Tage ohne feste Nahrung und ich lebe noch! Quälende Hungergefühle sind immer noch nicht aufgekommen und der Kreislauf ist erstaunlich stabil. Daher habe ich auch heute schon mühelos die empfohlene Stunde Bewegung an der frischen Luft erledigt. Da ich es gewohnt bin, in der Früh zu laufen, macht das keine weiteren Probleme. Fast die ganze Strecke habe ich durchgehalten, nur etwas langsamer als sonst, den letzten knappen Kilometer habe ich dann geopfert. Schließlich bin ich zum ersten Mal während meiner Fastenwoche auf dieser Strecke unterwegs gewesen und wusste nicht, wie schnell ich müde werde. Immerhin musste ich den ganzen Weg auch wieder zurücklaufen. Zu meiner Überraschung war ich aber nicht einmal langsamer als sonst. Das mit dem "langsam" kam erst danach. Statt Orangensaft, Kaffee und Obst gab es zum Frühstück Tee, Zitronenwasser und die Gemüsebrühe, weil ich die am Arbeitsplatz zu Mittag schlecht essen kann - und danach den großen Müdigkeitseinbruch. Ich hätte gut und gerne am Frühstückstisch einschlafen können. Was in so einem Fall hilft ist: aufstehen, sich fertig machen und in den Tag starten.

 

Das Verlangen wird immer größer

Trotzdem das Fasten körperlich keine Probleme macht, (auch das Kopfweh, mit dem ich in der Früh gerechnet habe, ist bis jetzt Gott sei Dank ausgeblieben) wächst die Lust auf feste Nahrung immer mehr und ich beginne schön langsam von Toast, belegten Broten & Co zu träumen. Auch sind meine Arbeitstage deutlich länger als Samstage und Sonntage. Wenn ich unter der Woche um spätestens halb neun an meinem Arbeitsplatz ankomme, starte ich am Wochenende, wenn es noch nicht wirklich warm ist und ich übermüdet bin, erst meine Laufrunde. Dennoch werde ich hart bleiben und wenn es gar nicht mehr geht, werde ich mich für eine "kleine" Sünde wie einen Kaugummi oder einen Früchtetee entscheiden, denn jede Nahrung würde den vorübergehend stillgelegten Magen-Darm-Trakt wieder zum Arbeiten bringen! Neugierig bin ich, wie es den anderen Gruppenteilnehmern heute, am ersten Fasten-Arbeitstag gegangen ist, denn gestern machten alle schon einen viel besseren Eindruck als am Samstag!

 

Noch ein Tipp für alle, die es mir einmal gleichtun wollen und somit längere Zeit aufs Teetrinken angewiesen sind. Neben den kommerziellen Beuteltees gibt es auch Literatur über das Zusammenstellen und Herstellen von Tees. Eine Möglichkeit, die neu gewonnene Zeit zu investieren. Z. B. von Manfred Neuhold: "Tee aus heimischen Kräutern und Früchten"

 

 

 

 

Sonntag, 20. März 2011, 15:30 Uhr

Die zweite Etappe

 Nach dem Fruchtsaft gestern Abend (DAS Highlight des Tages!) habe ich ausgezeichnet geschlafen. Heute in der Früh musste ich erst gar nicht in die Gänge gekommen, hab mich eigentlich total fit gefühlt und kalt war mir auch nicht. Deshalb habe ich beschlossen, nach einem Zitronenwasser und einem Tee, motiviert durch das wunderschöne Wetter, gleich laufen zu gehen und dabei die neu gewonnene Langsamkeit genossen. Das kleine Tief kommt dann immer beim Heimkommen, wenn der Körper, als Belohnung für das erledigte Workout, nach dem gewohnten Frühstück verlangt, aber nichts als Tee und Wasser bekommt. Und – da war auch ein leichter Anflug von Kopfschmerzen. Womit wir auch schon zur nächsten Fasten-Verpflichtung kommen: der Einlauf.

 

Alles halb so schlimm

Der Einlauf soll ja mögliche Kopfschmerzen und Übelkeiten, die auf Grund von noch nicht ausgeschiedenem , faulendem Darminhalt (ja, Mahlzeit, ich weiß!) aufkommen können, beseitigen. Und nachdem ich mich jetzt über eine Woche geistig darauf vorbereiten konnte, dass das dazugehört, habe ich die Vorstellung, das jetzt durchführen zu müssen, dann auch schon nicht mehr so schlimm gefunden. In ungewohnten und herausfordernden Situationen möchte ich ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach nur mehr, dass es losgeht! Außerdem hält sich meine Lust auf Kopfschmerzen in Grenzen. So habe ich mich überwunden und siehe da – es war überhaupt kein Problem. Nicht schmerzhaft, nicht ekelig, eher eine etwas amüsante, weil alles andere als alltägliche Situation. Und durch die Erfahrung lernt man am besten, Berührungsängste zu überwinden.

 

Speiseplan

Zu Mittag gab’s dann die gewohnte Gemüsebrühe, in einer etwas anderen Zusammensetzung und daher auch mit anderem Geschmack als gestern. Geschmeckt hat sie besser, satt und zufrieden macht sie allerdings nicht und der Blick auf Papas Fisch war auch nicht ganz neidlos. Es hätte ja nicht gleich der Fisch sein müssen…so eine klitzekleine Kohlsprosse aus der Suppe... Wenn da nur nicht immer das Gefühl wäre, dass dann der ganze Weg bis hierher umsonst war! Und so werde ich weiter durchhalten, nur immer von Tag zu Tag und von Gruppentreffen zu Gruppentreffen, von Gemüsebrühe zu Saft zu Gemüsebrühe….schauen, denn irgendwie neugierig gemacht haben mich die Worte der Fastenerfahrenen schon, die meinten, man würde sich von Tag zu Tag besser fühlen…

 

Samstag, 19. März 2011, 21:00 Uhr

Hungerst du noch oder fastest du schon?

Der erste Tag ist so gut wie vorbei, was auch heißt, die erste von 5 Etappen liegt bereits hinter mir. Die vorhergesagte Wirkung des Glaubersalzes ist zwar sehr mäßig ausgefallen (was nicht heißt, dass ich normalerweise nicht auf Glaubersalz anspreche, weil ich es ja schon genommen habe), dafür sind auch andere prognostizierte Beschwerden wie Kopfweh und Müdigkeit ausgeblieben. Einzig mir ist kalt. Aber mir ist auch sonst oft kalt. Und wenn ich länger sitze, fährt mein Kreislauf hinunter, so dass ich hinterher erst wieder auf Touren kommen muss. Die Gemüsebrühe war nicht schlecht, obwohl ich zugeben muss, dass der Gesang von Kaiserschmarren und Tiroler Gröstl im Radio (bei meinen Eltern läuft Radio Steiermark!!!) und der Anblick meines normal essenden Vaters erste Träume von fester Nahrung in mir aufkommen ließen. Aber dabei ist es dann auch geblieben. Beim Treffen mit der Fastenrunde wurden bei kaltem oder warmem Wasser (ich hätte mir auch nie gedacht, dass mich einmal ein Glas warmes Wasser, an dem ich mir meine Hände wärmen kann, zufrieden macht) die Ereignisse des Tages besprochen. Ein kleines Ballspiel zum Aufwärmen gab’s außerdem. Den meisten Teilnehmern der Gruppe ist es heute gut gegangen, Hungergefühle sind wirklich Seltenheit, kleinere Beschwerden sind normal. Ich habe Gott sei Dank noch immer keine, fühle mich eigentlich ganz fit und schaue zuversichtlich nach vorne.

 

Samstag, 19. März, 13:13 Uhr

Etappe Eins

Glaubersalz. Ein Liter Wasser mit gelöstem Glauberalz und dem Saft einer Zitrone und ein Liter Tee sind bereits erfolgreich in meinen Magen gewandert. Davor habe ich Sport gemacht. Vor dem Sport gab es aber heute keine zwei Gläser Cola (jaja, da gibt es jetzt für 5 Tage wirklich keine Entschuldigung mehr!!), sondern einen Kräutertee. Auf den Sport hatte das keine Auswirkungen, viel mehr habe ich die neu gewonnene Langsamkeit gespürt. Beim Fasten soll ja alles etwas langsamer gehen und das hat beim Laufen auch seine eindeutig positiven Seiten. Man kann die herrliche Umgebung viel intensiver wahrnehmen, den schönen Ausblick genießen und sich bewusst werden, wie gut es einem geht. Hinunterschauen auf das weite Land und spüren, wie sich der Raum zum Atmen öffnet. Auch für miese Laune wegen zu eisigem, zu matschigem, zu rutschigem oder zu unebenem Waldboden oder bellenden Hunden bleibt kaum Raum, denn es gilt sich voll und ganz aufs Laufen zu konzentrieren. Nach dem Sport folgte dann das etwas salzige „Frühstück“. Das Glaubersalz schmeckt wie Meerwasser, hat mich jetzt zwar noch nicht an meine Grenzen gebracht, ich bin aber froh, dass ich diese „Hürde“ schon einmal genommen habe. Der erste halbe von 5 Tagen ist jetzt vorbei und im Vergleich zum stressigen Alltag bin ich heute einmal froh, wie schnell die Zeit vergeht. In Kürze werde ich die erste Gemüsebrühe essen und um halb sechs am Abend trifft sich die Gruppe wieder, um die Erfahrungen des ersten Tages auszutauschen...  

 

Freitag, 18. März 2011

Ich bin ich

Gestern war also das zweite Zusammentreffen in der Pfarre. Zuerst hat sich die Gruppe untereinander vorgestellt. Jeder mit einer Postkarte, die wir uns aus einer Vielzahl an Postkarten, alle in der Mitte aufgelegt, aussuchen konnten und die besonders gut zu ihm passt. Ein bisschen so, wie man sich immer eine Gruppentherapie vorstellt (wir sitzen auch im Sesselkreis!). Trotzdem habe ich mich wohlgefühlt. Religion spielt nur eine untergeordnete Rolle und das ist gut. Ja, ich glaube schon an Gott, nicht uneingeschränkt und nicht ohne kritisch zu hinterfragen und manchmal bin ich auch ziemlich skeptisch, aber in irgendeiner Form glaube ich schon, wie die meisten von uns. Aber sei es wie es sei, ich habe den Eindruck, in dieser Gruppe wird jeder akzeptiert, unwertend, wie es in unserer Gesellschaft leider viel zu selten passiert. Und alleine das ist schon ein positives Gefühl.

 

Das nötige Rüstzeug

Danach gab es das Fasten-Equipment ausgehändigt (30 g Glaubersalz und ein Darmrohr für den Einlauf – uuuuaaahhh, da wird mir jetzt schon ganz mulmig…) und den „Fahrplan“ bis zum nächsten Treffen morgen, am Samstag. Heute Abend wird das Salz in 1 l Wasser angesetzt und morgen in der Früh mit dem Saft einer Zitrone versetzt und mit 1 l Kräutertee immer abwechselnd getrunken. Das sollte für mich jetzt kein größeres Problem sein. Glaubersalz habe ich schon genommen und große Mengen zu trinken bin ich sowieso gewohnt. Ok, Cola ist was anderes als Tee, aber ich habe zumindest kein Problem, nicht alles „runterzukriegen“ und die Wirkung wird mich auch nicht überraschen! Und dann gibt es kein Zurück mehr. Der Körper entleert sich und das Fasten beginnt. Zu Mittag wird Gemüse für eine Brühe ausgekocht und am Abend Obst für einen Saft ausgepresst. Am Sonntag kommt dann der erste Einlauf, aber den Gedanken schiebe ich noch weg. Bis Sonntag ist noch viel Zeit und ich schaue nur von Tag zu Tag. Wichtiger ist…

 

wie’s mir heute geht…

Heute ist der so genannte Entlastungstag. Ich versuche ja schon seit Anfang der Woche zu verzichten, wobei ich von dem Wunsch, radikal alle Genussmittel und äußerlichen Einflüsse (Shoppen, Radio, …) abzusetzen abgekommen bin. Schließlich braucht man in diesen kargen Zeiten irgendetwas, das einen über Wasser hält. Was ich durchgehalten habe: ich trinke wirklich bereits seit Mittwoch keinen Kaffee mehr. Das war auch eigentlich nicht schwer. Lediglich einen kleinen Anflug von Kaffee-Lust musste ich gestern überwinden. Ich muss aber gestehen, dass ich mir durch meinen Kaffee wahrscheinlich mehr Süßstoff als Koffein zuführe, also leiden wirklich Koffein-Abhängige möglicherweise anders! Ich habe seit Mittwoch kein Radio mehr eingeschaltet, mich aber immer gefreut, wenn jemand in meiner Nähe es getan hat!! Ich habe nicht ferngesehen, was angesichts des Fernsehprogramms und der Tatsache, dass ich keinen Fernseher besitze, auch kein Problem ist. Und ich schminke mich nicht mehr. Genussmittel wie Cola und Kaugummi habe ich mir noch nicht verboten und einkaufen war ich auch ein bisschen, aber ich habe beschlossen: bei dem Überfluss, in dem wir leben, ist schon ein teilweiser Verzicht ein Erfolg!

 

Entlastungs-Frühstück

Meinen heutigen Entlastungstag habe ich mit frisch gepresstem Orangensaft, Tee (heute geht noch Früchtetee!!), einer kleinen Portion Suppe mit Teigwaren und ein paar Stück Wassermelone begonnen. Heute gibt es auch nur mehr Obst und Gemüse und nur mehr kleine Mengen. Je leerer der Körper von Natur aus morgen schon ist, desto weniger grauslich sind auch die Auswirkungen der diversen Entleerungsmethoden, bilde ich mir zumindest ein. Aber jeden Bissen, den ich heute noch esse, werde ich besonders genießen. Morgen ist's dann erstmal vorbei...

 

Mittwoch, 16. März  2011

Mein Leben ist laut

Geschäfte, Straßenlärm, Stimmengewirr in öffentlichen Verkehrsmitteln, Telefone und Hektik am Arbeitsplatz und in jeder freien Minute auch noch Radio, Fernseher oder MP3 – mein Leben ist echt laut, so dass der Wunsch nach Stille in mir immer größer wird. Da kommt mir das Fasten sehr gelegen. Einfach einmal eine Pause machen, von der ständigen Beschallung, es genießen, einmal einfach nichts zu hören, nichts sagen zu müssen sondern alles nur auf sich wirken lassen zu können und mit sich und seinen Gedanken allein zu sein.

 

Stück für Stück bis zum vollen Verzicht

Ab heute war ja kompletter Kaffeeverzicht geplant und jetzt ist es 14 Uhr und ich hatte auch noch keinen. Cola hab ich mir heute noch erlaubt, es sollen ja schließlich nicht alle Gewohnheiten auf einmal aus dem Alltag verbannt werden. Das mit dem Radio-Fasten war da schon schwieriger. Man kann ja nicht einfach bei der Freundin zu Hause oder am Arbeitsplatz sagen „Schalt bitte das Radio aus, ich faste Radio!“. Also bleibt das Radio nur zu Hause aus. Ist ja wenigstens etwas. Und ich faste Make-up. Das geht zwar nicht 100-prozentig, aber bis auf ein bisschen Puder zum Abdecken verzichte ich auf alles. Das ist gut, weil das spart Zeit in der Früh und ich bin sowieso immer spät dran.

Und während ich versuche den ersten Tag ohne Kaffee ganz ohne „Entzugserscheinungen“ zu Ende zu bringen, steigt die Spannung vor dem morgigen Treffen der Fasten-Runde…

 

Montag, 14. März 2011

Pflichtlektüre

Wie empfohlen, habe ich am Wochenende angefangen zu lesen - schließlich sollen mir die Fasten-Regeln so schnell wie möglich in Fleisch und Blut übergehen - und bin auch gleich um eine grundlegende Information reicher geworden (daher auch die Änderung unseres Blog-Titels): Was wir betreiben ist nicht Heilfasten. Heilfasten bedeutet nämlich längerfristiges Fasten aus gesundheitlichen Gründen. Was ich plane nennt sich "Vollfasten" oder "Fastenwoche für Gesunde", und ist auch so wahrscheinlich schon eine große Herausforderung. Trotzdem, all meine neu gewonnenen Kenntnisse über das Fasten haben mich in meiner Entscheidung nur bestärkt.

 

Ernährung von Innen

Fasten bedeutet nicht nur reinen Verzicht, sondern das Umschalten des Körpers auf die Ernährung von innen. Wenn wir fasten kann sich der Körper für eine gewisse Zeit über von seinen Reserven ernähren und seine Kraft daraus schöpfen. Einzige Bedingung: er muss zuvor und auch zwischendurch regelmäßig von den in Magen und Darm angesammelten Schadstoffen „befreit“ werden und das funktioniert über die Einnahme des Glaubersalz am ersten Fastentag und in weiterer Folge über die Einläufe. Diese Ernährung von Innen ist etwas ganz Natürliches, das wir beispielsweise aus dem Tierreich kennen, wenn Tiere Winterschlaf halten, fressen sie auch über lange Zeit nichts, oder von Völkern, die durch ihre Lebensumstände gezwungen waren, über einen längeren Zeitraum auf feste Nahrung zu verzichten. Aber auch unser eigener Körper kennt diesen Zustand des Verzichts, wenn wir etwa nach einem zu ausgiebigen Essen am Vortag in der Früh ein flaues Gefühl verspüren. Dann verzichten wir auch gerne unabhängig von allen Essenszeiten auf feste Nahrung bis sich das natürliche Hungergefühl wieder einstellt.

 

Entwöhnungstage

 Vor dem Vollfasten kommen die Entlastungstage und da sollte man besser langsam beginnen, Gewohnheiten Stück für Stück abzubauen. Am Samstag ist mein erster Fastentag doch ich reduziere bereits meinen Kaffee und Cola Konsum und möchte ab Mittwoch dann ganz auf Genussmittel dieser Art verzichten. Das Fasten muss sich aber keinesfalls auf Gewohnheiten, die mit Essen und Trinken zu tun haben, beschränken. Man kann auch Fernseh-Fasten, Radio-Fasten, Ausgeh-Fasten, Shopping-Fasten, Auto-Fasten usw. Auch das werde ich probieren. Ab Mittwoch soll zu Hause das Radio stumm bleiben (die wichtigsten Infos stehen auch in der Zeitung) und der Verzicht aufs Shoppen schadet mir auch nicht...auch um für die Zeit nach dem Fasten zu wissen, wie schön es sein kann, hin und wieder auch einmal etwas nicht zu besitzen.

 

Feedback durchaus erwünscht! 

 An dieser Stelle bedanke ich mich auch bei Joachim Bernd Vollmer, Autor des Buches „Gesunder Darm, gesundes Leben“ für die ermunternden Worte und den spannenden Auszug aus seinem Buch. Ich freue mich immer über Kommentare, Erfahrungsberichte, Reaktionen und Anregungen! So wird mir auch nach der Einführungslektüre der Lesestoff zum Thema Fasten nicht ausgehen!

 

 

 

 

Für alle, die nicht zu Hause sondern in einer fremden Umgebung, fernab des Alltags, fasten möchten, habe ich auch einen Tipp. Hier weiterlesen... 

 

Donnerstag, 10 März 2011 

Fasten nach Buchinger/Lützner

 Zuerst gab es einige Fakten. Der wichtigste Grundsatz: man muss aus eigener Entscheidung fasten, ohne Zwang. Voll gefastet wird 5 Tage lang. Davor soll man sich jedoch beim Essen und anderen Genussmitteln schon einschränken. Unter dem Motto: „Auf Wiedersehen Laster, in einigen Tagen habt ihr mich wieder.“ Und da hat ja bekanntlich jeder seine eigenen Schwächen. Zigaretten, Schokolade, Alkohol…meine sind definitiv Cola, Kaffee und die Tatsache, dass ich einfach zu viel von allem und zu schnell esse. Getrunken wird nur mehr Kräutertee, davon dafür so viel man will, abends ein Achtel frisch gepresster Obstsaft, der mit Wasser auf ein Viertel verdünnt wird und mittags eine Gemüsebrühe, in der jedes beliebige Gemüse ausgekocht – aber im Anschluss nicht mitverzehrt – werden kann. Einzige Vorschrift: kein Salz und keine Gewürze – nur Kräuter. Als Vorbereitung wird außerdem empfohlen, das Buch „Wie neugeboren durch Fasten“ von Dr. Med. Hellmut Lützner zu lesen.

 

Fasten = Nahrungsverzicht – So einfach ist das leider nicht

Und damit der Verzicht auf feste Nahrung nicht früher oder später zu quälenden Hungergefühlen führt, müssen Magen und Darm zuerst komplett entleert werden. Wie das funktioniert? Indem man Glaubersalz in Wasser auflöst und abwechselnd mit Pfefferminztee innerhalb von 15 Minuten trinkt. Na schön! Aber das ist leider immer noch nicht alles, denn auch nach dem ersten Fastentag befinden sich noch immer Schadstoffe im Darm. Daher muss auch während der Fastentage regelmäßig mit einem Einlauf abgeführt werden! Oje, noch schöner! Soll ich mir das wirklich antun? Aber ich habe keine Zweifel. Ich bin nach wie vor von meinem Entschluss überzeugt. Ich werde fasten. Ich will diese Erfahrung machen.

 

Abnehmen soll nicht das Ziel sein

 „Wie ist es dir letztes Jahr beim Fasten gegangen?“ – „Gut, ich habe 5 Kilo abgenommen!“ Das war eines der Gespräche, die ich im Raum aufgeschnappt habe. Warum denkt jeder beim Fasten immer nur ans Abnehmen? Ist unsere Gesellschaft wirklich schon so darauf fixiert? Fasten bedeutet Verzichten, in sich gehen, Zeit haben zum Nachdenken, über sich, die anderen, die Welt. Es bedeutet Stille, die Zeit, die man sonst mit Essen verbringt, kann nun anderweitig genutzt werden. Zum Beispiel um sich neue Pläne zu machen. Was erwarte ich von meinem Leben, was sind meine nächsten Ziele, im Beruf, in der Beziehung zu anderen, in der Beziehung zu mir selber…Mein Ziel ist nicht in erster Linie die Gewichtsabnahme – sicher könnte auch ich disziplinierter sein – ich faste, weil ich mich besser kennen lernen will.

In diesem Sinne sehe ich dem nächsten Zusammentreffen der Fastengruppe am Donnerstag (17. März) mit Spannung entgegen und werde mich bis dahin mit der empfohlenen Literatur vorbereiten...

 

Weiterführende Links 

Fasten-Rezepte

Verzehr von Fisch erhöht die Fitness

Tee als Fastenbegleiter

Die B-Vitamine

Heimische Fische

Die Fastenzeit steht vor der Tür

Fasten nach Hildegard von Bingen

Fasten für Genießer

Wissenswertes: Hering & Co

Tee-Saft-Fasten nach Dr. Otto Buchinger

 

Ökologisch unbedenklicher Fischgenuss

Fischspezialitäten von Nordsee sorgen für Genuss während der Fastenzeit

Optimale Selen-Versorgung und gestärkte Abwehrkräfte durch regelmäßigen Fischkonsum

 

Fastenblog

Hallo! Schöner blog, hab mir alles durchgelesen, war interessant! Falls du Lust hast, hier ist mein Fastenblog: http://www.doris-fastentagebuch.blogspot.com/ Liebe Grüße Doris

That were not in any case

 
... That were not in any case been the trends of recent years? Personally, I point 5, functional food, very critical. Dear natural, conscious, vitamins and healthy as with vitamins and minerals from the laboratory enriched .... If once you will need to order research paper online ask me i'll help you.