Wissenswertes: Eierschwammerln

Eierschwammerln, auch als echte Pfifferlinge oder Rehlinge bekannt, erkennt man an ihrem dotter- bis orangegelben, trichterförmigen Hut, der einen Durchmesser von 2 bis höchstens 10 cm erreicht. Der Rand des Hutes ist lappig, unregelmäßig und verbogen und geht gleichmäßig in den Stiel über. Die Hutunterseite ist von Leisten durchzogen, die am Stiel herablaufen. Das Pilzfleisch ist weiß bis blassgelb und fest. Bei Druck ergibt sich keine Verfärbung.


Eierschwammerln haben einen frischen fruchtigen Geruch, einen milden bis scharfen, leicht pfeffrigen, Geschmack und sind nur ganz selten wurmig. Sie sind Pilze der Alpenländer und kommen in Mischwäldern häufig unter Blättern, Farnen und Moos vor. Auch in reinen Laub- und Nadelwäldern sind sie zu finden und können von Juni bis zum ersten Frost geerntet werden.

Eierschwammerln sind sehr beliebte und bekannte Speisepilze, die nicht nur fein schmecken, sondern durch ihre Farbe und ihre Form für attraktive dekorative Akzente am Teller sorgen. Wichtig ist, die Eierschwammerln vor dem Verarbeiten nicht zu waschen, da sie sonst zu viel von ihrem Aroma verlieren. In der Küche sind Eierschwammerln sehr vielseitig verwendbar. Sie eignen sich zum Braten, für Saucen oder als Füllung für Teigtaschen, Knödel oder Strudel und für zahlreiche andere Gerichte. Am Abend sollte man jedoch auf Eierschwammerln verzichten, da sie schwer verdaulich sind.

Rezepte mit Eierschwammerln und anderen Pilzen

Der Mythos, dass man Pilzgerichte nicht aufwärmen darf, stimmt nicht. Wenn das Schwammerlgericht nach der Zubereitung nach raschem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahrt wird, kann man es bedenkenlos am nächsten Tag aufwärmen (darauf achten, dass eine Temperatur von mindestens 70 °C erreicht wird). Auf keinen Fall sollte man Pilzgerichte ein weiteres Mal aufwärmen, denn Bakterien oder Pilzenzyme könnten einen Eiweißabbau verursachen, was zu Übelkeit oder Brechdurchfall führen könnte.


Eierschwammerln lassen sich relativ lange frisch lagern. Zudem können sie eingefroren werden. Auch eingelegt in Essig oder Olivenöl schmecken sie sehr gut. Zum Trocknen sind sie jedoch nicht geeignet.

Der typische Doppelgänger der Eierschwammerln ist der „Falsche Pfifferling“, der sich aber durch seine deutlich erkennbaren Lamellen und sein elastisches, nicht brüchiges Fleisch von den echten Eierschwammerln unterscheidet. „Falsche Pfifferlinge“ sind zwar nicht giftig, können bei empfindlichen Personen jedoch Verdauungsstörungen verursachen. Außerdem ähnelt der südlich der Alpen heimische Ölbaum-Trichterling dem Eierschwammerl. Achtung, hier gilt besondere Vorsicht um Verwechslungen zu vermeiden, denn der Ölbaum-Trichterling, der auf Bäumen wächst, ist giftig.

 

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