Wissenswertes: Gelbes Obst und Gemüse

Die Farbe Gelb präsentiert sich in unterschiedlichsten Schattierungen – genauso vielfältig sind die Vertreter der gelben Früchte und Gemüsesorten, sowohl was ihren Farbton als auch ihren Geschmack betrifft. Unsere Assoziationen sind ebenso abwechslungsreich: frisch und fröhlich wie Zitronengelb, sonnig wie gelbe Rüben, herbstlich goldgelb wie Mais oder Dottergelb wie reife Mangos … Gelbe Lebensmittel sind ein Geschmackserlebnis und gleichzeitig ein Farberlebnis, das ins Auge sticht!

 

  Gelbe Zucchini sind eine spezielle Züchtung der grünen Zucchini, ihr Fruchtfleisch bildet jedoch weniger Samen aus, wodurch es eine zarte aber dichte Konsistenz hat und ideal zum Rohessen ist. Geschmacklich sind gelbe Zucchini etwas milder als grüne Zucchini. Durch ihre dünne Schale sind sie allerdings nicht so lange haltbar. Zucchini enthalten reichlich Kalium sowie Magnesium und Eisen. Sie schmecken roh, gegart, süß oder pikant und sogar die Blüten kann man essen. 
 Der Patisson ist eine Art des Gartenkürbisses. Aufgrund seiner Form wird er auch „fliegende Untertasse“, oder „Ufo“ genannt. Es gibt Mini-Patissons, aber auch bis zu 1 kg schwere Exemplare. Die Ernte erfolgt von Juni bis September, wobei das ständige Ernten junger Früchte die Pflanze zur Bildung neuer Früchte anregt. Der Patisson eignet sich zum Füllen, Einlegen, Backen und Frittieren. Auch die Blüten sind essbar, z. B. in Backteig frittiert.
  Mais stammt ursprünglich aus Mexiko und gehört zur Familie der Süßgräser. Die gelben Körner enthalten Mineralstoffe, Spurenelemente, B-Vitamine, Phenolsäuren sowie die bei Getreide selten vorkommenden Carotinoide. Mais ist glutenfrei und daher auch für Allergiker geeignet. Er ist fettarm, reich an Ballaststoffen und hält dadurch lange satt. In der Küche kommt Mais in Form von Gemüsemais, Maismehl, Maisgrieß (Polenta) oder Maiskeimöl zum Einsatz. Von einigen Gemüsemaissorten werden bereits die ganz jungen Kolben mit ca. 10 cm Länge geerntet und als Baby-Mais gehandelt.
 
 


 

 Gelbe Rüben sehen aus wie gelbe Karotten, ihr Geschmack ist aber erdiger und erinnert an eine Mischung aus Karotte und Petersilienwurzel. Für die Farbe sorgt das enthaltene Betacarotin, das die Rübe auch vor dem Verderben und vor Oxidation schützt. Da die meisten bioaktiven Stoffe direkt unter der Schale sind, die gelben Rüben nur gründlich waschen aber nicht schälen. Gelbe Rüben werden gerne für Gemüsemischungen verwendet und sind Bestandteil des Suppengrüns. Interessant ist, dass man sie in Österreich kennt, in Deutschland jedoch nicht.
 Mangos wachsen auf dem immergrünen Mangobaum, welcher zu den tropischen Sumachgewächsen gehört. Die Früchte werden z. B. zu Saft, Kompott, Marmelade und Eis verarbeitet und finden in Chutneys und Pickles Verwendung. Reife Früchte erkennt man am Duft und an der leichten Nachgiebigkeit. Weil sie gut verdaulich und säurearm sind, sollen Mangos den Darm beruhigen. Durch den hohen Gehalt an Vitamin A können sie auch vorbeugend gegen Infektionen und Erkältungskrankheiten eingesetzt werden.

 

Foto: AMA-Marketing

Safran. Als Gewürz werden die getrockneten (und gemahlenen) Stempelfäden einer violett blühenden Krokusart verwendet. Da die Pflanze nur wenige Wochen im Jahr blüht und für 1 Kilo Safran 150.000–200.000 Blüten in Handarbeit geerntet werden müssen, zählt Safran zu den weltweit teuersten Gewürzen. Safran schmeckt bitter-herb-scharf und enthält Carotinoide, welche die gewürzten Speisen goldgelb erscheinen lassen. Paella, Risotto alla milanese, schwedische Lussekatter und die Villacher Kirchtagssuppe sind typische Gerichte die in Europa mit Safran gewürzt werden.

Safran Rezepte

 Kurkuma gehört zur Familie der Ingwergewächse und wird vor allem in der indischen Küche eingesetzt. Der Wurzelstock ähnelt stark dem des Ingwers, seine Farbe ist jedoch intensiv gelb. Frisch schmeckt er harzig, leicht brennend, getrocknet hingegen mildwürzig und etwas bitter. Am häufigsten wird Kurkuma gemahlen verwendet, zum Beispiel als Bestandteil von Currypulver. Bis ins 20. Jahrhundert wurde es auch zum Färben von Papier und Salben verwendet.
 Gelbe Wassermelonen sind wie ihre roten Artgenossen mit 90 % Wassergehalt eine ideale Erfrischung an heißen Tagen und ein optischer Blickfang am Teller. Der einzige Unterschied zwischen gelben und roten Wassermelonen ist die Färbung des Fruchtfleisches, was zu einer Überraschung führen kann, da von außen beide gleich aussehen.
 Gelbe Paprika schmecken süßlich, sind reich an Vitamin C und Carotinen, welche für die intensive gelbe Färbung sorgen. Paprikapflanzen können Carotine selbst synthetisieren, was sie für den Menschen besonders gesund machen, denn Carotine sind Vorstufen von Vitamin A und helfen bei der Abwehr freier Sauerstoffradikale im Körper. Paprikasorten, die fast keine Carotine produzieren, haben blassgelbe bis fast weiße Schoten.

 

Foto: R. Hönle

Bananen wurden früher auch Paradiesfeigen genannt. Es gibt in etwa 70 Arten, für die Nahrungs-mittelproduktion werden aber hauptsächlich die Dessert- und die Kochbanane verwendet. Bananen fungieren als gute Energiespender und enthalten sehr viel Kalium und Magnesium. Rohe Bananen enthalten schwer verdauliche Stärke, die erst während des Reifeprozesses in Frucht,- Trauben,- und Rohrzucker verwandelt wird. Reife Bananen sind sehr leicht verdaulich und deshalb auch gut als Kinder-  und Krankenkost geeignet. 
 Die Ananas ist eine Pflanzenart der Familie der Bromeliengewächse. Ihren Ursprung findet man in Amerika, heute wird sie aber weltweit in den tropischen Gebieten als Obstpflanze angebaut. Rund 70 Prozent der Welternte wird in den Herkunftsländern frisch verzehrt, ein geringer Teil wird exportiert, der Rest zu Konserven und Saft verarbeitet. Die frische Ananas enthält das verdauungsfördernde und eiweißspaltende Enzym Bromelin, weshalb man sie nicht für rohe Milch- Joghurtspeisen verwenden kann. Außerdem ist sie reich an Vitamin C und A, wertvollen Mineralstoffen, Eisen und Calcium. 
 Die Zitrone (oder Limone) entstand aus einer Kreuzung zwischen Bitterorangen und Zitronatzitrone. Ihr Fruchtfleisch ist saftig und sauer. In der Küche kommen meist Zitronensaft oder die abgeriebene Schale unbehandelter Zitronen zum Einsatz. Im nordafrikanischen Raum sind auch eingelegte Salzzitronen eine beliebte Zutat.
 Gelbe Linsen gehören zur Familie der Hülsenfrüchte und sind reich an Eiweiß, Kohlenhydraten, Phosphor, Vitaminen und Spurenelementen. Gelbe Linsen sind geschälte Linsen, welche etwas mehlig sind, ein mild-nussiges Aroma haben und leichter verdaulich sind als ungeschälte Linsen. Kochzeit: max. 8 Minuten, danach zerfallen sie. 
 Die Birne gehört zu den Kernobstgewächsen und zu den ältesten Obstsorgen. Birnen wachsen auf Laubbäumen oder Sträuchern und können bereits im Sommer (sortenabhngig) geerntet werden, die meisten sind aber erst im Herbst oder im Winter reif. Birnen enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente und sollten aufgrund ihres hohen Saftgehalts schnell verbraucht werden.