Wissenswertes: Mohn

Mohnnudeln, Mohnpotitzen, Germknödel, Mohnstrudel usw. sind aus der typisch österreichischen Küche nicht wegzudenken. Abgesehen davon verleiht Mohn aber auch pikanten Gerichten das gewisse Etwas. Mohn ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen und wird auch in der Pharmazie sowie in der Kosmetik eingesetzt.

Wissenswertes über Mohn (Papaver somniferum)
 Die botanische Bezeichnung (lat. somniferum = Schlaf bringend) weist bereits auf eine Eigenschaft des Blaumohns (auch Schlafmohn genannt) hin. Bereits in der Antike wurde Mohn wegen seiner narkotischen und schmerzlindernden Wirkung geschätzt. Ursprünglich stammt der Mohn aus dem östlichen Mittelmeerraum, die verbreitetsten Zuchtsorten sind:

 

Blaumohn: blaugraue Samenfarbe, leicht herber Geschmack, intensives Aroma, eignet sich für pikante Mohnspeisen und Beilagen mit Mohn.

Weißmohn: hellbeige Samenfarbe, seltene Mohnsorte, nussartiger Geschmack, passt gut für feine Mohnmehlspeisen und Desserts.

Graumohn: hellgraue Samenfarbe, alte Mohnsorte, geschmacklich sehr mild und fein, besonders gut für Mehlspeisen geeignet.

In der Küche werden die Mohnsamen gemahlen oder gequetscht verwendet, das kaltgepresste Öl eignet sich hervorragend für Salate und Rohkost.

Geschichtliches
Mohn zählt zu den ältesten Kulturpflanzen und wurde nachweislich bereits in der Jungsteinzeit als Nutzpflanze angebaut. Im Unterschied zu Deutschland ist der Anbau von Schlafmohn in Österreich erlaubt und blickt auf eine lange Tradition zurück. Hauptanbaugebiete heute sind das nördliche Oberösterreich, wo großteils Blaumohnsorten angebaut werden, und das Waldviertel, berühmt für seinen großsamigen Waldviertler Graumohn g.U. Bis zum Jahr 1933 notierte Zwettler Graumohn sogar an der Produktbörse in London.

Inhaltsstoffe
 Mohn hat einen enorm hohen Kalziumgehalt von 2,4 %, enthält viele B-Vitamine, Kalium, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer und Mangan sowie die Aminosäuren Leucin und Lysin und ist außerdem reich an Omega-6-Fettsäure (Linolsäure) und Omega-3-Fettsäure (Linolensäure). Der Morphingehalt ist in der Regel gesundheitlich unbedenklich, kann aber nach dem Genuss von mohnreichen Speisen zu positiven Befunden bei Drogentests führen.

 

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