Wissenswertes: Waldpilze richtig erkennen und zuordnen

Viele Speisepilze, die kaum einer kennt, schmecken hervorragend. In diesem Artikel möchten wir Ihnen einige dieser köstlichen Sorten vorstellen. Damit Sie sicher sein können, ausschließlich ungiftige Speisepilze gesammelt zu haben, sollten Sie am besten ein Pilzbuch mit guten Fotos von den Pilzen sowie detaillierten Beschreibungen zum Pilzesammeln mitnehmen. Wenn man sich unsicher ist, ob ein Pilz auch genießbar und nicht giftig ist, lieber nicht pflücken. Im Zweifelsfall die gesammelten Pilze immer von erfahrenen Pilzsammlern begutachten lassen (geschulte Begutachterinnen oder Begutachter, Pilzberatung oder -begutachtung bieten z. B. die Marktamtsabteilungen Wien an).

 

Flockenstieliger Hexenrohrling
Der Hexenröhrling hat einen halbkugeligen, dunkelbraun-samtigen Hut und einen keulenförmigen Stiel, der zur Basis hin dicker wird. Man findet ihn in Laubmischwäldern, wo er oft „Hexenringe“ (Gruppen von Pilzen, in einem Kreis angeordnet) bildet. Da er leicht mit dem giftigen Satanspilz und dem Schönfußröhrling verwechselt werden kann, sollte die Suche geübten Pilzsammlern überlassen werden. Beim Kochen wird der Hexenröhrling schwarz, was jedoch seinen Geschmack nicht schmälert. 

 

 

 

Wald- und Wiesenchampignons
Der Hut des Wiesenchampignons ist erst kugelig, dann flach gewölbt, zuerst weiß, später bräunlich. An der Unterseite sitzen rosarote Lamellen, die sich später braun bis braunschwarz verfärben. Der Waldchampignon ist dem Wiesenchampignon optisch sehr ähnlich, hat jedoch einen braunen, mit fasrigen Schuppen bedeckten Hut. Achtung: Die vermeintlich bekannten Champignons werden leicht mit Giftpilzen (Anisegerling, Weißer Knollenblätterpilz, Riesenrötling, Karbolegerling) verwechselt. 

 

 

 

Maronenrohrling / Braunkappe
Der Maronenröhrling hat einen maronibraunen, samtigen Hut. Die Röhren an der Unterseite des Hutes sind gelb, später grünlich gelb und verfärben sich bei Druck blau. Charakteristisch ist die fasrige, bräunliche Längsstreifung des Stiels. Weist der Stiel rote, netzartige Zeichnungen auf, besteht Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Satanspilz oder dem Schönfußröhrling. Aufpassen: Auch die Röhren der „Doppelgänger“ verfärben sich bei Druck blau! 

 

 

 

Parasol
Der bis zu 20 cm hohe Parasol ist der größte heimische Pilz. Sein bis zu 30 cm großer, weißer Hut breitet sich erst später schirmartig aus und ist von sparrigen, hellbraunen Schuppen geziert. Ernten kann man den Parasol von Juli bis Oktober in Wäldern, am Waldrand oder in Wiesen. Um eine Verwechslung mit dem giftigen Pantherpilz auszuschließen, besonders auf den Ring am Stiel des Parasols achten, der sich im Gegensatz zu jenem des Pantherpilzes auf und ab schieben lässt. In der Küche wird nur der Schirm des Parasols, z. B. paniert und gebacken, in Butter gebraten und mit Ei übergossen oder auch getrocknet und zu Würzpulver vermahlen. Vor der Verarbeitung den Parasol nicht waschen!

 

 

 

 

 

Semmel-Stoppelpilz
Der häufig vorkommende Pilz wird auch „semmelgelber Stacheling“ oder „Schafsfußpilz“ genannt. Der weißlich bis blass leder- oder semmelfarbene Hut ist 3–10 cm groß, meist rund, aber unregel-mäßig wellig geformt. An der Unterseite finden sich die weißlichen bis cremefarbenen, senkrecht angeordneten, dünnen und brüchigen Stacheln. Der Stiel ist weiß bis blassgelb. Das weiße Fleisch ist brüchig und mürb, riecht angenehm und schmeckt mild, bei längerem Kauen aber leicht scharf und bei alten Pilzen etwas bitter. 

 

 

 

Herbsttrompete
Der auffällige genannte Pilz mit seinem aromatischen Geruch ist zwischen August und November in Buchenwäldern zu finden. Der Fruchtkörper ist hohl, trompeten-, füllhorn oder trichterförmig und am Rand nach außen gerollt, innen schwärzlich oder braun-schwärzlich, außen gräulich und hat einen Durchmesser bis zu 12 cm. Sein Fleisch ist 1–2 mm dick, graubraun bis schwärzlich und etwas zäh. Sein außer-gewöhnliches Aussehen macht Verwechs-lungen mit nicht genießbaren Pilzen so gut wie unmöglich.

 

 

 

Frauentäubling 
Der auch Violettgrüner Täubling genannte Speisepilz gilt als wohlschmeckendster unter den Täublingen. Der Hut ist bei jungen Pilzen gewölbt und kann oliv, rotbraun, blau, grünlich, purpur oder violett getönt sein. Der Rand ist meist violettpurpur, an der Unterseite befinden sich mäßig dichte, weiße bis cremefarbene Lamellen, die beim Frauentäubling elastisch und nicht brüchig wie bei anderen Täublingen sind. Sein Fleisch ist weiß und fest, hat einen leicht nussigen, milden Geschmack und riecht kaum.

 

 

 

Habichtspilz
In Bergnadelwäldern und auf Weiden findet man den auch Habichts- Stacheling oder Rehpilz genannten Speisepilz mit dem großen, gewölbten bis flachen, genabelten Hut, der mit auf-stehenden, grobfaserigen dunklen Schuppen bedeckt ist. Der Hutrand biegt sich leicht nach unten und ist deutlich heller, auf der Hutunterseite sind zuerst weißliche, bis 1 cm lange Stacheln senkrecht angeordnet. Der Stiel ist matt weißgrau und wird im Alter bräunlich. Sein festes, weißlich bis blass graubraunes Fleisch mit würzigem Geruch ist mild bis leicht bitter. 

 

 

 

 

Wichtig : Nur Pilze pflücken, bei denen man sich ganz sicher ist, dass sie genießbar sind! Im Zweifelsfall lieber auf bekannte Pilzsorten zurückgreifen, denn die meisten Rezepte lassen sich auch mit anderen Schwammerln als den angegebenen zubereiten! Und für jene, die nicht gerne selber suchen: Auch im Supermarkt erhältliche Zuchtpilze wie Seitlinge, Champignons, Austernpilze & Co schmecken hervorragend!

 

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