Wissenswertes: Winterliche und wärmende Gewürze

Was macht Lebkuchen zum Weihnachtsgebäck schlechthin? Was sorgt dafür, dass Elisen, Printen & Co "weihnachtlich" schmecken? Die Vielfalt der Igredienzien, ganz besonders der Gewürze sorgt für den besonderen Geschmack!


 

Eine standardisierte Lebkuchengewürzmischung gibt es nicht. Wie beim Currypulver, gibt es auch für Lebkuchen viele unterschiedliche Mischungen.

Wer seinem Lebkuchen eine persönliche Note geben will, kann ganz einfach selbst eine eigene Gewürzkomposition zusammenmischen.

Ein ausgewogenes Lebkuchengewürz sollte aus süßlichen, scharf-würzigen, frischen und warmen Aromen bestehen und möglichst frisch vermahlen werden. Fertige Gewürzmischungen dunkel und gut verschlossen lagern und möglichst schnell verbrauchen!

 

 

 

Lebkuchengewürzmischung selbst gemacht
2 g Pimentkörner, 2 g Muskatblüte, 3 g Koriandersaat und 3 g Kardamomsamen ohne Fett kurz anrösten und anschließend im Mörser fein vermahlen. 4 g Ingwerpulver, 6 g gemahlene Nelken
20 g gemahlenen Zimt dazugeben. Wer möchte, kann für ein fruchtiges Aroma kurz vor der Verwendung noch einen schwachen Teelöffel fein geriebene Orangenschale unter die Gewürze mischen.

 

Weihnachtliche Gewürz-Klassiker

 
Piment (auch Neugewürz oder Nelkenpfeffer) kam erst nach der Entdeckung der Neuen Welt nach  Europa.  Das Aroma der rötlich bis dunkelbraunen Beeren steckt vorwiegend in der Schale, ist scharf und erinnert an Nelken, Pfeffer, Zimt und Muskat. Die Beeren werden unreif geerntet und getrocknet, denn nur so entfalten sie ihren vollen Geschmack.

 


Kardamom wurde bereits von den Griechen und Römern in der Antike als Heil- und Würzpflanze geschätzt. Heute gilt Kardamom neben Safran als eines der teuersten Gewürze. Sein Aroma ist süßlich und frisch, regt den Stoffwechsel an und fördert die Durchblutung. Kardamomkapseln von guter Qualität haben eine grasgrüne Farbe.

 


Macisblüte wird der  Mantel (Arillus) der Muskatnuss genannt und nicht die Blüte, wie der Name vermuten lässt. Der Geschmack ähnelt jenem von Muskatnuss, ist nur etwas frischer und feiner. Muskatblüte kann für verschiedenste Speisen verwendet werden, wenn eine besonders feine Muskatnote gefragt ist.

 

 


Zimt gibt es in zwei Qualitäten. Es sollte jedoch nur der echte Zimt oder Ceylon-Zimt verwendet werden, da er durch seinen niedrigeren Cumaringehalt im Vergleich zum Chinesischen Zimt unbedenklich ist. Zimt gilt als das klassische Weihnachtsgewürz, hat ein süßliches, warmes, harmonisches Aroma, wirkt desinfizierend, fördert die Durchblutung und senkt den Blutzucker. In der asiatischen Küche wird Zimt auch zum Aromatisieren von Eintöpfen und pikanten Gerichten verwendet und ist Bestandteil vieler Gewürzmischungen.

 


Gewürznelken haben einen intensiv aromatischen, pfeffrig-scharfen Geschmack und einen süßen Geruch. Sie werden (ganz oder gemahlen) als Gewürz für Glühwein, Kompotte, Marinaden, Chutneys, Saucen sowie Schweinefleisch- und Wildgerichte verwendet, natürlich sind sie auch Bestandteil von Lebkuchengewürzen. Schwimmen Gewürznelken in einem Wasserglas aufrecht, ist das ein Zeichen von guter Qualität.

 

 

Koriandersaat hat einen würzigen, nussig-milden, warmen Geschmack und wird für Saucen, Fleisch- und Geflügelgerichte, vor allem jedoch für Brot und Gebäck verwendet. Außerdem ist Koriander Bestandteil vieler Gewürzmischungen.

 

 

 

 

Ingwer schmeckt würzig-scharf und hat ein leichtes Zitronenaroma. Frische Ingwerwurzeln werden fein geschnitten gerieben zum Würzen verschiedenster Gerichte verwendet, getrocknetes Ingwerpulver ist universell einsetzbar, etwa in Fleisch-, Gemüsegerichten, Saucen und Gebäck.

 

 


Vanille schmeckt süß, intensiv aromatisch und warm. Allein der Duft von Vanille fördert positive Stimmung und stärkt die Nerven. Außerdem soll Vanille den Heißhunger stoppen. Meist aromatisiert Vanille Süßspeisen und Desserts, immer öfter jedoch auch Fisch und Meeresfrüchte.

 


Anis hat ein süßlich intensives Aroma, das an Lakritz erinnert, hilft gegen Sodbrennen und wird neben Lebkuchen auch in Brotgewürzmischungen und Desserts, für Kompott oder auch zu Fisch verwendet. Andere pikante Gerichte werden eher selten mit Anis gewürzt. Anisöl ist Bestandteil von Schnäpsen wie Ouzo oder Pastis.

 


Sternanis schmeckt süßlich, warm, ähnlich wie Anis, aber intensiver und wird vor allem in der chinesischen Küche oft zum Würzen von Fleischgerichten verwendet.

 

 

 

Pfeffer ist ein aromatisches Gewürz und bekanntermaßen scharf. Am schärfsten sind die schwarzen Pfefferkörner, die weißen und grünen sind milder. Da die Wirkstoffe des Pfeffers nicht lange hitzebständig sind, sollte Pfeffer frisch aus der Mühle erst kurz vor dem Servieren zugegeben werden. Außerdem ist Pfeffer appetitanregend und verdauungsfördernd.

 

 

Die Schärfe der Chilli kurbelt unseren Kreislauf an, ist verdauungsfördernd und desinfizierend. Gerade in der kalten Jahreszeit sollte man mit Chilli würzten, denn die Chilli lindert Erkältungen, Fieber sowie Magen-Darm-Probleme. 

 

 

Curry ist eine Gewürzmischung, die meist aus 13 verschiedenen Zutaten besteht, die Mischungen sind variabel, einige Gewürze finden sich jedoch in jeder Curry-Mischung. Curry regt durch seine Schärfe unseren Stoffwechsel an und bringt uns ins Schwitzen, nebenbei aktiviert es die MAgen- und Darmfunktionen und mindert Blähungen und Völlegefühl.