Wurzelgemüse 2 – Tolle Knollen & wunderbare Wurzeln

Wurzelwerk wird allzu oft nur als Zutat für Suppen, Saucen oder Braten verwendet.Außerdem gibt es neben Karotte, Sellerie und Petersilienwurzel so viele tolle Knollen und wunderbare Wurzeln, die im Winter ein optimaler Ersatz für die fehlende Vielfalt an frischem Gemüse sind!

 

Pastinake
Einst das wichtigste Grundnahrungsmittel in unseren Breiten, erfreut sich das Gemüse mit dem leicht süßen bis nussigen Aroma heute wieder wachsender Beliebtheit. Die Pastinake eignet sich für Gemüsegerichte, als Beilage zu Fleisch, und sogar Torten können mit geraspelten Pastinaken verfeinert werden. Durch Kalium, Folsäure, Vitamin C und Eisen soll die Pastinake verdauungsanregend wirken. Da sich aufgeschnittene Pastinaken an der Luft verfärben, am besten sofort beim Verarbeiten mit Essig oder Zitronensaft beträufeln.
Übrigens: Aus Pastinaken kann man aufgrund ihres hohen Stärke- und Zuckeranteils auch Marmelade oder Mehl machen.

Süßkartoffel (Batate)

Schale und Fruchtfleisch der Süßkartoffel (die nicht mit dem klassischen Erdapfel verwandt ist) können weißlich, gelblich, bräunlich bis purpurrot sein. Dafür verantwortlich sind Antioxidantien wie Carotinoide und Anthocyane, die entzündungshemmend wirken sollen und vorbeugend gegen Rheuma, Alzheimer, Arteriosklerose u. a. helfen können. Die Konsistenz der Süßkartoffel ist leicht mehlig, der relativ hohe Zuckeranteil sorgt für den süßlichen Geschmack. Neben Stärke liefert sie B-Vitamine (inklusive Folsäure), Vitamin A, E und C, Kalzium, Eisen und Zink. Süßkartoffeln können geschält und gebraten, gekocht, gebacken, frittiert, püriert, überbacken oder auch mit der Schale im Ofen gegart werden. Durch den hohen Wassergehalt sind Süßkartoffeln nur begrenzt lagerfähig. In dunklen, kühlen, trockenen Kellerräumen aufbewahren, nicht im Kühlschrank.

Schwarzwurzel

Schwarzwurzeln sind aufwändig zu verarbeiten, aber die Mühe lohnt sich, denn unter der braun schwarzen Rinde verbirgt sich zart-süßliches, weißes Wurzelfleisch, das an Spargel erinnert. Schwarzwurzeln können vielseitig zubereitet werden, z. B. mit Sauce hollandaise und Schinken, frittiert im Teigmantel oder als Salat. Sie liefern Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen und Phosphor, die sich positiv auf Gehirn und Leistungsfähigkeit auswirken sollen.

Topinambur

(auch Erdbirne, Erd(arti)schocke, Weißwurzel)
Die gelb-braunen, grauen bis violetten Knollen haben ein weißliches, knackiges Fruchtfleisch und sind oft so stark verknorpelt, dass sie sich schwer schälen lassen. Wer die Schale verträgt, kann sie (nach sorgfältigem Waschen) mitessen, denn ungeschält ist der Nährstoffgehalt noch höher. Topinambur kann roh als (Obst-)Salat oder Rohkost und gegart (als Püree, Suppe, Beilage, Auflauf ) gegessen werden. Topnambur wird außerdem zur Herstellung von Alkohol, Sirup und Fruchtzucker verwendet, geröstet als Kaffeeersatz genossen oder zu Mehl verarbeitet. Roh schmecken die Knollen erdig, artischockenähnlich, gegart stark nussartig. In der Diätküche ist Topinambur beliebt, weil die Knollen keine Stärke, sondern den leicht verträglichen Ballaststoff Inulin enthalten, der unter Enzymeinwirkung in eine für Diabetiker verträgliche Zuckerform umgewandelt wird. Zudem ist Topinambur reich an Vitalstoffen wie Kalium, Eisen oder Kupfer.

 

Noch mehr Wurzelgemüse gibt es im 1. Teil: Wurzelgemüse - alles Gute kommt von unten!

Rezepte mit Wurzelgemüse