„Mainzer Neujahrsbopp“ (Neujahrspuppe)

Traditionelles Gebildgebäck aus Germteig.

Zutaten:

 

(für ca. 1 kg Teig, ergibt 2 große oder 3 mittelgroße Puppen)
3 ⁄ 16 l Milch
30 g Germ
60 g Kristallzucker
500 g Mehl
60 g Butter
3 Eidotter
geriebene Zitronenschale
Salz
1 P. Vanillezucker
2 EL Rum
Eidotter und Milch zum Bestreichen

Zubereitung

(ca. 40 Min. ohne Warte- und Backzeit)

Für die Mainzer Neujahrsbopp die zerbröselte Germ in ca. 1 ⁄ 16 l Milch auflösen, 1 TL Zucker und 4 EL Mehl dazugeben und gut verrühren, mit etwas Mehl bestauben und zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Die restliche Milch mit Butter und Kristallzucker erwärmen (ca. 38 °C), die übrigen Zutaten in eine Schüssel geben, die Milch-Butter-Mischung einrühren und kurz durchkneten, das Germgemisch (Dampfl) dazugeben und alles zu einem zähen, eher weichen Teig abschlagen (am besten mit einem Kochlöffel, löst sich der Teig auch nach längerem Abschlagen nicht vom Rand der Rührschüssel, noch ein bisschen Mehl dazugeben), den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 40 Minuten gehen lassen.

Für die Puppen den Teig in zwei (oder drei) Teile teilen und jeweils zu länglichen Wecken formen, jeweils an beiden Enden Köpfe formen, dann jeden „Puppenkörper“ zwölfmal mit einer Schere zickzack-förmig einschneiden.

Die Neujahrspuppen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und zugedeckt nochmals ca. 15 Minuten gehen lassen.

Einen Eidotter mit etwas Milch verquirlen und die Puppen vor dem Backen damit bestreichen.

Im auf 180 °C vorgeheizten Backofen zuerst 10 Minuten bei 180 °C backen, anschließend die Temperatur auf 160 °C reduzieren und die Neujahrspuppen 15–20 Minuten fertig backen.

Gebildbrote sind besonders geformte Brote mit einer symbolhaften Bedeutung, die im Jahres- und Lebensbrauchtum eine Rolle spielen. Sie werden zu einem religiösen oder traditionellen Anlass gebacken und meist verschenkt.

 

Eingesendet von Heide Berghof , Wien: Ich bin in der Nähe von Mainz aufgewachsen, dort überreicht man zu Silvester oder am Neujahr stag guten Freunden die sogenannte „Neujahrsbopp“ (= Neujahrspuppe). Dieses traditionelle Gebildbrot aus süßem Germteig ist wie eine Puppe geformt, die allerdings zwei Köpfe hat: Einer steht s ymbolisch für das Ende des alten Jahres, der andere f ür den Anfang des neuen Jahres. Der „Puppenkörper“ daz wischen ist ist für jeden Monat de s Jahres einmal „eingekerbt“ (diese zwölf Einschnitte ergeben eine Ar t Zickzack-Muster). In Frankfur t gibt es ein ähnliches Neujahrsgebäck, den „ Stutzweck“, der viel kleiner ist (also quasi eine Portion), die „Neujahrsbopp“ hingegen ist et wa so groß wie z.B. ein Striezel und wird auch in Stücke geschnitten aufgetischt.

 

Nährwert pro Stück
Energie: 236 kcal
Eiweiß: 5,9 g
Kohlenhydrate: 36,1 g
Fett: 6,7 g
Broteinheiten: 3,0 BE
Ballaststoffe: 1,8 g
Cholesterin: 75,6 mg

 

Kochen & Küche Jänner 2017


Eigene Bewertung: Keines Durchschnitt: 4.5 (2 Bewertungen)



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