Bauernschnatterer

Dieses Gericht gehörte früher zum Standardangebot der Wiener Küche. Heute wird es nur mehr selten angeboten. Die Kombination aus weißen Bohnen (pflanzl. Protein), Schweinefleisch (tier. Protein) und Fett (Schweineschmalz) ruft den "kokumi" Effekt hervor. Durch die Umami-Würzmischung wird das Gericht zum vollmundigen Gaumenerlebnis.

Zutaten:

für 8–10 Portionen 500 g weiße Bohnen (über Nacht in Wasser eingeweicht) 200 g Wurzelwerk (Karotte, Gelbe Rübe, Petersilienwurzel, Sellerie) 1 große Zwiebel 2–3 Knoblauchzehen 2 Lorbeerblätter einige Pfefferkörner 1–1,5 kg gesurter Schweinebauch 1 TL Umamipulver (siehe Text) Majoran und Essig nach Geschmack Salz und Pfeffer Schmalzeinbrenn ca. 3 Knoblauchzehen 1 großer EL Schweineschmalz 1,5 EL Mehl Schnittlauchröllchen oder gehackte Petersilie


Weitere Infos:

 Wiener Küche

Zubereitung

(30 Min. ohne Garzeit) Die eingeweichten Bohnen in gut 2 l frischem Wasser zusammen mit klein gewürfeltem Wurzelwerk, gehackter Zwiebel, zerdrückten Knoblauchzehen, Lorbeerblättern, Pfefferkörnern und dem halbierten Schweinebauch in einem großen Topf zustellen und bei geringer Temperatur köcheln lassen. Nach einer guten Stunde das Fleisch aus dem Topf nehmen, die Bohnen weiterköcheln lassen. Fleisch in grobe Würfel schneiden und wieder zu den Bohnen geben, alles leise weiterköcheln lassen. Für die Schmalzeinbrenn den gehackten Knoblauch in einer Pfanne im Schweineschmalz hellgelb anrösten, dann das Mehl dazugeben und im Fett bei Mittelhitze rösten, bis es hellbraun ist. Pfanne vom Herd nehmen und diese Einbrenn mit einem Esslöffel nach und nach zum Bohnen-Fleisch-Gemisch geben, bis der Saft schön mollig gebunden ist (nicht alles auf einmal dazugeben, es kann sein, dass der Saft nicht die ganze Einbrenn braucht, um mollig zu sein). Den Eintopf mit Umamipulver, Majoran, Essig, Salz und Pfeffer abschmecken, vor dem Servieren mit Schnittlauchröllchen oder gehackter Petersilie bestreuen. Dazu schmeckt im Ofen knusprig gebähtes Schwarzbrot, das mit einer halbierten Knoblauchzehe eingerieben wurde. Für eine schöne Farbe kann man den Eintopf mit 1 EL Paradeisermark oder 1 EL Paprikapulver verfeinern. Rezept: Gerd Wolfgang Sievers



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