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onlineredaktion / 26.05.2014

Heumilchbauern fördern die Artenvielfalt

Die nachhaltige
Wirtschaftsweise der Heumilchbetriebe fördert die Artenvielfalt auf den
heimischen Wiesen, Weiden und Almen – Holztafeln machen auf wertvolle Arbeit
aufmerksam.

Die nachhaltige
Wirtschaftsweise der Heumilchbetriebe fördert die Artenvielfalt auf den
heimischen Wiesen, Weiden und Almen – Holztafeln machen auf wertvolle Arbeit
aufmerksam.

Mit dem heutigen „Internationalen Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt“
weisen Österreichs Heumilchbauern mit einer sympathischen „Aktion“ auf ihre
wertvolle Arbeit für die Artenvielfalt auf den heimischen Wiesen, Weiden und
Almen hin. Quer durch die Heumilchregionen stellen sie Holztafeln mit der
Aufschrift „Hier blüht es für Heumilchkuh, Biene & Co.!“ in den Wiesen und
Weiden auf. „Mit dieser Aktion wollen wir einmal mehr auf die Nachhaltigkeit
der Heumilchwirtschaft aufmerksam machen“, so Karl Neuhofer, Obmann der ARGE
Heumilch Österreich.



Biologische Artenvielfalt durch traditionelle Heuwirtschaft

Der Verlust der biologischen Vielfalt ist eine große und zentrale
Herausforderung unserer Zeit – ist diese doch durch die Industrialisierung der
Nahrungsmittelproduktion stark gefährdet. Heumilchbauern hingegen tragen durch
die extensive Bewirtschaftung ihrer Grünlandflächen wesentlich zur Steigerung
der Artenvielfalt bei. Auf ihren Mager-, Trocken- und Feuchtwiesen wachsen
besonders viele verschiedene Pflanzen, was Mensch und Tier gleichermaßen zugute
kommt.

Die hohe Pflanzenvielfalt in den Wiesen der Heumilchbauern erfordert weniger
Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Bauern müssen nicht permanent nachsäen, weil
das Grasen der Kühe einen Wachstumsimpuls auslöst. Ein ausgewogenes Verhältnis
an Grünlandpflanzen sorgt außerdem für ein nährstoffreicheres Futter für die
Kühe. Sie werden schneller satt und das Zufüttern von Getreide kann minimiert
werden. Eine weitere Besonderheit: Heumilchbauern machen ein bis zwei Schnitte
weniger als in der herkömmlichen Landwirtschaft, denn sie lassen ihre Wiesen
richtig reifen. Gemäht wird erst dann, wenn eine Vielzahl an Gräsern und
Kräutern in voller Blüte steht – die Pflanzen sind dann überreif und die
Fortpflanzung kann damit auf natürliche Weise gesichert werden.



Mosaikartige Bewirtschaftung schafft Lebensräume

Heumilchbauern pflegen drei Mal so viel Wiesen- und Grünlandfläche als die
industrialisierten Landwirtschaftsbetriebe in Europa. Durch die kleinflächige,
mosaikartige Bewirtschaftungsweise der Heumilchbauern sind die Mahdzeitpunkte
zeitlich gestaffelt und räumlich unterschiedlich über die Flächen gestreut, d.h.,
dass alle Grünflächen nie auf einmal gemäht, sondern wellenartig bewirtschaftet
werden. „Das sieht nicht nur optisch attraktiv aus, sondern bietet vor allem
vielen Tieren wie der Biene, der Hummel oder dem Niederwild einen geeigneten
Lebensraum. Denn die Nahrungsquellen und Rückzugsmöglichkeiten bleiben
erhalten, bis auf den früher gemähten Wiesen bereits wieder ein ausreichend
hoher Aufwuchs steht“, so Neuhofer.



Über die Heumilch

Bei der Heumilchwirtschaft handelt es sich um die ursprünglichste Form der
Milcherzeugung: Die österreichischen Heumilchkühe ernähren sich im Sommer von
Gräsern und Kräutern auf den heimischen Wiesen, Weiden und Almen, im Winter
kommen Heu und mineralstoffreicher Getreideschrot in den Trog. Gärfutter wie
Silage ist strengstens verboten. Sämtliche Produkte werden kontrolliert
gentechnikfrei hergestellt.



Die ARGE Heumilch Österreich vereinigt mehr als 8.000 Heumilchbauern und rund
60 Verarbeiter und ist die Nummer eins bei der Erzeugung und Vermarktung von
Heumilch. Hauptproduktionsgebiete der Heumilch sind Vorarlberg, Tirol,
Salzburg, Oberösterreich sowie die Steiermark. In Österreich liegt der
Heumilchanteil an der Gesamtproduktion bei 15 Prozent, in Europa bei lediglich
drei Prozent.



Die ARGE Heumilch Österreich im Internet: www.heumilch.at

 

 

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