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Kategorie(n): / #Rezept-Nr.: 20331
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Rumtopf

Eingelegte Früchte

Der Rumtopf ist eine Konservierungsmethode, bei der Früchte in Alkohol und Zucker eingelegt und so haltbar gemacht werden. Den Beginn machen traditionell die Erdbeeren. Danach folgen Früchte nach Saison, Verfügbarkeit und Geschmack. Genossen wird der delikate Rumtopf im Advent.

Beschreibung der Zubereitung

Vielen ist der Rumtopf noch ein Begriff – es handelt sich um eine Methode, um Obst in Alkohol haltbar zu machen. Bis zu 500 g Obst alle zwei Wochen können Sie so in einem Rumtopf ansetzen. Hinzu kommt jeweils immer die halbe Menge Zucker (die ersten beiden Male die gleiche Menge Zucker) und so viel Rum (mindestens 54 Vol.-%), dass die Früchte bedeckt sind. Verschlossen wartet der Topf dann an einem dunklen Ort, bis Sie neues Obst hinzufügen. Genossen wird der delikate Rumtopf erst im Advent.

Rumtopf im Frühsommer – Erdbeeren

  1. Als Erstes kommen die Erdbeeren (bei Bedarf halbieren) mit dem Zucker in den Rumtopf.
  2. Die Mischung etwa
2 Stunden durchziehen lassen, bevor mit so viel Rum angegossen wird,
bis die Beeren gut fingerbreit mit Rum überdeckt sind.
  3. Steigen die Früchte auf, können sie mit 
einem sehr sauberen Teller beschert werden.
  4. Nun soll der Rumtopf mindestens
3 Wochen reifen, für eine optimale Reifung braucht der Rumtopf Dunkelheit. Dabei ist regelmäßig zu prüfen, ob die Früchte von Alkohol bedeckt sind.

Rumtopf im Sommer 

  1. Die Marillen waschen, trocken tupfen, halbieren oder vierteln und entsteinen. 
  2. Die Weichseln und Kirschen waschen, trocken tupfen und entsteinen (belässt man den Stein, bleiben sie besser in Form).
  3. Die Pfirsiche mit kochendem Wasser überbrühen, häuten und in mundgerechte Stücke schneiden, die Pfirsichsteine dabei entfernen.
  4. Himbeeren oder Brombeeren am besten nicht waschen, Stachelbeeren sticht man an, damit sie den Rum aufnehmen können. Bei Ribiseln nur die roten verwenden. 
  5. Immer so viel Rum (mindestens 54 Vol.-%) nachgießen, dass die Früchte gut fingerbreit damit bedeckt sind.
  6. Den Rumtopf an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren. Regelmäßig kontrollieren, damit nichts schimmelt.
  7. Den Rumtopf einmal in der Woche mit einem Löffel umrühren. Dabei auf absolute Hygiene achten.

Rumtopf im Herbst

  1. Im Herbst bieten sich Pflaumen und Zwetschken als Früchte für den Rumtopf an, dafür die Früchte waschen, entkernen und halbieren.
  2. Feste, kernlose Weintrauben sind auch köstliche Rumtopffrüchte, die Trauben waschen und mit einem Zahnstocher anstechen, so nehmen sie den Rum besser auf.
  3. Auch Birnen sind für den Rumtopf gut geeignet, die Birnen waschen, schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Jetzt benötigt der Rumtopf nur noch Zeit.

 

Tipps:

Für ein feines Aroma fügen Sie dem Rumtopf einfach noch eine aufgeschlitzte Vanillestange und zwei Zimtstangen hinzu. Gewürznelken, Sternanis, Kardamomkapseln, Pimentkörner oder – ganz fein – Tonkabohne in Stückchen runden den Geschmack wunderbar ab! 

Den Rumtopf können Sie selbstverständlich pur genießen. Ebenfalls schmeckt er mit Sekt aufgegossen oder zu Süßspeisen wie Vanillepudding, Eis oder Waffeln serviert.

Sollte vom Rumtopf dann nach den Weihnachtsfeiertagen noch etwas übrigbleiben, kann er zu Marmelade verkocht werden.

 

INFO: Das kleine Rumtopf-1x1

Im Laufe einer Saison können Sie nach und nach mit den reifen Früchten aus dem Obstgarten Ihren Steintopf füllen, bis der delikate Rumtopf in der Adventzeit genossen werden darf.

  • Typisch für einen Rumtopf ist ein Gefäß aus Steingut, Keramik oder Glas (dann aber im Dunklen aufstellen) mit etwa 5 l Füllmenge. Der Topf sollte nicht völlig luftdicht abschließen. Wenn der Deckel bei Töpfen aus Steingut oder Keramik aufgesetzt wird, gelangt der nötige Sauerstoff in der Regel an das Eingelegte. Ein Glas sollte mit luftdurchlässiger Einmachhaut verschlossen werden.
  • Je mehr unterschiedliche Früchte verwendet werden, desto aromatischer und vielfältiger wird das Geschmackserlebnis. Wichtig ist bei jeder Frucht: Nur frische, reife, aber dennoch feste Früchte ohne Druckstellen verwenden. Die Früchte müssen beim Einlegen sauber und trocken sein. 
  • Der Alkohol muss die Früchte immer zur Gänze bedecken, sollten einzelne Früchte an der Oberfläche schwimmen, dann wenn nötig mit einem kleinen sauberen Unterteller beschweren.
  • Fängt der Früchteansatz zu gären an (erkennbar an kleinen Bläschen), dann etwas reinen Alkohol dazugießen, um die Gärung zu stoppen. 

 

Rezept: Christina Grammelhofer

Enthalten in Ausgaben 3, 4 und 5 / 2022

Inhaltsstoffe

Bezeichnung Menge
Kalorien
220
Kohlenhydrat-Gehalt
26,8
g
Cholesterin-Gehalt
0
mg
Fett-Gehalt
0,1
g
Ballaststoff-Gehalt
0,5
g
Protein-Gehalt
0,2
g
Gesättiger Fett-Gehalt g
Portionsgröße
je 100 g Rumtopf mit Erdbeeren
Natrium-Gehalt mg
Zucker-Gehalt g
Transfett-Gehalt g
Ungesättigter Fett-Gehalt g
Broteinheiten
2,5

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