Mit wärmenden Gewürze kochen

Diese Gewürze wärmen an kalten Tagen:

Pfeffer

Die scharfen Körner des Pfefferstrauchs können dem Körper ordentlich einheizen, wirklich würzig ist jedoch nur frisch gemahlener Pfeffer, weil sich die ätherischen Öle schnell verflüchtigen. Die verschiedenfarbigen Pfefferkörner sind zwar alle Früchte des „echten Pfeffers“, sehen jedoch je nach Erntezeitpunkt und Verarbeitung anders aus und schmecken unterschiedlich. Grüner Pfeffer (aus unreifen, früh geernteten Früchten gewonnen, behält seine Farbe, weil er danach schnell bei hohen Temperaturen getrocknet wird oder die weichen Beeren nach der Ernte in einer Salz-Essig-Lösung eingelegt werden) schmeckt erfrischend scharf. Schwarzer Pfeffer ist beißend scharf und der beliebteste Pfeffer in der Küche (wird ebenfalls unreif geerntet und als ganze Frucht in der Sonne getrocknet, dadurch werden die Körner runzelig). Weißer Pfeffer ist auch scharf, hat aber weniger Aroma bzw. keinen Eigengeschmack, weil er zwar reif geerntet wird, die Früchte jedoch von der äußeren Hülle befreit und dann getrocknet werden. Roter Pfeffer (vollreife, ungeschälte Pfefferfrüchte, nach der Ernte in salzige oder saure Laken eingelegt) wird unvermahlen verwendet. Echter roter Pfeffer ist sehr selten und darf nicht mit rosa Pfeffer verwechselt werden!

Nicht verwandt mit dem echten Pfeffer sind hingegen der Szechuanpfeffer (Samenkapseln von Gelbholzbäumen, hat einen fein säuerlichen Geschmack und feurige Schärfe) sowie der leicht süßlich schmeckende rosa Pfeffer (Beeren von Sumachgewächsen = Pfefferbaum).

Wenn man ganze Pfefferkörner mitkocht, kann man sie gleich zu Beginn hinzugeben, sie entfalten während des Kochens ihre Schärfe. Mit frisch gemahlenem Pfeffer immer erst kurz vor Ende der Garzeit abschmecken, die Würzkraft verflüchtigt sich sonst.

Ingwer Ingwer

Schmeckt würzig-scharf und hat ein leichtes Zitronenaroma, wirkt keimtötend und gegen Blähungen, hilft bei Erkältungen, Schnupfen, Heiserkeit und Husten. Frische, fein geschnittene oder geriebene Ingwerwurzeln und auch getrocknetes Ingwerpulver sind universell einsetzbar, etwa in Fleisch und Gemüsegerichten, Saucen und Gebäck.

Kümmel (Wiesenkümmel, Carum carvi)

Weit verbreitete 30–60 cm hohe Pflanze mit weißen oder rosa Blütendolden, verwendet werden die reifen Samen (= Früchte, 3–7 mm lang, ca. 1 mm breit, sichelförmig gebogen, an den Enden spitz). Kümmel hat einen intensiven, aromatischen Geruch, hilft bei der Verdauung blähender und fetter Speisen, wirkt entkrampfend und appetitanregend. Als Küchengewürz häufig verwendet (als Brotgewürz, für Erdäpfelgerichte, schwer verdauliche Eintöpfe, Aufläufe, Braten usw.

Kreuzkümmel (Cumin)

Sein sehr charakteristischer Geschmack erinnert an Zwiebel, Kümmel und Anis, Kreuzkümmel ist v. a. Bestandteil von Currymischungen. Aus der indischen Küche ist Kreuzkümmel nicht wegzudenken.

Piment Piment

Das Aroma der rötlich bis dunkelbraunen, unreif geernteten und getrockneten Beeren steckt vorwiegend in der Schale, ist scharf, erinnert vom Aroma an Gewürznelken, Pfeffer, Zimt und Muskat und würzt Saucen, Suppen und Süßspeisen.

 

Chilischoten

Je nach Sorte unterschiedlich scharf, am schärfsten sind immer die Kerne und die weißen Adern, die man bei besonders scharfen Sorten unbedingt entfernen muss. Chilipulver wird aus getrockneten, gemahlenen Chilischoten hergestellt und auch als Cayennepfeffer bezeichnet.

Gewürznelken

Schmecken intensiv aromatisch, pfeffrig-scharf und riechen süßlich. Sie werden (ganz oder gemahlen) als Gewürz für Glühwein, Kompotte, Marinaden, Chutneys, Saucen, Eintöpfe sowie Schweinefleisch- und Wildgerichte verwendet. Schwimmen Gewürznelken in einem Wasserglas aufrecht, ist das ein Zeichen von guter Qualität.

Koriandersaat

Hat einen würzigen, nussig-milden, warmen Geschmack, wird seit der Antike als Heilmittel verwendet. Koriander verleiht Speisen einen leicht orientalisch anmutenden Geschmack, gewürzt werden damit Saucen, Fleisch und Geflügelgerichte, vor allem jedoch Brot und Gebäck. Außerdem ist Koriander Bestandteil vieler Gewürzmischungen.

Zimt Zimt

Hat ein süßliches, warmes, harmonisches Aroma, wirkt desinfizierend, durchblutungsfördernd, schmerzstillend, schweißtreibend und wärmend. Es sollte nur der echte Zimt oder Ceylon-Zimt verwendet werden, da er durch seinen niedrigeren Cumaringehalt im Vergleich zum Chinesischen Zimt unbedenklich ist. Zimt gilt als das klassische Weihnachtsgewürz, in der asiatischen Küche wird Zimt auch zum Aromatisieren von Eintöpfen und pikanten Gerichten verwendet und ist Bestandteil vieler Gewürzmischungen.

Kardamom

Schmeckt fein-würzig, süßlich-scharf und vermittelt wohlige Wärme, regt den Stoffwechsel an und fördert die Durchblutung. Wurde bereits von den Griechen und Römern in der Antike als Heil- und Würzpflanze geschätzt, zählt zur Familie der Ingwergewächse. Verwendet werden meist die Samen, oft auch die gesamten Kapselfrüchte. Heute gilt Kardamom neben Safran als eines der teuersten Gewürze. Kardamomkapseln von guter Qualität haben eine grasgrüne Farbe.

Muskatnuss

Die Samen des Muskatnussbaums schmecken nussig und feurig, sie runden unzählige süße wie auch pikante Speisen geschmacklich ab. Macisblüte wird der Mantel (Arillus) der Muskatnuss genannt und nicht die Blüte, wie der Name vermuten lässt. Der Geschmack ähnelt jenem von Muskatnuss, ist nur etwas frischer und feiner. Muskatblüte kann für verschiedenste Speisen verwendet werden, wenn eine besonders feine Muskatnote gefragt ist.

 

Weitere Infos:

Wärmende Rezepte

 

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Kochen mit Kräutern

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Gewürze für die Weihnachtsbackstube