Vom Traunsee auf die Moaralm

Nachdem wir am größten See Österreichs waren, ist der Traunsee mit seinen 191 m als tiefster See unser zweites Ziel. Er scheint fast eingekesselt von der herrlichen Bergkulisse des Alpenvorlandes und der Nördlichen Kalkalpen, sodass das schmale Ostufer nur im nördlichen Drittel besiedelt ist. Dann wachsen sozusagen die Berge direkt aus dem See, der Traunstein ist einer davon.

Wissenswertes rund um den See

Morarlm Der größte Ort, Gmunden, liegt am Nordende des Sees, Ebensee am Südende. Am Westufer befinden sich die Orte Altmünster und Traunkirchen. Kulturliebhaber kommen am Traunsee voll auf ihre Kosten. Die Salzkammergut Festwochen rund um den See (Juli bis September) verzaubern das Publikum ebenso wie Festivals, Musikkonzerte und Seefeste mit Livemusik, Feuerwerken usw. Viele kulturelle Schätze und Ausstellungen, Museen und Themenwege warten darauf, entdeckt zu werden. Wie überall im Salzkammergut wird auch hier Brauchtum gelebt. Viele der traditonsreichen Veranstaltungen sind mittlerweile aber so bekannt, dass Besucher von weit her kommen, um auf „Kripperlroas“ zu gehen, die wundervollen Adventmärkte (z. B. jenen im Schloss Ort) zu besuchen, sich den Glöcklerlauf in der letzten Raunacht (5. Dezember) anzusehen oder im Fasching beim Ebenseer Fetzenzug dabeizusein.

Die landschaftliche Vielfalt geht mit einem großen Sportangebot einher: Wanderungen, Radtouren, sämtliche Sparten des Wassersports, Tennis, Golf, Fischen und vieles mehr sorgen hier für aktiven Zeitvertreib.

Die Moaralm am Fuße des Traunsteins

Kaum ein anderer Wanderweg auf eine Almhütte wird durch Tunnel führen – ich kenne zumindest keinen. Vom Ostufer des Traunsees (Parkplatz am Ende der Traunsteinstraße) kann man die Lainautalforststraße entlang auf die Moaralm wandern. Unsere Überraschung und Faszination ist groß, als wir plötzlich vor uns einen in den Fels gehauenen Tunnel sehen. Nach seiner Durchquerung folgt ein zweiter, dann schlängelt sich der Weg durch die Bundesforst-Wälder hinauf, bis man auf einer großen Lichtung das langgezogene, gut 200 Jahre alte Gebäude der Moaralm vor sich sieht. Auf der ehemaligen „Meierei“ wird schon lange keine Milchwirtschaft mehr betrieben.

Seit etwa 1900 werden hier allerdings bereits Wanderer bewirtet! Die Wirtin Mary Purer hat die Moaralm gemeinsam mit ihren Freundinnen Daniela Konrad und Elfi Pankratz seit 2014 gepachtet. Nur Mary ist ständig auf der Hütte (50, mit Terrasse insg. 120 Sitzplätze), wo sie ihre Gäste mit hausgemachten Köstlichkeiten bewirtet.

 

Jausenstation Moaralm (800 m)

Moralm WirtinMary Purer

4810 Gmunden, Traunstein 52

Tel.: 0680/122 75 25; E-Mail: Mary [dot] Purer [at] gmx [dot] at, www.moaralm.jimdo.com

Öffnungszeiten: von Mai bis Ende Oktober jeden Tag ab 10 Uhr geöffnet

Speis & Trank: Brettljause, Essigwurst, geröstete Knödel mit Fleisch und Ei, verschärftes Moaralm-Erdäpfel-Paprika-Gulasch (Marys Spezialität), Weinbeal-Bunki, frisches Wildragout, Schwammerlgulasch (saisonal), Bratl in der Rein (auf Vorbestellung für größere Gruppen), selbst gemachter Melissen- und Hollersaft, selbst angesetzte Schnäpse 

Veranstaltungen: zwei- bis dreimal im Sommer Live-Musik (z. B. Chili Chicks), Almkirtag mit Musik (Mitte September)

Erreichbarkeit: zu Fuß über den Forstweg vom Traunsee Ostufer (Parkplatz am Ende der Traunsteinstraße, ca. 1 ¼ Std.); von der Schiffstation Hois‘n über den Forstweg (ca. 1 ½ Std.); von der Bergstation Grünberg zum Laudachsee über die Hohe Scharte, ca. 3 ½ Std., schwierig!)

Wandermöglichkeiten: von der Hütte aus über den Durchgang und den Zwillingskogel bis nach Grünau (ca. 4 h)

Weitere Wanderungen von Gmunden aus: www.traunsee.at

 

Hüttentour mit Seeblick:
Rezepte: