Wissenswertes: Grünes Obst und Gemüse

Die Farbe Grün steht für das Leben und die Natur. Sie versinnbildlicht Wachstum, Ruhe und Hoffnung. Und auch bei Lebensmitteln ist Grün eine gute Wahl, denn grüne Obst- und Gemüsesorten sowie Kräuter sind wertvolle natürliche Vitalstoffquellen!


Ihre grüne Farbe verdanken grüne Lebensmittel dem Farbpigment Chlorophyll. Dieses hilft beim Aufbau neuer Blutzellen, unterstützt die Entgiftung und fördert die Regeneration der Zellen. Grüne Lebensmittel enthalten außerdem Magnesium, das für Gehirn, Nerven und Muskeln unentbehrlich ist, die Vitamine A, C, K und B6, Folsäure, Kupfer, Kalzium und Kalium, gesunde Fettsäuren sowie alle essentiellen Aminosäuren. Darüber hinaus versorgen sie uns mit sekundären Pflanzenstoffen und seltenen Spurenelementen. 

 

Matcha 

Das feine Pulver wird aus Grünteeblättern der ersten Ernte hergestellt. Der hohe Gehalt an Aminosäuren gibt ihm einen etwas bitteren, krautigen Geschmack. Durch die sorgfältige Herstellung enthält Matcha mehr Chlorophyll als die meisten anderen Grüntees. Außerdem ist er reich an Antioxidantien, kurbelt die Fettverbrennung an, reguliert den Blutzuckergehalt und hebt die Stimmung durch die Aminosäure L-Theanin. Matcha schmeckt als Getränk, eignet sich aber auch für Kuchen, Brot, Smoothies oder Salatmarinaden. Der rohe Konsum ist dem erhitzten vorzuziehen. 

 

Salbei

Das würzig-bittere Kraut wirkt adstringierend, antikbakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend und krampflösend. Salbeitee eignet sich zum Gurgeln bei Halsschmerzen, Heiserkeit oder Zahnfleischentzündungen, hilft aber auch gegen übermäßiges Schwitzen oder bei Magen- und Darmschmerzen. In der Küche verfeinert Salbei Wildgerichte, Geflügel, Lamm und Schweinefleisch, Gemüsegerichte und Kräutersaucen.

 

Romanesco

Brokkoli und Romanesco gehören zur Kohlfamilie, bilden jedoch botanisch eine Ausnahme, weil nicht die Blätter, sondern Blütenstiel und -knospen verzehrt werden.
Romanesco hat von Mai/Juni bis Oktober Saison und schmeckt wie eine Mischung aus Karfiol und Brokkoli. Im Gegensatz zum Karfiol wird er direkt der Sonne ausgesetzt, bildet Chlorophyll und entwickelt so mehr Nährstoffe und Vitamine. Jungen, zarten Romanesco kann man roh essen, meist wird er jedoch gekocht. Je länger die Garzeit, desto stärker schmeckt er nach Kohl. Daher Romanesco in kleine Röschen teilen, kurz garen und anschließend in Eiswasser tauchen, so behält er seine grüne Farbe. Wird er im Ganzen gegart, die Blätter entfernen und ca. 30 Minuten in Salzwasser einlegen. Dadurch kommen unerwünschte „Bewohner“ zum Vorschein und landen nicht mit im Topf.

 

Brokkoli

Heimischer Brokkoli ist von Juni bis Oktober erhältlich. Er ist reich an Schwefelstoffen und Beta-Karotinen, die freie Radikale unschädlich machen können und so Körperzellen und Immunsystem aktiv unterstützen. Zudem ist Brokkoli reich an Eiweiß, Kohlenhydraten und Mineralstoffen und weist einen besonders hohen Vitamin C-Gehalt auf. Beim Einkauf feste Köpfe mit geschlossenen Blütenknospen wählen und möglichst frisch zubereiten, denn Geschmack und Vitamine gehen bei der Lagerung schnell verloren. Blätter, Strunk und Stiele können nach Belieben mitgegart oder vorher entfernt werden. Um Vitamine und Aroma optimal zu erhalten, Brokkoli nur kurz garen.

 

Stangensellerie (auch Bleich- bzw. Staudensellerie)

Die ca. 40 Zentimeter hohe Staude besteht aus vielen fleischigen grünen bis gelblichen Blattstielen. Ihr typisches Aroma verdankt die Stangensellerie den ätherischen Ölen. Zudem enthält sie B-Vitamine, Vitamin A, Magnesium, Kalzium und Kalium. Stangensellerie schmeckt roh mit einem Dip oder im Salat, gegart in Suppen, Eintöpfen oder Saucen. Die Blätter eignen sich als Würzkraut. Heimische Ware gibt es von Juni bis Oktober. Frische Stangen lassen sich schwer biegen und brechen beim Biegen leicht ab. Im Kühlschrank hält sich Stangenstellerie ca. zwei Wochen, blanchiert und eingefroren mehrere Monate.

 

Kiwi

Kiwis sind besonders reich an Vitamin C, zudem enthalten sie die Vitamine B und E, Magnesium, Phosphor, Kalium, Kalzium und Eisen. Das Fruchtfleisch liefert Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren, die Schale (ja, Kiwis sind mit Schale essbar) Antioxidantien. Kiwis schmecken roh, aber auch als Marmelade, in Bowlen oder Mehlspeisen. Aber Achtung: rohe Kiwis vertragen sich durch das Enzym Actinidin nicht mit Milchprodukten und Gelatine. Für Creme- oder Obsttorten daher besser gedünstete Kiwis oder Dosenfrüchte verwenden. Aufgrund der Farbe eignen sich Kiwis auch gut als Dekoration verschiedenster Speisen.

 

Grüne Äpfel (Granny Smith)

Äpfel enthalten Proteine, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme und bioaktive Stoffe. Sie regen die Verdauung an und können Cholesterin- und Blutzuckerspiegel regulieren. Flavonoide und Vitamin C wirken antioxidativ und bekämpfen freie Radikale, die Zellschäden verursachen können. Grüne Äpfel  enthalten zudem etwas mehr Kalium als andere Sorten. Der Granny Smith ist ein Zufallssämling. der 1868 in Australien entdeckt wurde. Er hat ein cremefarbenes bis grünlich-weißes, festes, saftiges Fruchtfleisch und eine glatte, grasgrüne bis leicht gesprenkelte, wachsige Schale. Aufgrund des säuerlichen Geschmacks, der auf einen hohen Fruchtsäuregehalt zurückzuführen ist und nicht auf einen niedrigen Zuckergehalt, wird der Granny Smith gern zum Backen und Kochen verwendet. Auch hierzulande wird er angebaut und kann von Mitte Oktober bis Mitte November geerntet werden. Wegen seiner langen Vegetationszeit reift er aber nur in guten Lagen wirklich aus.

 

Melisse

Melisse, oder aufgrund des zitronenartigen Geruchs auch Zitronenmelisse, ist heute schon in vielen Gärten zu Hause. Sie wirkt beruhigend bei Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden sowie anderen nervlich bedingten Beschwerden. Weiters wirkt sie krampflösend und antiviral und enthält viel Vitamin C, ätherisches Öl, Bitterstoffe und Saponine. Aus den Blättern werden Tee, Aufgüsse, Kräuterliköre oder Wein hergestellt. In der Küche wird Zitronenmelisse z. B.  für Salate und Saucen aber auch für Süßspeisen und kalte Getränke verwendet.

 

Spinat

Je nach dem Anbauzeitpunkt unterscheidet man in Sommer- und Winterspinat. Der Sommerspinat hat kurzstielige Blätter und ist zarter. Spinat ist kalorienarm, reich an Vitamin B, C und Beta-Carotin. „Eisenbombe“ ist er zwar keine, verglichen mit anderen Gemüsesorten ist er dennoch eine gute Eisenquelle und versorgt den Körper außerdem mit wichtigen Mineralstoffen, wie Kalium, Kalzium und Magnesium. Spinat kann roh als Salat oder gegart als Creme- bzw. Rahmspinat, in Strudeln- oder Teigwaren, Aufläufen, Lasagnen, Quiches oder Tartes genossen werden.

 

Fenchel

Die weiß-grünlichen, seitlich abgeflachten Knollen entstehen durch die fleischige Verdickung der Blattstiele. Je heller die Farbe, desto zarter das Fruchtfleisch. Intensiv grünes Fenchelkraut weist auf frische Knollen hin. Sein typisches Anisaroma verdankt der Fenchel dem hohen Gehalt an ätherischen Ölen, die auch Magen und Verdauung unterstützen. Zudem ist Fenchel reich an Vitamin A, K, E, Folsäure und Beta-Carotin und enthält  Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Magnesium und Mangan. Besonders erwähnenswert ist sein hoher Eisen- und Vitamin C-Gehalt.  Die Fenchelknolle schmeckt roh und gegart. Die Samen werden als Gewürz oder für Tees verwendet. Das Fenchelgrün lässt sich wie Kräuter verwenden. Da es jedoch nur frisch schmeckt, sollte es nicht getrocknet werden. Heimischer Fenchel ist von Juni bis Oktober erhältlich. Er sollte möglichst frisch gegessen werden, da das Aroma der ätherischen Öle abnimmt. Im Kühlschrank kann er in einem feuchten Tuch ein bis zwei Wochen gelagert werden. Er eignet sich (blanchiert oder roh) aber auch zum Einfrieren.

 

Erbsen

Je nach Ernte, Größe Form und Farbe unterscheidet man verschiedene Sorten. Zuckererbsen sind unreif geerntete Erbsen, die noch keine ungenießbare innere Pergamentschicht besitzen. Ihr Zuckergehalt ist enorm hoch und somit auch verantwortlich für den Namen. Frisch gepflückte Erbsen besitzen sehr viel Eiweiß, Mineralien und Vitamin E. Sie eignen sich zum Beispiel für Omeletts, Suppen, Nudelsaucen oder als Fülle für Pasteten und Strudel, für Salate, Eintöpfe oder als Beilage zu Fisch- oder Fleischgerichten. Gibt man eine Prise Zucker ins Kochwasser, behalten sie ihre kräftige Farbe. Erbsen sind nicht lange lagerfähig, da sich der enthaltene Zucker rasch in Stärke umwandelt. Am besten kühl und locker lagern oder einfrieren.

 

Rucola

Die glatten oder löwenzahnähnlich gezackten Blätter schmecken aromatisch, erdnussartig, leicht pfeffrig und erinnern mit ihrem mäßig scharfen Aroma an Kresse. Rucola ist reich an Beta-Carotin, Asparaginsäure, Senfölen, Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Natrium und Phosphor. Er enthält aber auch Nitrat (Vitamin C, z. B. Zitrone, Knoblauch, schwächt die Wirkung). Durch den hohen Gehalt an Senfölen wird dem Rucola eine verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben. Im Sommer und im Herbst ist heimische Ware erhältlich. Die Blätter waschen, bei Bedarf schneiden und roh zum Salat geben oder kurz andünsten und z. B. zu Nudeln, Risotto oder in die Suppe geben. Beim Kochen verliert Rucola rasch an Schärfe, daher die Menge großzügig bemessen! Frischen Rucola am besten gleich verbrauchen, denn er ist schlecht lagerfähig!

 

 

 

 

 

Wissenswertes zum Grünen Spargel 

 

 

 

 

 

 

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